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Schachtelhalme mit spitzer Ähre und weiter Zentralhöhle

Ältere Stängel mit 2 schwarzen Querbinden
meist ohne Scheidenzähne
> 1

Ältere Stängel meist ohne Querbinde
Scheidenzähne im unteren Teil bleibend
> 4

                          

1      Ältere Stängel mit 2 schwarzen Querbinden

Stängel unverzweigt
> 2

Stängel mit quirligen Ästen
> 3


Photo und copyright Harald Geier

 

2      Stängel unverzweigt


Winter- Schachtelhalm
(Equisetum hyemale)

III - VIII, Laubwälder
                 Nauwald Günzburg (Massenbestände)
                 Auwald Offingen

Synonyme:
Hippochaete hyemalis

English name:
Common Scouring Rush

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber überall nur zerstreut, Mitte und Franken selten

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany,  Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland,  Malta, Norway, Poland, Romania, Sweden, European Turkey, Algeria, Baltic States, European Russia, Crimea, European Russia, Belarus, Ukraine, asiatic Turkey, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, China , Japan, Korea, Mongolia, *New Zealand

 

 

Sprosse kräftig,  0,4 - 1,5 m hoch, immergrün
 gefurcht, meist ohne Äste

 Oft flächendeckend in dichten Beständen

Mit fertilen Ästen, Ähre spitz

Die Sporenbehälter (Sporangien) befinden sich zu fünft bis zehnt an der Unterseite der Sporangienträger (Sporophylle), die wie einbeinige Tischchen aussehen

Sporen grün, rundlich, mit 2 Hapterenbändern


100-fache Vergrößerung im Dunkelfeld

Im Frühjahr Stängel aufrecht (wintergrün), blaugrün

Ältere Sprosse können auch orange verfärbt sein

Scheidenröhre oben und unten mit schwarzer Querbinde, Zähne früh abfallend

Große Zentralhöhle (9/10 des Querschnitts), mit Nebenhöhlen

Junge Äste ohne Querbinden, Scheidenzähne bald abfallend

Junge Äste oft orange gefärbt

Sporophyllstände enthalten grüne, im reifen, trockenen  Zustand watteartige Sporen

 

 

3      Stängel mit quirligen Ästen


Moores Schachtelhalm
(Equisetum x moorei)


Photo und copyright Harald Geier

III - VIII, Laubwälder
                 Rhein

Bastard Equisetum hyemale x Equisetum ramosissimum 

Synonyme:
Equisetum hyemale ssp. moorei (Newman) Moore & More, Equisetum hyemale var. moorei (Newman) Hook. & Arnold, Equisetum samuelssonei W. Koch ex Rothm., nom. inval. (nom. nud.), Equisetum x intermedium Schur, Hippochaete x moorei (Newman) H. P. Fuchs 

English name:
Moore's horsetail

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut nördliche Oberrheinebene, Niederrhein, Umg. Berlin; Einzelvorkommen Oberschwaben, südliche Oberrheinebene 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: G (gefährdet, Status unklar), Berlin: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Zentraleuropa, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Britische Inseln

 

 

Sprosse kräftig,  0,4 - 1,5 m hoch, graugrün
  gefurcht, meist beastet


Photo und copyright Harald Geier

Mit fertilen Ästen, Ähre spitz


Photo und copyright Harald Geier

Scheidenröhre oben und unten mit schwarzer Querbinde, Zähne früh abfallend


Photo und copyright Harald Geier

Große Zentralhöhle (9/10 des Querschnitts)


Photo und copyright Harald Geier

Sporophyllstände enthalten abortierte Sporen

 

 

 

4       Ältere Stängel mit 1 schwarzen Querbinde


Ästiger Schachtelhalm
(Equisetum ramosissimum)

VI - VII, Halbtrockenrasen, Ruderalstellen, Bahnhöfe
               Königsbrunner Heide
               Lokalbahn Haunstetten
               Bardolino (Italien)
               Moraitika (Korfu)
               Riva Ligure (Italien)
               Camogli, Bahnhof, Italien

Synonyme:
Equisetum campanulatum, Equisetum elongatum, Equisetum incanum
Equisetum ramosum, Hippochaete ramosissima

English name:
Branched Horsetail, Branched Scouringrush

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut nördliche Oberrheinebene, selten entlang unterer Lech, Isar, Inn, Niederrhein, Bodensee, südliche Oberrheinebene; Altfunde Mittelrhein; Einzelfunde Sachsen-Anhalt, W-Sachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Thüringen: D (Datenlage unzureichend)

Weltweite Verbreitung:
Austria,  Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Netherlands,  Hungary, Poland, Romania, European Turkey, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, Western Sahara, Aegaean Isl., asiatic Turkey, Cyprus, Lebanon, Syria, Iraq, Iran, Israel, Jordania, Palestine, Sinai peninsula, Saudi Arabia, N-Yemen, Oman, Bahrain, Kuwait, Lithuania, European Russia, Belarus, Ukraine, Crimea, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, Japan, China, Taiwan, Tibet, Ryukyu Isl., Korea, Mongolia, South Africa (Limpopo, North West, Gauteng, Mpulamanga, Free State, N-Cape, W-Cape, E-Cape, KwaZulu-Natal), SE-Botswana, S-Namibia, Angola, Swaziland, Lesotho, Ethiopia, Somalia, Sudan, Malawi, Zambia, Zimbabwe, D.R.Congo (Zaire), Mozambique, Uganda, Kenya, Tanzania, Zanzibar, Mauritania, Madagascar, ?Mauritius, La Réunion, N-India, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, Bhutan, Laos, Azores, Madeira, Canary Isl., Cape Verde Isl. (Santo Antao Isl., Sao Vicente Isl., Ilha de Sao Nicolau, Ilha de Sao Tiago), *USA

Im Handel ist Equisetum ramosissimum var. japonicum (Japanischer Schachtelhalm = Equisetum japonicum) als Wasserpflanze erhältlich. Diese Variation verzweigt sich nur sehr wenig und ähnelt im Habitus eher Equisetum hyemale.

 

Höhe: bis 1 m
   Stängeldurchmesser: 2- 9 mm

Mit fertilen Ästen, Ähre spitz

  

Reife Sporophyllstände enthalten grünliche, watteartige Aggregate

Junge Äste ohne schwarze Querbinde,
8 - 20 Scheidenzähne; mit pfriemenförmiger weißer Spitze

 Sprosse blaugrün, Scheidenzähne mit stehenbleibendem schwarzbraunem Grundteil und pfriemlicher, weißer Spitze

Weißliche Spitze der Scheidenzähne abfallend

Zentralhöhle ca. 3/4 des Stängeldurchmessers

Im Frühjahr alte Äste niederliegend  oder hinfällig, hellgrün

Äste im mittleren und oberen Teil spät erscheinend