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Arten der Artengruppe Agrostis alpina agg.

Rispe zur Blütezeit ausgebreitet, 
Ährchen lanzettlich, 3 - 4 mm lang, meist violett
Deckspelzen mit kurzen Grannenspitzen
Halmblätter meist flach, ca. 1 mm breit
> 1

 

Rispenäste zur Blütezeit dicht anliegend 
Ährchen schmal- lanzettlich, 5 mm lang, meist farblos
Deckspelzen mit langen Grannenspitzen
Halmblätter meist borstlich
> 2

 

 

1     Rispe zur Blütezeit ausgebreitet, Ährchen lanzettlich, 3 - 4 mm lang, meist violett


Alpen- Straußgras
(Agrostis alpina)

 

VII - IX, Subalpine, lückige Steinrasen
                Oberstdorf
                Pfronten

Synonyme:
Agrostis festucoides Vill.

Verbreitung in Deutschland:
Alpen zerstreut bis mäßig häufig 

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, 
former Czechoslovakia, Poland, Romania, Ukraine

 

 

Pflanzen 10 - 20 cm groß
Halm mit 1 - 2 Blättern

 

Rispe zur Blütezeit ausgebreitet,
an der Basis mit 2 - 3 Zweigen

 

Ährchen 3 - 4 mm lang, lanzettlich, einblütig, zumindest im unteren Teil violett, am Grund mit kurzen Haaren (0,5 mm lang)

Granne gekniet, am Grund der Deckspelze entspringend, länger als das Ährchen

Deckspelzen mit kurzen (0,1 - 0,3 mm langen) Grannenspitzen 

Blattspreiten der Halmblätter 1 mm breit, meist flach
Ligula der Halmblätter 2 - 4 mm lang

 

 

 

2     Rispenäste zur Blütezeit dicht anliegend, Ährchen schmal- lanzettlich, 5 mm lang, meist farblos


Schleichers Straußgras
(Agrostis schleicheri)

 

VII - IX, Hochalpine, lückige Steinrasen
                Oberstdorf
                Pfronten
                Berchtesgaden

Synonyme:
Pyrenäen- Straußgras
Agrostis alpina ssp. schleicheri (Jord. & Verlot) Nyman 

Verbreitung in Deutschland:
Alpen zerstreut 

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: 4 (potentiell gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, 
Morocco

Agrostis schleicheri kommt vor allem in der (Hoch) Montanstufe vor (tiefste Vorkommen Grünstein, BGL bei rund 700 m), d.h. noch innerhalb des Waldgürtels und erreicht nur in wenigen Fällen 2000 Meter. Die Höhenverbreitung unterscheidet sich damit zur Schwestersippe Agrostis alpina, die hauptsächlich Rasen bildend in der Subalpin- und Alpinstufe auftritt. Ein gleichzeitiges Vorkommen beider Sippen an einem Standort ist daher selten und wurde bei der Alpenbiotopkartierung nur einmal beobachtet (Hirschhörndlkopf, Kocheler Berge). Kalkfelsspalten und felsdurchsetzte Rasen aller Expositionen bilden die Wuchsorte von Agrostis schleicheri.

 

 

Pflanzen 20 - 40 cm groß
Halm mit 1 - 2 Blättern

Rispenäste zur Blütezeit dicht anliegend 
an der Basis mit 2 - 3 Zweigen

Ährchen schmal- lanzettlich, 5 mm lang, meist farblos, einblütig, am Grund mit kurzen Haaren (0,5 mm lang)

Granne gekniet, am Grund der Deckspelze entspringend, länger als das Ährchen

Deckspelzen mit langen (0,4 - 0,7 mm langen) Grannenspitzen 

Blattspreiten der Halmblätter 1 mm breit, Halmblätter meist borstlich, Ligula der Halmblätter 1 - 3 mm lang