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Gattung Pappel (Populus)

Zur Gattung gehören 22 - 89 Arten.

  Blätter der Langtriebe gelappt
 > 1 

Blätter schwach gesägt bis fast ganzrandig
 > 6

             

1     Blätter gelappt

Blätter +/- eiförmig
> 2

Blätter fast rund
> 5

 

2    Blätter +/- eiförmig

Deckblätter der Blüten mit kurzen Zähnen, Narben gelbgrün
Junge Triebe silbrig behaart
Blattunterseite schneeweiß filzig
> 3

 Deckblätter der Blüten zerschlitzt, Narben rot
Junge Triebe grauhaarig
Blattunterseite +/- kahl
> 4

                                                                                                                          

3       Blattunterseite schneeweiß filzig


Silber- Pappel
(Populus alba)

III - IV, Auwälder, Steinige Ruderalflächen,
             Reisensburg, Lutzenberger See
             Reisensburg, Hintere Brenne

Synonyme:
Weiß- Pappel
Populus nivea

English name:
White poplar

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber i.d.R. nur zerstreut bis sehr zerstreut; nur Einzelfunde Schleswig-Holstein 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Brandenburg: Neophyt, Hamburg: Neophyt, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: Neophyt, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: Neophyt, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *Spain, *France, *Corsica, Italy, Sardinia, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, European Russia, *Belgium, *England,  *Denmark, *Netherlands, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, *Japan, *Southern Australia, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Tasm, Algeria, *Transvaal, *trop. Africa, Xinjiang, *China, Turkey, E-Aegaean Isl., European Turkey, Iran, *Azores, *Madeira, *Canary Isl., *USA, *Canada

 

 

 

15 - 30 m hoher Baum

Jungpflanzen besiedeln häufig offene, kiesige Stellen 
(Ufer von Kiesweihern, Waldlichtungen)

Kätzchen öffnen sich vor der Blattentfaltung
Männliche Blüten mit 5 - 30 rötlichen Staubblättern


Photo und copyright Günther Blaich

Blühende Kätzchen hängend


Photo und copyright Günther Blaich

Weibliche Kätzchen mit noch geschlossenen Kapseln, Fruchtknoten lang ei- kegelförmig, +/- kahl, mit 2 gelbgrünen Narben


Photo und copyright Günther Blaich

Deckblätter der Blüten mit wenigen kurzen Zähnen

 

Knospen mit mehreren dachziegelig angeordneten Schuppen


Photo und copyright Günther Blaich

Knospen weißfilzig

Junge Triebe silbrig behaart,

Blätter jung beiderseits dicht weißfilzig, 

später auf der Oberseite verkahlend und glänzend dunkelgrün

Blätter tief unregelmäßig 3 - 5- teilig, unterseits bleibend weißfilzig bis wollig

Blattspreite am Stielansatz ohne Drüsen

Borke silbergrau, glatt älter rautenförmig aufreißend

 

 

4       Blattunterseite +/- kahl


Grau- Pappel
(Populus x canescens)

III - IV, Auwälder, Steinige Ruderalflächen,
              meist gepflanzt
              Augsburg, Firnhaberau

Bastard Populus alba x Populus tremula

Synonyme:
Populus alba var. canescens W. Aiton, 
Populus x hybrida M. Bieb. 

English name:
Grey Poplar

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Niederrhein, Kölner Bucht; zerstreut Oberrheinebene; sonst sehr zerstreut bis selten; Osten nur Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: evtl. zu erwarten [Neophyt], Niedersachsen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
*Portugal, *Spain, France, Italy, *Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, Ireland, Netherlands, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, *Denmark, *Sweden, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, *China, *Victoria, Turkey, European Turkey, *South Africa, *USA, *Canada

 

 

 

15 - 30 m hoher Baum
Jungpflanzen besiedeln häufig offene, kiesige Stellen (Ufer von Kiesweihern, Waldlichtungen)

Männliche Kätzchen öffnen sich vor der Blattentfaltung

Fruchtknoten lang ei- kegelförmig, +/- kahl,
mit 2 roten Narben

Deckblätter der Blüten zerschlitzt

Fruchtende Kätzchen: die Kapseln sind aufgesprungen und entlassen die mit einem Büschel Flughaaren versehenen Samen

Knospen dünn graufilzig

Junge Triebe grau behaart

Blätter der Langtriebe eiförmig,
oberseits grün, lang gestielt

 Junge Blätter unterseits behaart, später kahl

Borke grau, glatt 

Ältere Borke rautenförmig oder längs aufreißend

 

 

5       Blätter fast rund, unterseits nicht filzig


Zitter- Pappel
(Populus tremula)

III - IV, Wälder, Ruderalflächen
              verbreitet z.B. 
              Dillingen
              Jettingen
              Peterswörth

Anderer Name:
Espe

Synonyme:
Populus pseudotremula N. Rubtz.; Populus australis Tenore; Populus cilicica Kotschy ex Wesmael; Populus monticola Mert. ex Loud.; Populus oxyodonta Mert. ex Loud.; Populus pendula Lodd. ex Loud.; Populus pseudotremula Schur; Populus repanda Baumg.; Populus stricta Mert. ex Loud.; Populus supina Lodd. ex G. Don; Populus villosa Lang ex Reichb.; Tremula vulgaris Opiz; 

English name:
Aspen

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Crimea, Sardinia, Sweden, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Algeria, Xinjiang, Kazakstan, Mongolia, Turkey, Turkey, European Turkey, Lebanon, *Nepal, *USA

Wissenswertes:
- Durch Anlage geeigneter Sekundärstandorte (Kiesgruben, Ruderalstellen, Bahnhofsgelände) wird die Zitter- Pappel durch den Menschen gefördert

- Die Blätter schwanken schon bei sehr geringem Wind charakteristisch hin- und her. Daher stammt der Name Zitterpappel oder auch die Redewendung „wie Espenlaub zittern“

 

 

10 - 25 m hoher Baum

Männliche Kätzchen hängend, 
öffnen sich vor der Blattentfaltung

Meist 4 - 10 Staubblätter, die von einem Diskus umgeben sind, im Hintergrund das gezähnte Deckblatt mit zahlreichen langen Haaren

Männliche Kätzchen fallen nach dem Abblühen ziemlich schnell vom Baum ab

Weiblich Kätzchen hängend, den männlichen äußerelich sehr ähnlich, öffnen sich vor der Blattentfaltung

Der Fruchtknoten  ist zu ca 2/3 vom Diskus umgeben, im Hintergrund das gezähnte Deckblatt mit zahlreichen langen Haaren

Fruchtknoten lang ei- kegelförmig, +/- kahl,
mit 2 roten Narben

Fruchtende Kätzchen: die Kapseln sind aufgesprungen und entlassen die mit einem Büschel Flughaaren versehenen Samen

Knospen kahl, schwach klebrig
Junge Triebe schwach behaart oder kahl

Blätter rundlich, gelappt, 3- 8 cm im Durchmesser, sehr lang gestielt, Stiel seitlich abgeflacht.
Wegen der langen Stiele werden die Blätter schon durch geringe Luftbewegungen in Unruhe versetzt - sie "zittern wie Espenlaub"

Blattunterseite kahl

Borke grau, glatt älter rautenförmig oder längs schwarz aufreißend

 

 

6      Blätter schwach gesägt

Blätter unterseits weißlich
> Blätter unterseits weißlich

  

Blätter unterseits grün, am Rand heller
> Blätter unterseits grün (Schwarzpappeln)