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Gattung Pappel (Populus)

                  Blätter der Langtriebe gelappt                                           Blätter schwach gesägt
                                      > 1                                                                                         > 2

                                   

 

1     Blätter gelappt

Blätter +/- eiförmig
> 1.1.

Blätter fast rund
> 1.1.  

 

1.1.     Blätter +/- eiförmig

                           Narben gelbgrün,                                                                        Narben rot
               Deckblätter mit kurzen Zähnen                                                   Deckblätter zerschlitzt
                   Junge Triebe silbrig behaart                                                  Junge Triebe grauhaarig
              Blattunterseite schneeweiß filzig                                                 Blattunterseite +/- kahl
                                       > 1.1.1.                                                                                  > 1.1.2.

                                             

 

1.1.1.     Blattunterseite schneeweiß filzig


Silber- Pappel
(Populus alba)

III - IV, Auwälder, Steinige Ruderalflächen,
             Reisensburg, Lutzenberger See
             Reisensburg, Hintere Brenne

 

 

 

15 - 30 m hoher Baum
Jungpflanzen besiedeln häufig offene, kiesige Stellen (Ufer von Kiesweihern, Waldlichtungen)

 

Kätzchen öffnen sich vor der Blattentfaltung
Männliche Blüten mit 5 - 30 rötlichen Staubblättern


Photo und copyright Günther Blaich

Blühende Kätzchen hängend


Photo und copyright Günther Blaich

Weibliche Kätzchen mit noch geschlossenen Kapseln, Fruchtknoten lang ei- kegelförmig, +/- kahl, mit 2 gelbgrünen Narben


Photo und copyright Günther Blaich

Fruchtende Kätzchen: die Kapseln sind aufgesprungen und entlassen die mit einem Büschel Flughaaren versehenen Samen

 

Deckblätter der Blüten mit wenigen kurzen Zähnen

 

Knospen mit mehreren dachziegelig angeordneten Schuppen


Photo und copyright Günther Blaich

Knospen weißfilzig

Junge Triebe silbrig behaart,
Blätter jung beiderseits dicht weißfilzig, später auf der Oberseite verkahlend und glänzend dunkelgrün

Blätter tief unregelmäßig 3 - 5- teilig, unterseits bleibend weißfilzig bis wollig

Blattspreite am Stielansatz ohne Drüsen

Borke silbergrau, glatt älter rautenförmig aufreißend

 

 

1.1.2.     Blattunterseite +/- kahl


Grau- Pappel
(Populus x canescens)

III - IV, Auwälder, Steinige Ruderalflächen,
              meist gepflanzt
              Augsburg, Firnhaberau

Bastard P. alba x P. tremula

 

 

15 - 30 m hoher Baum
Jungpflanzen besiedeln häufig offene, kiesige Stellen (Ufer von Kiesweihern, Waldlichtungen)

Männliche Kätzchen öffnen sich vor der Blattentfaltung

Fruchtknoten lang ei- kegelförmig, +/- kahl,
mit 2 roten Narben

Deckblätter der Blüten zerschlitzt

Fruchtende Kätzchen: die Kapseln sind aufgesprungen und entlassen die mit einem Büschel Flughaaren versehenen Samen

Knospen dünn graufilzig

Junge Triebe grau behaart

Blätter der Langtriebe eiförmig,
oberseits grün, lang gestielt

 Junge Blätter unterseits behaart, später kahl

Borke grau, glatt älter rautenförmig oder längs schwarz aufreißend

 

 

1.2.      Blätter fast rund, unterseits nicht filzig


Zitter- Pappel
(Populus tremula)

III - IV, Wälder, Ruderalflächen
              verbreitet z.B. 
              Dillingen
              Jettingen
              Peterswörth

Anderer Name:
Espe

Wissenswertes:
- Durch Anlage geeigneter Sekundärstandorte (Kiesgruben, Ruderalstellen, Bahnhofsgelände) wird die Zitter- Pappel durch den Menschen gefördert

- Die Blätter schwanken schon bei sehr geringem Wind charakteristisch hin- und her. Daher stammt der Name Zitterpappel oder auch die Redewendung „wie Espenlaub zittern“

 

 

10 - 25 m hoher Baum

Männliche Kätzchen hängend, 
öffnen sich vor der Blattentfaltung

Meist 4 - 10 Staubblätter, die von einem Diskus umgeben sind, im Hintergrund das gezähnte Deckblatt mit zahlreichen langen Haaren

Männliche Kätzchen fallen nach dem Abblühen ziemlich schnell vom Baum ab

Weiblich Kätzchen hängend, den männlichen äußerelich sehr ähnlich, öffnen sich vor der Blattentfaltung

Der Fruchtknoten  ist zu ca 2/3 vom Diskus umgeben, im Hintergrund das gezähnte Deckblatt mit zahlreichen langen Haaren

Fruchtknoten lang ei- kegelförmig, +/- kahl,
mit 2 roten Narben

Fruchtende Kätzchen: die Kapseln sind aufgesprungen und entlassen die mit einem Büschel Flughaaren versehenen Samen

Knospen kahl, schwach klebrig
Junge Triebe schwach behaart oder kahl

Blätter rundlich, gelappt, 3- 8 cm im Durchmesser, sehr lang gestielt, Stiel seitlich abgeflacht.
Wegen der langen Stiele werden die Blätter schon durch geringe Luftbewegungen in Unruhe versetzt - sie "zittern wie Espenlaub"

Blattunterseite kahl

Borke grau, glatt älter rautenförmig oder längs schwarz aufreißend

 

 

2     Blätter schwach gesägt

                        Blätter länglich eiförmig                                            Blätter dreieckig oder rautenförmig
                                      > 3                                                                                                > 4

                                                  

 

3     Blätter länglich eiförmig


Berliner Pappel
(Populus x berolinensis)

III - IV, Park- und Forstbaum, Ruderalflächen
              Günzburg, Sekundärbrenne

Bastard aus P. laurifolia und P. nigra 'Italica'

 

 

10 - 25 m hoher, männlicher Baum

 

Männliche Kätzchen 4 - 7 cm lang, kahl
etwa 15 Staubblätter pro Blüten

 

Knospen grünlich, schwach klebrig

Junge Triebe etwas kantig, behaart

 

Blätter eiförmig, 7 - 10 cm lang, lang zugespitzt, Blattgrund keilförmig, Rand kerbig gesägt,
oberseits dunkelgrün, kahl

Blattunterseite blassgrün bis weißlich, kahl

Blattstiel rund, zerstreut behaart

 

 

 

4     Blätter dreieckig oder rautenförmig

                          Blätter rautenförmig                                                                  Blätter dreieckig
                   Blattspreite am Rand +/- kahl                                       Blattspreite am Rand dicht gewimpert
                                     > 5                                                                                                 > 6

                                                       

 

5    Blattspreite am Rand +/- kahl 


Schwarz- Pappel
(Populus nigra)

III - IV, Flussufer, Auwald
              Günzburg, Vordere Brenne

Unterarten und Variationen

Gefährdungsgrad in Bayern und Deutschland: 3
Gefährdet
Gefährdungsgrad in Baden- Württemberg: 2
Stark gefährdet

Echte Schwarzpappeln werden nie von Misteln befallen!

 

 

10 - 30 m hoher Baum
Stamm knorrig, oft krumm gewachsen

Knospen glänzend gelbbraun, klebrig, kahl

Männliche Kätzchen 4 - 7 cm lang, kahl
etwa 15 Staubblätter pro Blüten

Narben sitzend, Tragblätter gelappt

Fruchtkätzchen 10 - 15 cm lang
Früchte öffnen 2- klappig

Blätter meist rautenförmig (4-eckig) 

Blätter 5 - 12 cm lang, rautenförmig, beiderseits kahl

Blattspreite fein kerbig gesägt, am Rand kahl

Blattstiel max. 6 cm lang, dünn, seitlich zusammengedrückt

Borke dunkelgrau, mit bizarren, netzartigen Strukturen 

Stamm oft mit knolligen Wucherungen (Maserknollen)

Das Holz der Schwarzpappel ist sehr leicht und weich, im Splint hell und im Kern bräunlich gefärbt

 

 

6      Blattspreite am Rand dicht gewimpert

                               Blattstiel behaart                                                                       Blattstiel kahl
                                          > 7                                                                                               > 8

              

 

7      Blattstiel behaart


Nordamerikanische Schwarz- Pappel
(Populus deltoides)

III - IV, Forstbaum, Parkbaum
              Dillingen
              Stubenweiher

 

 

 

10 - 30 m hoher Baum
Stamm gerade

Männliche Kätzchen 7 - 10 cm lang, kahl
40 - 60 Staubblätter pro Blüten

Narben gestielt, Tragblätter zerschlitzt

Knospen braun, klebrig, lang und scharf zugespitzt

Blätter 10 - 18 cm lang, dreieckig

Blattspreite fein kerbig gesägt, 
am Rand dicht gewimpert

Blattstiel länger als 6 cm, behaart

Borke dunkelgrau, längsrissig
ohne bizarre Strukturen

 

 

8      Blattstiel kahl


Kanadische Pappel
(Populus x canadensis)

III - IV, Forstbaum, Ruderalstellen
              Donau, gegenüber Kläranlage

Hybrid P. nigra x P. deltoides

Andere Namen:
P. x euamericana
Bastard Schwarz- Pappel

Diese Pflanze, die in 14 verschiedenen Sorten verkauft wird, verdrängt die autochthone (= einheimische) Schwarz- Pappel, weil die Massenleistung erheblich größer und die Qualität des Stammholzes durch den geraden Wuchs günstiger ist

Pappelbastarde können von Misteln befallen werden!

 

10 - 30 m hoher Baum
Stamm gerade

Männliche Kätzchen 7 - 10 cm lang, kahl
15 - 30 Staubblätter pro Blüten

Narben sitzend, Tragblätter zerschlitzt

Früchte 2 - 4- klappig aufbrechend

Knospen braun, klebrig, lang und scharf zugespitzt

Blätter 5 - 12 cm lang, dreieckig

Blattspreite fein kerbig gesägt, am Rand zumindest anfangs dicht gewimpert, später kahl

Blattstiel länger als 6 cm, kahl

Borke dunkelgrau, längsrissig
ohne bizarre Strukturen