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Weiße, an Land lebende Hahnenfüße

Pflanze 20 - 70 cm groß,  mehrblütig
Blätter handförmig gelappt
> 1

Pflanze 5 - 15 cm groß, 1 - 2- blütig, Blätter eiförmig, ganzrandig, 
oder rundlich, gelappt oder 3- teilig, mit fiederspaltigen Abschnitten
> 4

                                                  

1       Pflanze 20 - 70 cm groß, mehrblütig

Mittelabschnitt der Grundblätter frei
Blütenstiel behaart
> 2

Mittelabschnitt der Grundblätter mit den seitlichen Abschnitten etwas verwachsen
Blütenstiel kahl
> 3

                                                                                                                        

2      Blütenstiel behaart


Eisenhutblättriger Hahnenfuß  
(Ranunculus aconitifolius)

V - VII, Wiesen des Voralpenlandes
              Hengeles Weiher, Isny
              Feuchtwiese Unterammergau
              Pfronten
              Erkheim

Synonyme:
Ranunculus caballeroi Losa & P. Monts.; Hecatonia aconitifolia Schur; Ranula aconitifolia Fourr.; Ranunculus argenteus E. H. L. Krause; Ranunculus dealbatus Lapeyr.; Ranunculus heterophyllus Lapeyr.; Ranunculus lobatus [Clairv.]; Ranunculus medius Bernh.; Ranunculus multiflorus Dulac; Ranunculus palmatus [Clairv.]

English name:
Aconite-Leaved Buttercup

Verbreitung in Deutschland:
Alpen, Voralpenland, südlicher Bayerischer Wald, Schwarzwald, isoliert im Süderbergland und Harz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, 
former Czechoslovakia, Ukraine


 

Pflanze 20 - 50 cm hoch
Stängel nicht biegsam

Blütenstiele ca. doppelt so lang wie die Tragblätter

Blüten mit 5 weißen Kronblättern
Staubblätter bei frisch aufgeblühten Blüten meist nur bis zur Höhe der Griffel reichend

Blütenstiel behaart, Kelchblätter hinfällig

Grundblätter handförmig gelappt, Mittelabschnitt frei, +/- gestielt

 

 

3      Blütenstiel kahl


Platanenblättriger Hahnenfuß 
(Ranunculus platanifolius)

V - VII, Voralpenland, Alpen
               Rhön, Basaltsee
               Botanischer Garten Tübingen
               Ulm Nordwest, Neresheim, Giengen
               Oberstdorf

Synonyme:
Ranunculus aconitifolius ssp. platanifolius (L.) Berher 

English name:
Large White Buttercup

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut und lokal in den Mittelgebirgen: Südschwarzwald, Schwäbische Alb, Alpen, südlicher Bayerischer Wald, Mainbecken, Hochsauerland, Harz, Hunsrück, Eifel, Thüringer Wald, Harz, Erzgebirge; sonst nur wenige Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria,  Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Sardinia, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, Bulgaria, former Czechoslovakia, W-Norway, Poland, Romania, Sweden, Ukraine


 

 

Pflanze 50 - 70 cm hoch
Stängel biegsam, kahl

Blüten weiß, 5 Kronblätter
Staubblätter überragen bei frisch aufgeblühten Blüten oft den Griffel

Kelchblätter vorhanden, aber schnell hinfällig

Blütenstiele meist kahl

Blütenstiele 4 - 5 mal so lang wie die Tragblätter

Grundblätter handförmig gelappt
Mittelabschnitt mit den seitlichen Abschnitten etwas verwachsen, ungestielt

 

 

4       Pflanze 5 - 15 cm groß, 1 - 2- blütig

Grundblätter ungeteilt, ganzrandig
> 5

Grundblätter rundlich, gelappt
> 6

   

Grundblätter 3- teilig, mit fiederspaltigen Abschnitten
> 7

            

5       Grundblätter ungeteilt, ganzrandig


Herzblättriger Hahnenfuß 
(Ranunculus parnassifolius)

VI - VIII,  Alpine Steinschuttfluren
                  Mittenwald
                  Botanischer Garten Tübingen

Synonyme:
Ranunculus cordatus [Clairv.]; Ranunculus cordiformis Dulac; 
Ranunculus multiformis Bub.; Ranunculus parviflorus Steud.

English name:
Parnassus-leaved Buttercup

Verbreitung in Deutschland:
Einzelfund in den zentralen Alpen (Karwendel). Auch als Zierpflanze für Steingärten.

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), 
Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, France, Italy, 

In Deutschland nur die ssp. heterocarpus!



 

Pflanze 5 - 10 cm


Photo und copyright Ernst Gubler

Blüten 2 - 2,5 cm Durchmesser, meist mit 5 Kronblättern,  Kronblätter weiß, rötlich überlaufen, Kelchblätter zottig behaart

 

Nüsschen aufgeblasen, deutlich geadert


Photo und copyright Ernst Gubler

Blätter blaugrün, ganzrandig, eiförmig, am Rand zottig behaart, gestielt

Stängel bogig aufsteigend, mehrblütig, weiß wollig behaart

 

 

6     Grundblätter gelappt oder geteilt


Alpen- Hahnenfuß
 (Ranunculus alpestris)

VI - IX, Alpen
              Wank, Garmisch
              Breitenberg, Pfronten
              Nebelhorn
              Iseler
              Tremalzopass, Italien

Synonyme:
Leuconoe magellensis Fourr.; Hecatonia alpestris Schur; Hecatonia traunfellneri Schur; Leuconoe alpestris Fourr.; Leuconoe trauffelneri Fourr.; Ranunculus dissectus Portenschl. ex Steud.; Ranunculus traunfellneri Hoppe

English name:
Alpine Buttercup

Verbreitung in Deutschland:
Alpen verbreitet

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, 
former Czechoslovakia, Poland, Romania

 

Pflanze 5 - 10 cm groß

meist einblütig

Blüten mit 5 Kronblättern, Kronblätter ausgerandet

Kelchblätter kahl oder weiß behaart

Früchte aufgeblasen


Photo und copyright Julia Kruse

Stängel gefurcht, ohne oder mit schmal linealischen, ungeteilten Stängelblättern

Grundblätter rundlich, 3 - 5-lappig, nicht bis zum Grund geteilt

Blattunterseite mit weißen Pünktchen

 

 

7     Grundblätter 3- teilig, mit fiederspaltigen Abschnitten


Gletscher Hahnenfuß
 (Ranunculus glacialis)

VII - VIII, Alpen, Steinschuttfluren
                   Einödsbach
                   Col du Galibier, Nordrampe (Frankreich)

Synonyme:
Beckwithia glacialis (L.) A. & D. Löve; Hecatonia glacialis Schur; Oxygraphis gelida (Hoffmgg.) O. Schwarz; Oxygraphis glacialis Dalla Torre; Oxygraphis vulgaris Freyn; Ranunculus crithmifolius Nym.; Ranunculus gelidus Hoffmgg. ex Reichb.; Ranunculus roseus Hegetschw.

English name:
Glacier Crowfoot

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal und selten westliche (Allgäuer) Alpen (Oberstdorf) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: R (sehr selten), Bayern: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, 
former Czechoslovakia, Faroer Isl., Finland, Iceland, Norway, Jan Mayen Isl., Poland, Romania, Svalbard, Sweden, European Russia

 

 

 

 Pflanze 10 - 15 cm groß
in Höhenlagen über 2300 m


Photo und copyright Julia Kruse

Die Farbe der Blüten wechselt von zuerst weiß über rosa bis dunkelrot


Photo und copyright Julia Kruse

Blütenstand 1- 3- blütig


Photo und copyright Julia Kruse

Krone ca. 3 cm im Durchmesser

Kronblätter weiß, rosa oder rot


Photo und copyright Julia Kruse

Kelchblätter rostbraun behaart, 
bis zur Fruchtreife bleibend

Stängel kahl oder zottig behaart


Photo und copyright Julia Kruse

Stängelblätter 3 - 5- teilig

Grundblätter 3- teilig, mit fiederspaltigen Abschnitten


Photo und copyright Julia Kruse