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Hesperis - Blüten violett, Stängelblätter mit 12 - 50 Paar kleinen Zähnchen

Verbreitung: Balkan, Griechenland
Schoten drüsig behaart, 
Blätter sternhaarig
1

Schoten kahl
Blätter mit Drüsenhaaren, Sternhaaren oder einfachen Haaren
2

 

1      Schoten drüsig behaart


Hesperis theophrasti Borbás
(Theophrasts Nachtviole)


Photo und copyright 

IV- VI, Felsen (400 - 1000 m)
              

Zu den Unterarten

Synonyme:
Hesperis macedonica Adamović, Hesperis verroiana F. Dvořák

English name:
Theophrast's Dame's Rocket

Weltweite Verbreitung:
Macedonia, Albania, 
Greece (Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, W-Aegean Isl.), 
Bulgaria, European Turkey

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- Dame's: aus Damascus; Rocket: abgeleitet von Eruca
- theophrasti: benannt nach Theophrast (371–287 v. Chr.), Philosoph und Begründer der modernen Botanik

 

 

 

Pflanze 30 - 75 cm hoch
aufrecht, 


Blütenstand unverzweigt oder verzweigt
Blütenstiele zur Blütezeit je nach Unterart kürzer oder länger als der Kelch

 

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter violett, Platte 8 - 15 mm lang, Nagel 9 - 12 mm lang

 

Kelchblätter 7 - 12 mm lang, nicht verwachsen, drüsig behaart, 
an der Spitze bebärtet, +/- ausgesackt

 

Stängel mit Sternhaaren, einfachen Haaren und Drüsenhaaren
Schoten 35 - 110 mm lang, 2 - 3 mm breit, abstehend, drüsig behaart

 

Stängelblätter eilanzettlich, gezähnt am Grund stumpf oder herzförmig, 
sitzend oder halbstängelumfassend, mit 2 - 4- teiligen Sternhaaren, ohne Drüsenhaare

 

Untere Blätter 50 - 150 mm lang, 10 - 35  mm, eilanzettlich, gezähnt, vorne spitz
am Grund

 

 

 

2       Schoten kahl

Verbreitung im Gebiet: Österreich, Balkan, N-Griechenland
Obere Stängelblätter +/- stängelumfassend
Stängel mit langen Borsten- und Drüsenhaaren
3


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Weit verbreitete Art
Stängelblätter +/- kurz gestielt, nicht stängelumfassend
Stängel kurzhaarig, ohne lange Drüsenhaare
4

 

3      Obere Stängelblätter +/- stängelumfassend


Hesperis sylvestris Crantz
(Wilde Nachtviole)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

V- VII, Wälder, Waldlichtungen (0 - 1300 m)
              
Puch, Niederösterreich, ca. 350 m ü.M. (Stefan Lefnaer 18.05.2019)

Synonyme:
Hesperis matronalis subsp. sylvestris (Crantz) Thell.

English name:
Wild Dame's Rocket

Weltweite Verbreitung:
Austria (Burgenland, Wien, Niederösterreich), 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania,
Greece (N- Central, N- East), 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Ukraine, Russia

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- Dame's: aus Damascus; Rocket: abgeleitet von Eruca
- sylvestris: Wald

 

 

 

Pflanze 40 - 80 cm hoch
aufrecht


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blütenstand traubig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter hellviolett 20 - 30 mm lang, 


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kelchblätter drüsig behaart, +/- ausgesackt
Blütenstiele 2 - 8 mm lang, deutlich länger als der Kelch


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten 70 - 130 mm lang, 2 - 3 mm breit, abstehend, kahl


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen einreihig angeordnet, rechteckig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel mit langen Drüsenhaaren


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Obere Stängelblätter +/- dreieckig, spitz, buchtig gezähnt, +/- stängelumfassend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Untere Blätter bis 200 mm lang, 40 mm breit eiförmig, gezähnt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

 

4       Stängelblätter +/- kurz gestielt, nicht stängelumfassend


Hesperis matronalis L.
(Gewöhnliche Nachtviole)

V- VII, Wälder, Gebüsche, Ruderalstellen (0 - 1300 m)
              Hürben, Charlottenhöhle, ca. 450 m ü.M. (28.05.2014)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Antoniana sylvestris Bubani

English name:
Common Dame's Rocket

Nom francais:
Julienne des dames

Nome italiano: 
Violaciocca antoniana

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: R (sehr selten), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Spain, France (widespread), Italy (widespread), Sicily, 
Slovenia
,
Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia, Kosovo, Macedonia, Albania, 
Greece (N- Pindos, N- East) 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Turkey, Ukraine, Crimea, Russia

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria, *Switzerland,
*England, *Belgium, *Denmark, *Netherlands, *Norway, *Sweden, *Finland,*Iceland, 
*China, *Pakistan, *Chile, *Argentina, *Canada, *USA

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- Dame's: aus Damascus; Rocket: abgeleitet von Eruca
- matronalis: abgeleitet von matrona = Frau (die Pflanze wurde von Frauen oft als Zierpflanze in Bauern- oder Klostergärten kultiviert)

Die Pflanze ist oft auch in Saatmischungen enthalten und verwildert leicht

Sind noch keine Früchte vorhanden könnte man die Art mit den beiden Arten der Gattung Silberblatt (Lunaria) verwechseln. Diese beiden Arten haben jedoch +/- herzförmige und wesentlich stärker gesägte Blätter

 

 

 

Pflanze aufrecht, 1 m hoch

Blütenstand verzweigt, aus mehreren vielblütigen Trauben

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 18 - 25 mm lang, Blüten wohlriechend

Kronblätter lang genagelt
Kelchblätter nicht verwachsen, kahl oder behaart, +/- ausgesackt


Photo und copyright Andrea Moro

Schoten 4 - 10 cm lang, 2 mm breit, kahl

Stängel im oberen Teil kurzhaarig, nicht drüsig
Stängelblätter kurz gestielt, am Rand gezähnt, vorne spitz

Stängel im unteren Teil +/- borstig

Untere Blätter bis 160 mm lang, 30 mm breit eiförmig, gezähnt

Untere Stängelblätter je nach Unterart mit einfachen Haaren oder Sternhaaren