Home Nach oben Systematik Bestimmung Familien Fundorte Fachbegriffe Artenverzeichnis Hilfe Saatblumen

Gelb- oder weißblühende Beinwellarten

Blätter herablaufend
> 1

Blätter nicht herablaufend
> 2

 

1    Blätter herablaufend


Arznei- Beinwell
(Symphytum officinale)

V - VII, Wälder, Flussufer, nasse Wiesen
               verbreitet z.B.
               Donauufer Reisensburg

Zu den Unterarten

Synonyme:
Symphytum bohemicum F. W. Schmidt.

English name:
Bohemian Comfrey

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut, vor allem im Süden 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Italy, former Yugoslavia, 
former Czechoslovakia, Hungary, Ukraine

 

 

Pflanze 0,3 - 1 m hoch

Krone gelblich- weiß
Kelch ca. 1/4 der Kronenlänge

Blätter vollständig herablaufend, 
ca. 2- 3 mm geflügelt

 

 

2      Blätter nicht herablaufend

Schlundschuppen die Krone überragend
> 3


Photo und copyright Ernst Gubler

Schlundschuppen die Krone nicht  überragend
> 4


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

3    Schlundschuppen die Krone überragend


Knollen- Beinwell
(Symphytum bulbosum)


Photo und copyright Gisela Nikolopoulou

III - V, Wälder, Parks, Säume
             Lago di Mezzola, Lombardei
             Karlsruhe, Heidelberg, Schwetzingen
             Botanischer Garten Karlsruhe
             Botanischer Garten Mainz

Synonyme:
Knollige Wallwurz
Symphytum tuberosum ssp. bulbosum (C. Schimper) P.Fourn.; Symphytum zeyheri C. Schimper; Symphytum brochum Bory & Chaub.; Symphytum clusii C. C. Gmel.; Symphytum filipendulum Bisch.; Symphytum macrolepis J. Gay ex Reichb.; Symphytum punctatum Gaud.

English name:
Bulbous Comfrey

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt
Wenige langlebige Einzelvorkommen nördliche Oberrheinebene, Odenwald, Vogelsberg, NO-Harzvorland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: mit Einbürgerungstendenz, Hamburg: R (sehr selten)

Weltweite Verbreitung:
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, Turkey, European Turkey

Eingebürgert in:
*Algeria, 

 

 

Pflanze 25 - 50 cm groß
einfach oder wenig verzweigt


Photo und copyright Ernst Gubler

Krone weißlich-gelb, 8 - 11 mm lang
Kelch fast bis zum Grund geteilt


Photo und copyright Ernst Gubler

Schlundschuppen die Krone überragend


Photo und copyright Ernst Gubler

Staubbeutel so lang wie die Staubfäden

Obere Blätter sitzend, schwach herablaufend,
untere Blätter gestielt


Photo und copyright Ernst Gubler

Rhizom dünn, kriechend, mit einzelnen, haselnussgroßen Knollen

 

 

 

4       Schlundschuppen die Krone nicht überragend

Pflanzen nur mit aufrechten, blühenden Trieben
Knospen meist grünlich
Schlundschuppen dreieckig- lanzettlich, zugespitzt (rot markiert)
Freier Teil der Staubfäden deutlich kürzer als die Staubbeutel
> 5

  
Photo und copyright Julia Kruse

Pflanzen auch mit kriechenden sterilen Trieben, meist in "Herden" wachsend
Knospen meist rötlich,

Schlundschuppen, zungenförmig, vorne abgerundet oder ausgerandet (rot markiert)
Freier Teil der Staubfäden fast so lang wie die Staubbeutel
> 6

   

 

5     Schlundschuppen dreieckig- lanzettlich, zugespitzt


Knoten- Beinwell
(Symphytum tuberosum)


Photo und copyright Julia Kruse

IV - V, Laubwälder
             Dillingen, Gersthofen, Augsburg
             Ammersee (Julia Kruse 13.05.2013)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Symphytum leonhardtianum Pugsley, Symphytum nodosum Schur, Symphytum tuberosum ssp. nodosum (Schur) Soó 

English name:
Tuberous Comfrey

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut SO-Bayern, Niederbayern, S-Frankenalb; sehr zerstreut Elbe in Sachsen; Restgebiet wenige Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: R (sehr selten) [Neophyt], Hessen: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: Neophyt, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben)n 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Baleares, France, ?Italy, 
England, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, *USA

 

             

 

Pflanze 20 - 30 cm groß
nur mit aufrechten, blühenden Trieben


Photo und copyright Julia Kruse

Krone weißlich-gelb, 13 - 19 mm lang, Kronzipfel zurückgebogen
Kelch fast bis zum Grund geteilt, Knospen grünlich- weiß


Photo und copyright Julia Kruse

Schlundschuppen die Krone nicht überragend


Photo und copyright Julia Kruse

Schlundschuppen dreieckig- lanzettlich, vorne zugespitzt (rot markiert)
 freier Teil der Staubfäden deutlich kürzer als die Staubbeutel


Photo und copyright Julia Kruse

Blätter nicht herablaufend
Stängel weich, mit weichen Borstenhaaren besetzt, jung drüsig, schwach kantig


Photo und copyright Julia Kruse

Rhizom knollig verdickt, knollige Abschnitte unregelmäßig geformt, bis 1,2 cm dick


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

6     Schlundschuppen, zungenförmig, vorne abgerundet oder ausgerandet


Großblütiger- Beinwell
(Symphytum grandiflorum)

IV - V, Zierpflanze
             Schloss Linderhof
             Günzburg, Garten des Vermessungsamtes

Synonyme:
Kleiner Kaukasus- Beinwell
Symphytum ibericum Stev., Symphytum abchasicum Trautv. , Symphytum ciscaucasicum Gviniaschvili

English name:
Creeping Comfrey
Dwarf Comfrey

Weltweite Verbreitung:
Caucasus, Turkey

Eingebürgert in:
*England

Mehrere Sorten:
'Wisley Blue': Blaue Blüten
'Hidcot Blue': Blaue Blüten, im Alter weißlich werdend
'Miraculum': Knospen rötlich, Blüten blau, weißlich werdend
'Goldsmith': Mit panaschierten Blättern

Im Rothmaler 5 wird unterschieden in Großblütiger Beinwell (Symphytum grandiflorum) und Kriechender Beinwell (Symphytum ibericum). Der einzige Unterschied ist die Blütenlänge: Symphytum grandiflorum: 18 - 22 mm, Symphytum ibericum: 12 mm
Auf Grund der Variabilität dieses Merkmals ist es wohl nicht haltbar deswegen 2 Arten zu unterscheiden. Deswegen werden bei vielen Autoren (z.B. BHL, Catalogue of Life) die beiden Namen als Synonyme gebraucht und Symphytum ibericum als als kleinblütige Lokalform angesehen: Forum

In der Flora europae ist die Art mit Symphytum ibiricum Stev. bezeichnet.

Iberien ist nicht nur eine Bezeichnung für die Iberische Halbinsel (Spanien und Portugal), sondern auch für einen antiken Staat im Kaukasus: Wikipedia

 

 

 

Pflanze 15 - 40 cm groß

Krone weißlich-gelb, 20 - 24 mm lang, Kronzipfel nicht zurückgebogen
Knospen und junge Blüten rosa überlaufen

Schlundschuppen die Krone nicht überragend
Kelch über die Hälfte geteilt, 6 - 8 mm lang

Freier Teil der Staubfäden fast so lang wie die Staubbeutel, 
Schlundschuppen kürzer als die Krone, zungenförmig, unten kaum verbreitert, vorne abgerundet oder ausgerandet (rot markiert)

Blätter eiförmig

Blätter nicht herablaufend

Rhizom oberirdisch, nicht knollig verdickt
Triebe aufrecht oder kriechend, steril oder blühend