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Große Weiden: Blätter eiförmig, unterseits +/- kahl

Blattunterseite grün
> 1

Blattunterseite mit meergrüner Wachsschicht
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Photo und copyright Michael Hassler

 

1      Blattunterseite grün


 Lorbeer- Weide 
(Salix pentandra)

V- VI,  Moore, Bachufer, Auengebüsche
             Botanischer Garten Tübingen
             Bissingen
             Augsburg

Synonyme:
Salix cuspidata Schultz; Salix fissa Dum.; Salix fragilis Host; Salix fragrans Salisb.; Salix friesii Kern.; Salix hermaphroditica L.; Salix laurifolia Wesmsel; Salix meyeriana Rostl.; Salix pokornyi Kem.; Salix polyandra Gleditsch; 

English name:
Laurel Willow

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Z-Niedersachsen, N-Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern; zerstreut Ostfriesland, Brandenburg, O-Sachsen; selten Z- und O-Nordrhein-Westfalen, Erzgebirge, Baar; sehr selten Oberschwaben und Bayern südlich Donau; Einzelfunde im Restgebiet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania,
England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland,  Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sweden, *Belgium, Siberia, C-Asia, Hebei, Heilongjiang, Jilin, Liaoning, Nei Mongol, Xinjiang, Mongolia, Turkey, *Alaska, *USA, *Canada

 

 

 

Bis 7 m hohe Sträucher
spätblühend , Blüte nach dem Blattaustrieb


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Zweige gelblich bis rötlich, lackartig glänzend, kahl, an der Basis biegsam


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Junge männliche Kätzchen nicht flaumhaarig
erst nach der Blattentfaltung blühend


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Tragblätter einfarbig gelb, an der Spitze völlig kahl

Fruchtknoten kurz gestielt, kahl


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blätter 5 - 10 cm lang, eilanzettlich, oberseits stark glänzend, sattgrün, kahl, Blattrand regelmäßig fein drüsig gesägt, Drüsen klebrig, Blattstiel 10 mm, kahl, mit 2 - 5 Drüsenpaaren

Blattunterseite bläulich- grün, heller, matt, kahl
Nebenblätter selten vorhanden

 

 

 

2      Blattunterseite durch Wachsschicht meergrün

Blätter mit deutlichen Nebenblättern
Spitze der Blattunterseite grün
> 3

Nebenblätter fehlend oder sehr klein
Blattunterseite vollständig meergrün
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Photo und copyright Michael Hassler

 

3      Blätter mit deutlichen Nebenblättern, Spitze der Blattunterseite grün


 Schwarzwerdende Weide
(Salix myrsinifolia)

IV- V,  Quellmoore, Auwälder, Gebirgsgebüsche
             Peterswörth, bei Fa. Kurz
             Hohenmemmingen, nasse Schlenke

Synonyme:
Schwarz- Weide
Salix nigricans

English name:
Dark-Leaved Willow

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Alpen, Bayern südlich Donau, Oberschwaben, Baar, Bodensee; zerstreut mittlere und südliche Oberrheinaue, Franken; Einzelfunde (meist synanthrop) Osten, zerstreut Berlin und Hamburg (synanthrop) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3- (gefährdet), Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: R (sehr selten), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: G (gefährdet, Status unklar), Niedersachsen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben) [Neophyt], Schleswig-Holstein: 4 (potentiell gefährdet), Thüringen: Neophyt 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, former Yugoslavia, 
England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Norway, Poland, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sweden, Siberia, *Canada

 

 

 

2 - 5 m hoher Strauch, seltener Baum

Junge Zweige meist schwarzbraun, kurz behaart, an der Basis kaum brüchig

Geschältes Holz mit kurzen Striemen

Kätzchen bis 5 cm lang, gestielt
kurz vor oder mit dem Blattaustrieb blühen

Staubfäden an der Basis behaart, Staubbeutel rot

Tragblätter zweifarbig, an der Spitze bärtig

Fruchtknoten gestielt, kahl
Griffel länger als die dicklichen Narben

Blätter bis 6 cm lang, eiförmig zugespitzt, Blattrand gekerbt gesägt, Oberseite dunkelgrün, glänzend, entlang des Mittelnervs behaart

Unterseite mit einer graugrünen Wachsschicht, aber mit grüner Spitze, auf den Nerven meist borstig behaart

Blätter beim Trocknen schwarz werdend (Name!)

Nebenblätter gut entwickelt

 

 

4     Nebenblätter fehlend oder sehr klein, Blattunterseite vollständig meergrün


Zweifarbige Weide
(Salix bicolor)


Photo und copyright Michael Hassler

VI- VII,  Moore, Bachufer, Auengebüsche
                 Brocken (nur noch weibliche  Exemplare)
                 Botanischer Garten Bayreuth

Synonyme:
Salix phylicifolia L.

English name:
Tea Leaved Willow

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten und fast erloschen Harz, 
Altfunde Thüringen, Nördlinger Ries 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 0 (ausgestorben), 
Niedersachsen: 0 (ausgestorben), 
Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland
France, Spain, former Yugoslavia, 
Poland, Romania, Ukraine, former Czechoslovakia, 

 

 

 

Bis 5 m hohe Sträucher
spätblühend , Blüte mit dem Blattaustrieb

 

Zweige gelblich bis grünlich, leicht flaumig

 

Männliche Kätzchen bis 4 cm lang, Staubbeutel rot,
Staubfäden spärlich flaumhaarig

 

Tragblätter 2-farbig, gebärtet

Fruchtknoten gestielt, dicht behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter ca. 4 cm lang, eilanzettlich, oberseits stark glänzend, dunkelgrün, kahl, ganzrandig oder mit seichten Buchten

 

Blattunterseite vollständig durch Wachsschicht meergrün, Blattnerven vorspringend, Nebenblätter selten vorhanden, maximal 1,5 mm lang


Photo und copyright Michael Hassler

 Nacktes Holz mit 2-3 mm langen Striemen