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Gattung: Kreuzdorn (Rhamnus)

Zur Gattung gehören ca. 115 Arten.

5 - 20 cm großer, liegender Zwergstrauch
Äste nicht dornig
> 1

Pflanze höher, Äste aufrecht
Zweigspitzen meist dornig
 > 2

                                          

 1     5 - 20 cm großer, liegender Zwergstrauch


Zwerg- Kreuzdorn
(Rhamnus pumila) 

VI - VII, Alpine sonnige Felsspalten
                Ruine Falkenstein

Synonyme:
Oreoherzogia pumila (Turra) W. Vent 

English name:
Dwarf Buckthorn

Nome italiano: 
Ranno spaccasassi

Verbreitung in Deutschland:
Alpen mäßig häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Morocco

 

 

 

 

 

 

 

Knorriger 5 - 20 cm großer Zwergstrauch, 
dem Fels angeschmiegt (ähnlich wie Spalierweiden!)

Äste ohne Dornen

Blüten grün, 4-zählig, zwittrig oder einhäusig

Steinfrucht reif schwarz

 

Blätter wechselständig, 1 - 3 cm lang, fein gesägt

Blätter unterseits etwas behaart

 

 

2     Pflanze höher, Äste aufrecht

Blätter lanzettlich,  1 - 3 cm lang, kurz gestielt
> 3

Blätter eiförmig, 4 - 10 cm lang, lang gestielt
> 4

 

3     Blätter lanzettlich,  1 - 3 cm lang


Felsen- Kreuzdorn
(Rhamnus saxatilis)

V - VI, Gebüsche, Wälder
             Garchinger Heide (14.08.2010)
             Königsbrunner Heide
             Augsburg, Schießplatzheide

Synonyme:
Rhamnus infectoria L. 

English name:
Rock Buckthorn

Verbreitung in Deutschland:
Hegau, Regensburg bis Ingolstadt, entlang von Lech und Isar, Alpen zerstreut, selten östliche Schwäbische Alb / Hegau 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece
Czech Republic / Slovakia, Hungary, Bulgaria, Romania, 

 

 

 

 

 

0,2 - 1 m hoch, sparrig verzweigt

Äste mit Sprossdornen

Blüten grün, 4-zählig

Steinfrucht zuerst grün, dann rot, reif schwarz

Blätter 1 - 3 cm lang, lanzettlich, oft gefaltet
Blattstiel nur 2 - 4 mm lang, in etwa so lang wie die (hinfälligen) Nebenblätter

Blätter mit drüsig gesägtem Blattrand

Blattunterseite kahl

 

 

4     Blätter eiförmig, 4 - 10 cm lang

Blätter mit 3 - 5 Paar Seitennerven

> 5

Blätter mit 8 - 18 Paar Seitennerven
Kein Vorkommen in Deutschland
> 6

 

5     Blätter mit 3 - 5 Paar Seitennerven


Purgier- Kreuzdorn
(Rhamnus cathartica)

V - VI, Gebüsche, Wälder, Zierpflanze
             Günzburg, Mittlere Riedsiedlung
             Grettstadt, Riedwiese

             Botanischer Garten Ulm

Synonyme:
Gewöhnlicher Kreuzdorn
Rhamnus catharticus

English name:
Common Buckthorn

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber Westen und Nordwesten nur zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, Bulgaria, England, Czech Republic / Slovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, N-European Russia, Baltic States, C-European Russia, W-European Russia, Belarus, Ukraine, E-European Russia, Caucasus, Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, China (N-Xinjiang), Crimea, Algeria, Morocco, New Guinea (alpine), Argentina (I), Turkey (E-Anatolia, Inner Anatolia, N-Anatolia, NE-Anatolia, SSW-Anatolia), Iran (N-Iran: Mts., NW-Iran: Iranian Aserbaijan), Lebanon (C-Lebanon), Syria (W-Syrian Mountains), USA

 

 

 

 

 

1 - 3 m hoher Baum 

Äste mit Sprossdornen

Einige Ästchen kreuzförmig

Blüten grün, 4-zählig, zweihäusig, Kronblätter grünlich, 
je ein Staubblatt umschließend, kürzer als der Kelch, früh abfallend


hier: männliche Blüten


hier: weibliche Blüten

Steinfrucht zuerst grün, dann rot, reif schwarz, giftig
Wurden früher als Abführmittel verwendet (Name: purgierend = abführend)

Steinfrüchte enthalten 3 - 4 harte Steinkernen

Blätter gegenständig, 4 - 6 cm lang, eiförmig, mit gesägtem Blattrand

Blattstiel 1 - 3 cm lang, mindestens 2mal so lang wie die (hinfälligen) Nebenblätter

Blattunterseite behaart, später verkahlend

Borke bei jungen Bäumchen +/- glatt

 

 

6     Blätter mit 8 - 18 Paar Seitennerven

Blätter mit 9 - 12 Seitennervenpaaren
> 7

 

Blätter mit 14 - 18 Seitennervenpaaren
> 8

 

7     Blätter mit 9 - 12 Seitennervenpaaren


Alpen- Kreuzdorn
(Rhamnus alpina)


Photo und copyright Franck Le Driant

V - VI, Felsschutthalden, Wälder, Zierpflanze
             

Synonyme:
Rhamnus alpina ssp alpina
Alaternus alpinus (L.) Moench, 1794; Atadinus alpinus (L.) Rafin., 1838; Frangula latifolia Mill., 1768; Oreoherzogia alpina (L.) W. Vent, 1962; Rhamnus alpina f. brevifolia (Lange) Rivas Mart. & J.M.Pizarro, 2011; Rhamnus alpina var. brevifolia Lange, 1893; Rhamnus alpina var. colchica Kusnez.; Rhamnus alpinus var. kabylicus Maire; Rhamnus colchica (Kusnez.) Medvyedev, 1915; Rhamnus colchica (Kusnez.) Sommier & Levier, 1900; Rhamnus imeretia Hort. ex Dippel, 1892; Rhamnus inermis Gilib., 1782; Rhamnus kabylica (Maire) Grubov, 1949; Rhamnus montana Rosten., 1880

English name:
Alpine Buckthorn

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Ziergehölz

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Sardinia, Italy, 
Algeria, Morocco

 

 

 

 

 

 

 

1 - 3 m hoher Baum 

 

Blüten in blattachselständigen Büscheln


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten grün, 4 - 5-zählig, zwittrig, mit 5 kleinen weißlichen Kronblättern, die hinter den Staubblättern stehen


Photo und copyright Franck Le Driant

Steinfrucht kugelig, schwarz


Photo und copyright Franck Le Driant

Äste dornenlos, Blätter wechselständig, 5 - 10 cm lang, eiförmig, mit 9 - 12 Paar Seitennerven, Basis schwach herzförmig, Blattstiel 0,5 - 1,5 cm lang


Photo und copyright Franck Le Driant

 

 

8     Blätter mit 14 - 18 Seitennervenpaaren


Krainer Kreuzdorn
(Rhamnus fallax)

V - VI, Felsschutthalden, Wälder, Zierpflanze
             Botanischer Garten Würzburg

Synonyme:
Rhamnus alpina ssp fallax
Rhamnus carniolica

English name:
Carniolan Buckthorn

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, Turkey (E-Anatolia), Lebanon (C-Lebanon)

 

 

 

 

 

 

1 - 3 m hoher Baum 

Äste dornenlos

Blüten in blattachselständigen Büscheln

Blüten grün, 4 - 5-zählig, zwittrig, mit 5 kleinen weißlichen Kronblättern, die hinter den Staubblättern stehen

Steinfrucht kugelig, schwarz

 

Blätter wechselständig, 7 - 12 cm lang, eiförmig,  mit 14 - 18 Paar Seitennerven, Basis schwach herzförmig, Blattstiel 0,6 - 1,5 cm lang

Blätter unterseits zumindest auf den Nerven behaart