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Verschiedenährige Seggen - Weibliche Ähren walzenförmig, nicht zeilig, die männlichen Ähren nicht überragend,  Schläuche kahl, mit langem Schnabel, Schnabelzähne parallel

Nur an Küsten
Weibliche Ähren sitzend
> 1


Weibliche Ähren gestielt
> 2

 

1        Weibliche Ähren sitzend


Strand- Segge
(Carex extensa
Gooden. )


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VII - VIII, Salzwiesen (0 - 50 m)
                    Duino, Hafen, Friaul, Italien, 1 m ü.M. (13.08.2013)

Synonyme:
Carex arcuata Wahl.; Carex balbisii Schkuhr ex Spreng.; 

English name:
Longbract Sedge

Nom francais:
Laiche étirée

Nome italiano: 
Carice delle lagune

Verbreitung in Deutschland:
Nord- und Ostseeküsten zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Hamburg: R (sehr selten), Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Germany, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E-Aegean Isl., Kiklades, Crete), 
Belgium, England, Bulgaria, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands,  Malta, Norway, Poland, Romania,  Scandinavia, Sweden, Crimea, Baltic States, Ukraine, Algeria, Libya, Morocco, Tunisia, Transcaucasus, Turkey, Cyprus, Egypt, European Turkey, Israel, Lebanon, Sinai peninsula, Azores, Madeira

Eingebürgert in:
*USA


  

 

 

 

 

Pflanzen 10 - 40 cm groß
ältere Blütenstände überhängend


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

 Blütenstand 2 - 5 cm groß:
1 männliche Ähre, meist 2 - 5 weibliche Ähren, wovon die obersten 2 - 3  dicht unter der männlichen Ähre zusammenstehen, die anderen sind weiter abgesetzt


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Männliche Ähre 5 - 30 mm lang, 2 - 4 mm breit

weibliche Ähren eiförmig bis walzlich, sitzend, aufrecht


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Tragblätter der weiblichen Ähren viel länger als der Blütenstand


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Schläuche grün, 2 - 3- kantig, kahl, glatt, 3 Narben, Schnabel 0,5 - 0,6  mm lang
Spelzen rot braun mit grünem Mittelstreif, stachelspitzig


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blätter graugrün, 2 - 3 mm breit, meist kürzer als der Stängel
Blatthäutchen parallelnervig


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Untere Blattscheiden orangebraun

 

 

2         Weibliche Ähren gestielt

Hauptverbreitung: Süddeutschland
Spelzen ohne Stachelspitze
> 3

Nur Ostfriesische Inseln bzw. Hunsrück/Eifel
Grüner Mittelstreifen der Spelzen tritt als Stachelspitze aus
> 6


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

 

3     Spelzen ohne Stachelspitze

Schnäbel der Schläuche gerade
> 4

Schnäbel der Schläuche z.T. schief
> 5

 

4      Schnäbel der Schläuche gerade


Saum- Segge
(Carex hostiana
DC.)

VI - VII, Moore, Gräben (50 - 1500 m)
                Oberjoch, Moor, Bayern, ca. 1150 m ü.M. (13.06.2009)

Synonyme:
Carex hornschuchiana Hoppe

English name:
Host's Sedge

Nom francais:

Nome italiano: 
Carice di Host

Verbreitung in Deutschland:
Alpen, Oberschwaben und Voralpenland verbreitet, zerstreut Eifel, Niederbayern, sehr zerstreut Schwäbische und Fränkische Alb; im Restgebiet mittlerweile sehr selten und meist verschwunden (aktuell fast nur noch Mecklenburg-Vorpommern, Münsterland, NW-Schleswig-Holstein, Ostfriesland)

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2- (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 1 (vom Aussterben bedroht), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary,  Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Sweden, Transcaucasus, Canada, St. Pierre et Miquelon

Ähnlich sind Carex vesicaria und Carex rostrata, diese haben jedoch meist mehrere männliche Ähren und die Tragblätter der untersten weiblichen Ähren sind meist länger als der Blütenstand

Benannt nach dem österreichischen Arzt und Botaniker Nicolaus Thomas Host (1761 - 1834).

 

 

 

Pflanzen 25 - 45 cm groß
locker rasig wachsend

Blütenstand meist mit nur 1 männlichen Ähre und 2 - 3 weibliche Ähren, 
obere weibliche Ähren genähert, die unterste ziemlich weit entfernt von den anderen stehend, Tragblatt der unteren Ähre deutlich kürzer als der Blütenstand

 Schläuche kahl, Schnabel deutlich vom Schlauch abgesetzt, 3 Narben

Schnabelzähne parallel, außen meist mit feinen Zähnen, innen mit schmalem Hautsaum

Spelzen nicht stachelspitzig

Blätter 2 - 5 mm breit, hell blaugrün, meist deutlich kürzer als der Stängel


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

 

 

5      Oberste Ähren kugelig bis eiförmig, Schnäbel der Schläuche z.T. schief


Leutz- Segge
(Carex x leutzii
Kneuker)

VI - VII, Moore
                Pfronten, Wasenmoos, Bayern, ca. 890 m ü.M. (22.06.2012)

Bastard Carex hostiana x Carex lepidocarpa

Synonyme:
Keine

English name:
Leutz's Sedge

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria
France

Benannt nach deutschen Hofrat und Botaniker Ferdinand Leutz (1830 - 1910).

 

 

Pflanzen 25 - 45 cm groß
locker rasig wachsend

 

Meist mit nur 1 männlichen Ähre
3 - 5 weibliche Ähren, unterste ziemlich weit entfernt von den anderen stehend, die oberen eng zusammenstehend, der männlichen Ähre genähert, fast sitzend, eiförmig

Unterste Ähre abgesetzt, mit größeren und kleineren Schläuchen

 Einige Schläuche mit schiefem Schnabel

 

 

6     Spelzen mit Stachelspitze

In Deutschland nur auf den ostfriesischen Inseln
Weibliche Ährchen kurz walzlich bis eiförmig, 
10 - 20 mm lang, 5 - 7 mm breit, Spelzen jung weißlich später hellbraun
Schnabelzähne am Rand glatt
> 7


Photo und copyright Michael Hassler

In Deutschland nur im Hunsrück und in der Eifel
Weibliche Ährchen länglich zylindrisch, 
15 - 45 mm lang, 5 - 7 mm breit, Spelzen braun
Schnabelzähne am Rand rau
> 8


Photo und copyright Michael Hassler

 

7     Weibliche Ährchen kurz walzlich bis eiförmig, nur auf den ostfriesischen Inseln


Punktierte Segge
(Carex punctata
Gaudin)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VII, Niedermoore
              Bonifacio, Korsika (Jean- Luc Tasset April 2011)

Synonyme:
Carex helvetica Schleich. ex Kunth; Carex pallidior Degl.

English name:
Dotted Sedge

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten Ostfriesische Inseln (meist verschwunden)

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), 
Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Greece, Crete, 
England, Bulgaria, Ireland,  Netherlands, Norway, Poland,  Sweden, Algeria, Morocco, Tunisia, Turkey, European Turkey

 

 

 

 

 

Pflanzen 15 - 45 cm groß
kleine, lockere Horste bildend


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand etwa die halbe Länge des Sprosses einnehmend, mit einem  männlichen und 2 - 4 voneinander entfernt stehenden weiblichen Ähren


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Tragblätter der weiblichen Ähren laubblattartig,
meist länger als der Blütenstand


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Ährchen aufrecht oder seltener auch nickend, kurz walzlich bis eiförmig, 10 - 20 mm lang, 5 - 7 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

Schläuche 3 - 4 mm lang, gelbgrün, etwas aufgeblasen, glänzend, punktiert, 3 Narben, Schnabel 2-zähnig


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Spelzen häutig, weißlich (später braun werdend), 
mit grünem Mittelstreif, der als Spitze austritt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blätter 3 - 6 mm breit, grasgrün


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

8     Weibliche Ährchen länglich zylindrisch, nur im Hunsrück und Eifel


Zweinervige Segge
(Carex binervis
Sm.)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VI, Feuchte Heiden
             Puebla del Lillo, Leon, Spanien (Benoit Bock Juli 2016)

Synonyme:
Carex distans subsp. binervis (Sm.) Douin,
Carex sadleri E.F.Linton

English name:
Green- ribbed Sedge

Nom francais:
Laîche à deux nervures

Verbreitung in Deutschland:
Selten Nordeifel, Hunsrück, 
Altfunde W-Süderbergland, Rheinische Schiefergebirge 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany, 
Portugal, Spain, France, 
Belgium, England, Faroer Isl., Ireland, Norway, Morocco

 

 

 

 

 

Pflanzen 30 - 100 cm groß
locker rasig wachsend oder kleine lockere Horste


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand etwa die halbe Länge des Sprosses einnehmend, mit einem  männlichen und 2 - 3 voneinander entfernt stehenden weiblichen Ähren, unterstes Hüllblatt ist viel länger als seine Ähre, aber kürzer als der gesamte Blütenstand


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Ährchen aufrecht die unteren seltener auch nickend, länglich zylindrisch, 15 - 45 mm lang, 5 - 7 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

Schläuche 3,5 - 4,5 mm lang, zunächst grün, im reifen Zustand braun bis schwarzbraun, stumpf dreikantig, mit 2 charkteristischen grünen Streifen,  Schnabel auf der Innenseite der Schlauchzähne und auf der Außenseite durch Borsten rau, 3 Narben, weibliche Spelzen dunkelbraun, mit grünem Mittelstreif, der als Spitze austritt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blätter 2 - 6 mm breit, dunkelgrün


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock