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Knabenkräuter (Orchis) mit offenem Helm und +/- ungeteiltem Mittellappen der Lippe

Seitliche Sepalen nach vorne oder seitlich abstehend
Innenseite der Petalen und Sepalen olivgrün
> 1


Photo und copyright Marco Klüber

Seitliche Sepalen aufrecht abstehend
Innenseite der Petalen und Sepalen nicht olivgrün
> 2

  

 

1      Innenseite der Petalen olivgrün


Spitzels Knabenkraut
(Orchis spitzelii)


Photo und copyright Marco Klüber

V - VIII, Alpine Rasen, Krummholzgebüsche
                Salzburg

Synonyme:
Androrchis spitzelii (Saut. ex Koch) Tyteca & D. Klein; Barlia spitzelii (Saut. ex Koch) Szlach.; Orchis bungii L. Hautzinger; Orchis maireana G. Keller ex G. Keller & Soó; Orchis mrkvickiana Velen.; Orchis orientalis (Rchb. f.) K. Richter; Orchis patens f. orientalis (Rchb. f.) E. G. Camus; Orchis patens ssp. orientalis (Rchb. f.) Soó; Orchis patens ssp. orientalis (Rchb. f.) K. Richter; Orchis patens ssp. spitzelii (Sauter) A. Löve & Kjellqvist; Orchis patens ssp. viridifusca (Albov) Soó; Orchis patens var. asiatica Renz; Orchis patens var. atlantica Batt. & Trabut; Orchis spitzelii var. sendtneri Rchb. f.; Orchis viridifusca Albov; Orchis spitzelii ssp. gotlandica (Pettersson) A. & D. Löve

English name:
Spitzel's Orchid

Verbreitung in Deutschland:
Aktuell in Deutschland nicht vorkommend. Wächst allerdings im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Ein Auffinden auf deutscher Seite wäre denkbar. Historisch gab es ein sicheres Vorkommen in Baden-Württemberg (Nagolder Schlossberg), wo die Pflanzen durch "Liebhaber" wegbotanisiert wurde. 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 0 (Ausgestorben)
Sollte ein Fundort in Deutschland bestehen, hätte er höchste Schutzpriorität!

Weltweite Verbreitung:
Austria (nur 1 Fundort bei Salzburg), Switzerland
Spain, France (Hautes Alpes), Italy (Trentino), former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, Sweden (Gotland)

Ausgestorben:
+Germany

 

 

 

 

 

Pflanze 20 - 35 cm groß
nach der Schneeschmelze blühend


Photo und copyright Marco Klüber

Blütenstand zylindrisch, mit 6 - 25 Blüten


Photo und copyright Marco Klüber

Das mittlere Sepal und die Petalen bilden einen lockeren Helm, die seitlichen Sepalen stehen leicht davon ab
Helmaußenseite grün- braun, Helminnenseite olivgrün


Photo und copyright Marco Klüber

Lippe seicht dreilappig, sattelförmig umgebogen, 
trübrosa mit purpurroten Strichen


Photo und copyright Marco Klüber

Sporn dick kegelförmig, +/- abwärts gerichtet, bis 1 cm lang


Photo und copyright Marco Klüber

Stängel in der unteren Hälfte mit1 - 2 scheidenartigen Blättern und 3 - 5 rosettig angeordneten hellgrünen, glänzenden, ungefleckten Grundblättern, 
Grundblätter bis 10 cm lang, am Grund schmal, an der Spitze verbreitet und abgerundet


Photo und copyright Marco Klüber

 

 

2     Innenseite der Petalen nicht olivgrün

Schlund weiß
> 3

Schlund gelb
> 4

 

3      Schlund weiß


Stattliches Knabenkraut 
(Orchis mascula)

V - VI, Trockenrasen, Wälder, Wegränder, Wiesen
             Neresheim (08.06.2006)
             Breitenberg bei Pfronten (07.06.2007)
             Emausheim (10.05.2008)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Männliches Knabenkraut, Kuckucks- Knabenkraut
Androrchis mascula (L.) Tyteca & D. Klein; Orchis cochleata Fleischm. & M. Schulze; Orchis compressiflora Stokes; Orchis morio var. mascula L.; Orchis obtusa Schur; Orchis obtusiflora Schur; Orchis olivetorum Gren. ex Nym.; Orchis parreissii Presl; Orchis stabiana Ten.; Orchis verna Fleury; Orchis vernalis Salisb.; Orchis wanjkowii E. Wulff; 

English name:
Early Purple Orchid

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Mitte, Süden (nördlich Donau), Alpen und Alpenvorland; fehlt Niederbayern; nur selten S-Bayerischer Wald, Erzgebirge. Zerstreut O-Schleswig-Holstein, selten N-Mecklenburg-Vorpommern, Einzelfunde im Restgebiet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: 3 (gefährdet), Brandenburg: 0 (ausgestorben), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Sicily, 
Belgium, Netherlands, England, Ireland, Faroe Isl., Luxemburg, Denmark, former Czechoslovakia, Poland, Sweden, Norway, Canary Isl., Russia, Crimea, Ukraine, Moldavia, Estonia, Lithuania, Latvia, Belarus, N-asiatic Turkey

 

 

 

 

Pflanze 20 - 55 cm groß

Blütenstand lang zylindrisch

Blüten hell- bis purpurrot, Albinoformen sind relativ häufig

 

Blütenstand allseitswendig, , mit 10 - 30 Blüten

Lippe dreilappig, in der Mitte hell, mit dunklen Punkten

Lippe häufig auch umgeschlagen, 
dadurch schlank wirkend

Sepalen aufrecht abstehend

Sporn zylindrisch, stumpf, nach oben gerichtet
Deckblatt violett, undeutlich 1- nervig

Blätter rosettig, oft mit dunklen Flecken, breit lanzettlich
darüber einige scheidige Blätter am Stängel

 

 

4     Schlund gelb


Hausknechts Knabenkraut
(Orchis x hausknechtii)

V - VI, Wälder, Wegränder
             Emausheim (14.05.2013)

Bastard Orchis mascula x Orchis pallens

Synonyme:
Orchis x lorenziana

Verbreitung in Deutschland:
Nicht selten zusammen mit den Eltern

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 

 

 

 

 

Pflanze 20 - 55 cm groß
Blütenstand allseitswendig, , mit 10 - 30 Blüten

 

Blüten hellrot, mit gelbem Schlund
Lippe dreilappig, in der Mitte hell, mit dunklen Punkten

Sepalen aufrecht abstehend

Blätter rosettig, oft mit dunklen Flecken, breit lanzettlich
darüber einige scheidige Blätter am Stängel