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Unterarten von Erigeron acris

Blätter auf Ober- und Unterseite behaart
Stängel abstehend behaart
> 1

Blätter auf den Flächen fast kahl, am Rand meist bewimpert
Stängel kahl oder angedrückt behaart
> 4


Photo und copyright Michael Hassler

                                            

1     Blätter auf Ober- und Unterseite behaart

Blätter wellig, gedreht, Laubblattachseln oft mit kleinen, sterilen Kurztrieben, Stängel häufig rot
> 2

Blätter nicht nicht wellig, Laubblattachseln nie mit kleinen, sterilen Kurztrieben, Stängel meist grün oder rot überlaufen
> 3

 

2      Blätter wellig, gedreht 


Spätes
Scharfes Berufkraut 
(Erigeron acris ssp. serotinus)

 

VI - IX, Sonnige Rasen
              Kleinsorheim, Steinbruch
              Donaudamm zwischen Günzburg und Offingen

Synonyme:
Erigeron muralis Lapeyr.; Erigeron serotinus Weihe ex Reichb.

Verbreitung in Deutschland:
Bisher übersehenes Taxon, zu dem vermutlich die Mehrzahl der deutschen Funde von "Erigeron acris ssp. acris" gehört (zumindest trifft das für Baden-Württemberg zu). Die Nomenklatur (serotinus vs. muralis) und der Status (Unterart oder Art) sind noch sehr unklar. 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: unbeständig, Bayern: ungefährdet, Berlin: unbeständig, Hessen: unbeständig, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: unbeständig 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland, 
Spain, France, Italy, 
England, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 60 cm groß


Photo und copyright Matthias Kellner

Blütenstand regelmäßig traubig (nur 1 Körbchen an einem Ast), aus 5 - 30 Köpfchen

Blütenstand mit kleinen linealischen Hochblättern

Hülle dicht rauhaarig

Blätter wellig, gedreht
 Laubblattachseln oft mit kleinen, sterilen Kurztrieben

Stängel meist rot, dicht abstehend behaart


Photo und copyright Matthias Kellner

Untere Internodien verkürzt, 
Blätter deswegen im unteren Teil gedrängt

 

 

3      Blätter nicht wellig


Gewöhnliches
Scharfes Berufkraut 
(Erigeron acris ssp. acris)

 

VI - IX, Trockenrasen, Wegränder
             
Schießplatzheide

Synonyme:
Erigeron orientalis Boiss.; Aster erigeron E. H. L. Krause; Aster villarsii E. H. L. Krause; Erigeron acer f. e. pseudoelongatus Rouy; Erigeron acer var. confertus Boiss.; Erigeron acris var. asteroides (Andrz. ex Bess.) DC.; Erigeron acris var. linearifolius (Koidz.) Kitam.; Erigeron asteroides Andrz. ex Bess.; Erigeron carpaticus Griseb. & Schenk; Erigeron corymbosus Wallr.; Erigeron elongatus Moench; Erigeron glaberrimus Scheele ex Nym.; Erigeron glabratus Hook.; Erigeron intermedius Reichb. ex Nym.; Erigeron muelleri Lund ex Nym.; Erigeron paniculatus Meig. & Wenig.; Erigeron philadelphicus Willd.; Erigeron pseudoacris Schur; Erigeron scaber Willd. ex Spreng.; Erigeron umbellatus Gilib.; Erigeron villarsii Bell.; Erigeron villarsii Willd.; Erigeron vulgaris Scheele ex Nym.; Erigeron yellowstonensis A. Nelson; Inula acris Bernh.; Tessenia muralis Bubani; Tessenia vulgaris Bub.; Trimorpha acris (L.) S. F. Gray; Trimorpha vulgaris Cass.

English name:
Bitter Fleabane

Verbreitung in Deutschland:
Erigeron acris ssp. acris ist zumindest in Süddeutschland stellenweise deutlich seltener als die bisher übersehene Schwesterart E. muralis (siehe dort). 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: V (Vorwarnliste), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, 
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Netherlands, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, Japan, Kuril Isl., Sakhalin, Kamchatka, Korea, Kazakhstan, Uzbekistan, Mongolia, China, Tibet, Turkey, Iran, Jammu & Kashmir, Pakistan, Pakistani Kashmir, India, Nepal, Canada, Alaska, USA

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 60 cm groß

Blütenstand unregelmäßig traubig oder rispig
(mehrere Körbchen an einem Ast), aus 5 - 30 Köpfchen

Blütenstand meist ohne kleine linealischen Hochblättern

Hülle dicht rauhaarig

Blätter nicht wellig, 
 Laubblattachseln ohne kleine, sterilen Kurztrieben

Stängel meist grün oder rötlich überlaufen
dicht abstehend behaart

Internodien im unteren Teil +/- gleich lang

 

 

4     Blätter auf den Flächen kahl

Untere Stängelblätter nur 5 - 10 mm breit
Stängel mit 5 - 30 Köpfchen
> 5


Photo und copyright Michael Hassler

Untere Stängelblätter 15 - 20 mm breit
Stängel mit 150 - 300 Köpfchen
> 6


Photo und copyright
Alexander Mrkvicka

                                 

5      Untere Stängelblätter nur 5 - 10 mm breit


Kantiges
Scharfes Berufkraut 
(Erigeron acris ssp. angulosus)

 
Photo und copyright
Michael Hassler

VI - IX, Trockenrasen, Schotterfluren von Flüssen
              Augsburg
              Mering

Synonyme:
Schotter- Berufkraut
Erigeron angulosus Gaudin 

Verbreitung in Deutschland:
Ziemlich selten Voralpenland entlang der Flüsse (vor allem Lech), Alpen selten; nur Altfunde Oberrheinebene 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 0 (ausgestorben), Bayern: 3 (gefährdet), Hamburg: unbeständig 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, Slovenia, 
Liechtenstein, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Estonia

 

 

 

 

 

Pflanze 15 - 30 cm groß
Blütenstand mit 5 - 30 Köpfchen

Körbchen locker bis mäßig dicht behaart

Blätter auf den Flächen +/- kahl, am Rand meist bewimpert
untere Stängelblätter nur 5 - 10 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel kahl oder angedrückt behaart

 

 

 

6      Untere Stängelblätter 15 - 20 mm breit


Großblättriges
Scharfes Berufkraut 
(Erigeron acris ssp. macrophyllus)

 
Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VI - IX, Felsrasen
              

Synonyme:
Erigeron acris ssp. droebachiensis
Erigeron droebachiensis O. F. Muell.; Erigeron macrophyllus Herbich; 

Verbreitung in Deutschland:
Selten Brandenburg, vermutlich unterkartiert 

Gefährdung in Deutschland:
Bisher noch nicht berücksichtigt 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, 
Croatia, Montenegro, 
Norway, Sweden, Finland, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Estonia, Lithuania, Belarus, Ukraine, NEuropean Russia

 

 

 

 

 

Pflanze 50 - 100 cm groß
Blütenstand mit 150 - 300 Köpfchen

Körbchen +/- kahl

Blätter auf den Flächen +/- kahl, 
am Rand meist bewimpert

Untere Stängelblätter 15 - 20 mm breit

Stängel kahl oder angedrückt behaart