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Wasserhahnenfüße ohne Schwimmblätter, mit haarfein zerteilten, weniger als 8 cm langen Tauchblättern

Tauchblätter pinselförmig zusammenfallend
> 1

Tauchblätter steif auseinanderstrebend
> 2


Photo und copyright Michael Hassler

            

1     Tauchblätter pinselförmig zusammenfallend


Artengruppe Haarblättriger Wasserhahnenfuß
(Ranunculus trichophyllus agg.)

V - IX, Stehende und langsam fließende Gewässer
            Egau bei Neresheim
            Lone bei Bernstadt

Zu den Arten der Artengruppe

 

Pflanze 0,1 - 2 m lang

Voll entfaltete Blüte höchstens 15 mm im Durchmesser, bei voll geöffneter Blüte meist nicht überlappend, Kronblätter länglich < 5 mm, 9 - 15 Staubblätter

Blätter außerhalb  des Wassers pinselförmig zusammenfallend

 

 

 

2      Tauchblätter steif auseinanderstrebend

Untere Blätter sitzend oder kurz gestielt, im Umriss kreisrund,  Blattzipfel in einer Ebene 
> 3

Untere Blätter gestielt,  im Umriss nicht kreisrund, Blattzipfel nicht in einer Ebene
> 4

                                                          

3     Blätter im Umriss kreisrund

 
Spreizender Wasserhahnenfuß 

(Ranunculus circinatus)

V - VIII, Stehende und langsam fließende Gewässer
                Baggersee Jettingen

Synonyme:
Batrachium circinatum (Sibth.) Spach, Batrachium foeniculaceum (Gilib.) Krecz., nom. inval., Ranunculus divaricatus auct., Ranunculus stagnalis Wallr. 

English name:
Fan-Leaved Water Crowfoot

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber generell nicht häufig; sehr selten in Hessen, S-Nordrhein-Westfalen, Pfalz, Saarland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France, ?Sicily, Italy, former Yugoslavia, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Bulgaria, Algeria, Siberia, Russian Far East, C-Asia (Kazakhstan), Mongolia, China



 

 

Pflanze 5 - 300 cm groß
Blütenstiele bis 8 cm lang, viel länger als das zugehörige Blatt

Voll entfaltete Blüten 18 - 30 mm im Durchmesser, Kronblätter 6 - 10 mm lang
mit 20 - 25 Staubblättern

Kronblätter überlappend oder deckend

Nektardrüse halbmondförmig

Früchtchenkopf kugelig, mit 40 - 50 Früchtchen, 
junge Früchtchen borstig behaart, später verkahlend

Blätter im Umriss kreisrund, fast sitzend, viel kürzer als die Internodien, Blattzipfel alle in einer Ebene, außerhalb des Wassers gespreizt bleibend, in Etagen übereinanderstehend

 

 

4      Blätter im Umriss nicht kreisrund

Voll entfaltete Blüte höchstens 15 mm im Durchmesser, Kronblätter < 5 mm länglich
Früchtchenkopf eiförmig, mit bis zu 90 Früchtchen, 
Früchtchen klein (+/- 1 mm), kahl

> 5


Photo und copyright Michael Hassler

Voll entfaltete Blüte 15 - 30 mm im Durchmesser, Kronblätter > 5 mm, +/- rundlich
Früchtchenkopf kugelig, mit 30 - 50 Früchtchen, 
Früchtchen > 1,5 mm, junge Früchtchen auf dem Rücken borstig behaart

> 6

 

 

5       Voll entfaltete Blüte höchstens 15 mm im Durchmesser, Kronblätter < 5 mm länglich


Rions- Wasserhahnenfuß
(Ranunculus rionii)


Photo und copyright Michael Hassler

V - IX, Stehende und langsam fließende Gewässer
             Karlsruhe
             Rheinau

Synonyme:
Zarter Wasserhahnenfuß
Ranunculus trichophyllus ssp rionii
Batrachium rionii

English name:
Rions Water Crowfoot

Verbreitung in Deutschland:
Nördliche Oberrheinebene in der Rheinaue, S-Saarland, isoliert N-Pfälzer Bergland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, +Switzerland, 
Italy, former Yugoslavia, Greece, 
former Czechoslovakia, Hungary, Romania, Crimea, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, Afghanistan, China, Turkey, Egypt, Iran, Iraq, Yemen, Saudi Arabia, Jammu & Kashmir, Pakistan

Siehe auch: http://www.infoflora.ch

 

 

 

Pflanze 10 - 50 cm lang

Voll entfaltete Blüte höchstens 15 mm im Durchmesser 
Kronblätter 2,5 - 5 mm lang, länglich, nicht überlappend, 10 - 25 Staubblätter

Früchtchenkopf eiförmig, mit bis zu 90 Früchtchen, 
Früchtchen klein (+/- 1 mm), kahl

Nektardrüsen halbmondförmig, rund oder oval

Blätter außerhalb des Wassers steif auseinanderstrebend
bis 40 mm lang, bis 20 mm lang gestielt

 

 

6    Voll entfaltete Blüte 15 - 30 mm im Durchmesser, Kronblätter > 5 mm, +/- rundlich

Fruchtstiel kürzer als 5 cm
Nektargrube rund
> 7


Photo und copyright Paul Busselen 

Fruchtstiel länger als 5 cm
Nektargrube birnen- oder halbmondförmig
> 8


Photo und copyright Julia Kruse

          

7      Nektargrube rund


Gewöhnlicher Wasserhahnenfuß
(Ranunculus aquatilis)

 

V - IX, Stehende und langsam fließende Gewässer
            Gundelfingen, Wohlhüter Gartenland
            Botanischer Garten München

            Burgau
            Augsburg

Synonyme:
Batrachium aquatile
Batrachium carinatum Schur, Batrachium gilibertii Krecz., Batrachium mongolicum (Krylov) Krecz., Batrachium radians (Revel) Des Moul., Ranunculus acutilobus Merino, Ranunculus aquatilis ssp. mongolicum Krylov, Ranunculus aquatilis var. heterophyllus (Weber) DC., Ranunculus flaccidus var. radians (Revel) Schinz & R. Keller, Ranunculus heleophilus Arv.-Touv., Ranunculus longifolius (Rossm.) Hegi, Ranunculus radians Revel, Ranunculus trichophyllus ssp. radians (Revel) Jáv. 

English name:
Common Water Cowfoot, White Water Crowfoot

Verbreitung in Deutschland:
Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet, Mitte, Osten und Franken zerstreut, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und südlich der Donau nur wenige Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: G (gefährdet, Status unklar), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Greece, ?Crete, 
Belgium, Bulgaria, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland,  Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, ?Belarus, Ukraine, Tunisia, Algeria, Morocco, Siberia, N-China, Mongolia, Afghanistan, Tierra del Fuego, Ethiopia, Peru - high Andes, Chile, Jordania, Israel, Alaska, Aleutes, USA, Canada


 

 

Pflanze 0,1 - 2 m groß
oft auch mit Schwimmblättern oder Übergangsblättern

 

Kronblätter weiß mit gelbem Grund, Kronblätter 5 - 10 mm lang, einander bei voll geöffneter Blüte meist überdeckend, 15 - 22 Staubblätter


Photo und copyright Paul Busselen

Nektardrüsen rund, oft becherförmig eingesenkt


Photo und copyright Paul Busselen

Kelchblätter abstehend, oft hinfällig


Photo und copyright Paul Busselen

Fruchtstiel kürzer als 5 cm

 

Früchtchenkopf kugelig, mit 30 - 40 Früchtchen, 
junge
Nüsschen behaart, später verkahlend


Photo und copyright Paul Busselen

Tauchblätter kräftig, nicht pinselförmig zusammenfallend


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

8       Nektargrube birnen- oder halbmondförmig


 Schild- Wasserhahnenfuß
(Ranunculus peltatus)

 

V - IX, Stehende und langsam fließende Gewässer
             Engen (Hohentwiel)
             Ellwangen

Zu den Unterarten

Synonyme:
Batrachium aquatile var. peltatum (Schrank) Dumort., Batrachium dichotomum Schmalh., Batrachium rhipiphyllum (Bastard) Dumort., Ranunculus aquatilis ssp. peltatus (Schrank) Syme, Ranunculus aquatilis var. peltatus (Schrank) W. D. J. Koch, Ranunculus aquatilis var. quinquelobus W. D. J. Koch, Ranunculus aquatilis var. truncatus W. D. J. Koch, Ranunculus dubius Freyn, Ranunculus floribundus Bab., Ranunculus leontinensis Freyn, Ranunculus petiveri var. major W. D. J. Koch, Ranunculus rhipiphyllus Bastard, Ranunculus trichophyllus ssp. petiveri auct. non (Koch) Jávorka 

English name:
Pond Water Crowfoot

Verbreitung in Deutschland:
Norden, Nordosten und O-Sachsen verbreitet, Mitte zerstreut, Süden lokal (Schwarzwald, Pfalz, Frankenwald, nördlicher Bayerischer Wald), südlich der Donau nur Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, ?Baleares, France, Corsica, Sardinia, Malta, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Greece, Crete, 
Belgium, Bulgaria, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland,  Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Libya, Algeria, Morocco

 

 

 

Pflanze 20 - 200 cm lang
nur selten ohne Schwimmblätter

 

Blütenstiele zur Blütezeit mehr als 5 cm lang

 

Kronblätter meist überlappend, weiß mit gelbem Grund 6 - 15 mm lang, ausdauernd, 
20 - 25 Staubblätter


Photo und copyright Julia Kruse

Nektardrüsen länglich, birnenförmig


Photo und copyright Julia Kruse

Früchtchenkopf kugelig, mit 30 - 40 Früchtchen, 
junge
Nüsschen behaart, später verkahlend


Photo und copyright Paul Busselen

Tauchblätter kürzer als die Internodien, kräftig, nicht pinselförmig zusammenfallend


Photo und copyright Paul Busselen