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Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)

Zur Familie gehören 12 Gattungen.

Nadeln an den Kurztrieben zu 10 - 40 büschelig gehäuft
> 1

   

Nadeln zu 2, 3 oder 5, in Büscheln an den Ästchen stehend
> 4

Nadeln einzeln, zweizeilig oder rund um das Ästchen stehend
> 5

                                                                         

1     Nadeln zu 10 - 40 büschelig gehäuft

Nadeln sommergrün
> 2

 Nadeln immergrün, +/- steif
> 3

                                                                                     

2       Nadeln sommergrün, weich


Gattung: 
Lärche (Larix)


hier: Europäische Lärche

 

 

Bis 40 m hohe Bäume

Nadeln weich, im Herbst leuchtend gelb und abfallend

Zapfen fallen als Ganzes ab

Rinde glatt, mit charakteristischem Furchenmuster

 

 

3      Nadeln immergrün, steif oder wenig weich


Gattung: 
Zeder (Cedrus)


hier: Atlas- Zeder

 

 

 

Bis 35 m hohe Bäume

Nadeln zu 10 - 40 büschelig gehäuft, immergrün

Männliche Zapfen kätzchenartig, aufrecht stehend


Photo und copyright Markus Welz

Zapfen tonnenförmig, aufrecht


Photo und copyright Markus Welz

Zapfen zerfallen am Baum, so dass nur die Zapfenspindel übrig bleibt

 

 

4       Blätter zu 2, 3, 4 oder 5 in Büscheln an den Ästchen stehend


Gattung: 
Kiefer (Pinus)


hier: Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris)

 

 

 

10 bis 35 m hoher Baum

Nadeln zu 2, 3 oder 5, am Grund von einer häutigen Scheide umgeben, die schon im 1. Jahr abfallen kann

Zapfen aufrecht oder hängend

 

 

5     Nadeln einzeln, zweizeilig oder rund um das Ästchen stehend

Nadeln mit scheibenförmiger Ansatzstelle ohne herablaufendes Stielchen, Zapfen aufrecht
> 6

Nadeln ohne scheibenförmige Ansatzstelle mit herablaufendem Stielchen, Zapfen hängend
> 7

 

6      Nadeln mit scheibenförmiger Ansatzstelle, Zapfen hängend


Gattung: 
Tanne (Abies)


hier: Weißtanne (Abies alba)

 

 

 

20 - 50 m hohe Bäume

Alle Tannen sind einhäusig getrenntgeschlechtig d.h. es kommen männliche und weibliche Zapfen auf einer Pflanze, meist aber auf verschiedenen Zweigen vor. Männliche Zapfen befinden sich auf der Zweigunterseite der vorjährigen Triebe, meist im mittleren und unteren Kronenbereich

Weibliche Zapfen auf der Oberseite von kräftigen vorjährigen Trieben. Die Zapfen finden sich nur in den obersten Zweigen am Wipfel und sind deswegen für eine genaue Untersuchung meist außer Reichweite, da die Mannbarkeit oft erst nach 60 Jahren auftritt und die Bäume in diesem Alter schon sehr hoch sind. 


hier: Korea- Tanne

Zapfen zerfallen auf dem Baum
Die Achse (Spindel) des Zapfens verbleibt am Baum, während die Schuppen einzeln abfallen. Folglich können auch keine herabgefallenen Tannenzapfen gesammelt werden!

Nadeln flach, mit scheibenförmigem Fuß direkt auf den Ästchen sitzend
(Unterschied zu den Fichten!)

Beim Abbrechen der Nadeln bleibt kein rauer Höcker

 

 

7     Nadeln ohne scheibenförmige Ansatzstelle, Zapfen hängend

Zapfen eiförmig, klein (1,5 - 2,5 cm lang)
> 8

Zapfen länglich, groß (5 - 10 cm lang)
> 9

                                        

8     Zapfen eiförmig, klein (1,5 - 2,5 cm lang)


Gattung: 
Hemlocktanne (Tsuga)


hier: Kanadische Hemlocktanne

 

 

 

Männliche Blüten im April

Zapfen hängend, nur 1,5 - 2,5 cm groß
Deckschuppen im Zapfen eingeschlossen

Nadeln 0,6 - 2,5 cm lang, weich

Stielchen der Nadeln am Zweig anliegend

 

 

9      Zapfen länglich, groß (3 - 10 cm lang)

Deckschuppen schauen aus dem Zapfen
> 10

Deckschuppen im Zapfen eingeschlossen
> 11

                                   

10     Deckschuppen schauen aus dem Zapfen


Gattung: 
Douglasie (Pseudotsuga)

IV- V, Forst-, Park- und Gartenbaum
            Botanischer Garten Ulm
            Günzburg, Birket
            Günzburg, Friedhofsviertel

Stammt ursprünglich aus den Wäldern Kaliforniens. Wichtigstes ausländisches Forstgehölz. 
Wird bis zu 600 Jahre alt

 

Bis zu 130 m hohe Bäume
Der höchste Baum Deutschlands (63,33 m) steht im Freiburger Stadtwald und ist eine Douglasie!

Knospen spitz zulaufend 

Männliche Blüte im April


Photo und copyright Markus Welz

Weibliche Blüte im April


Photo und copyright Markus Welz

Zapfen 5 - 10 cm lang, 
als Ganzes vom Baum abfallend

Deckschuppen aus dem Zapfen herausschauend, 
2-spaltig, mit grannig verlängerter Mittelrippe

Nadeln 2,5 - 3,5 cm lang, schmal

Nadeln an der Basis in ein Stielchen verschmälert, welches im spitzen Winkel vom Zweig absteht

 

 

11      Deckschuppen im Zapfen eingeschlossen


Gattung: 
Fichte (Picea)


hier: Picea abies

 

 

 

Bis 50 m hohe Bäume

Nadeln mit rindenfarbigem Stielchen, ohne scheibenförmiger Ansatzstelle

Beim Abbrechen der Nadeln bleibt ein Höcker, Ästchen fühlt sich rau an

Zapfen hängend, als Ganzes vom Baum abfallend

Deckschuppen im Zapfen eingeschlossen