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Mausohrhabichtskräuter mit mehr als 7 Köpfen und 1 - 10 Stängelblättern

Hülle 8 - 10 mm lang
Köpfchenstand von Anfang an lockerrispig bis hochgabelig
> 1

Hülle 5 - 8 mm lang
Junger Köpfchenstand gedrängt rispig oder doldig
> 2

 

1      Köpfchenstand lockerrispig bis hochgabelig


 Trügerisches Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella fallacina)

V- VI, Trockenrasen, Straßenränder
             Schweinfurter Kreuz (Parkplatz)

Zwischenart Pilosella officinarum - Pilosella densiflora

Synonyme:
Hieracium fallacinum
Hieracium germanicum Näg. & Peter, Hieracium rhyparum (Näg. & Peter) Zahn, 

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Unterfranken, selten Baden-Württemberg, Rheinpfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Altfunde Sachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: D (Datenlage unzureichend), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: D (Datenlage unzureichend), Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: D (Datenlage unzureichend), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: evtl. zu erwarten [Neophyt], Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, 
Poland, Czech Republic, Hungary, Romania

 

 

 

Pflanze 25 - 65 cm groß, 
mit Ausläufern, Ausläuferblätter dekreszierend

Köpfchenstand sehr unterschiedlich: hochgabelig rispig bis gedrängt doldig; mit 2 - 5 Ästen und 5 - 15 Köpfchen, Akladium 7 - 50 mm

Blüten gelb, Griffel gelb

Hülle 8 - 10 mm lang
Hüllblätter schwarzdrüsig, flockig

1 - 5 Stängelblätter, nach oben kleiner werdend

Stängel grün bis bläulich hellgrün, etwas zusammendrückbar, im oberen Teil mäßig und mit kurzen Haaren, im unteren Teil mäßig bis reichlich mit bis zu 0,5 cm langen weichen oder borstigen Haaren

Grundblattrosette mit 5 - 10 weichen +/-  Blättern

Blätter 5 - 10 cm lang und 0,7 - 1,5 cm breit

Blattunterseite zumindest am Rand und am Mittelnerv mäßig bis reichflockig

 

 

2     Köpfchenstand gedrängt rispig oder doldig

Pflanze mit 4 - 10 Stängelblättern,
Pflanze in allen Teilen reich borstig behaart
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Pflanze mit 1 - 3 Stängelblättern
Pflanze im oberen Teil weniger behaart oder nicht borstig behaart
> 6

 

3      Pflanze mit 4 - 10 Stängelblättern

Köpfchenstand doldig, dazu mit gelegentlich 1 - 2 abgesetzten Ästen
> 4

 

Köpfchenstand +/- rispig oder doldig, dann aber mit 3 - 4 abgesetzten Ästen
> 5

 

4      Köpfchenstand doldig, dazu mit gelegentlich 1 - 2 abgesetzten Ästen


 Täuschendes Habichtskraut
(Pilosella cymosiforme)


Photo und copyright Harald Geier

VI- VII, Trockenrasen, Eichenwälder, Kiesgruben, Sandgruben
               

Zwischenart Pilosella echioides- Pilosella cymosum

Synonyme:
Hieracium fallax auct nec Willd.
Hieracium cymosiforme Froel., Pilosella fallax (auct. nec Willd.) Arv.-Touv.

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, selten restlicher Süden, Mitte und Osten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: D (Datenlage unzureichend), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht) [Neophyt], Brandenburg: evtl. zu erwarten [Neophyt], Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Sachsen: R (sehr selten), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 

 

 

Pflanze 40 - 80 cm groß, 
meist ohne Läufer, selten mit kurzen dicken Ausläufer

 

Köpfchenstand mit 5 - 11 Ästen und 15 - 35 Köpfchen,
doldig, dazu mit gelegentlich 1 - 2 abgesetzten Ästen, 
Akladium
6 - 12 mm, Blüten gelb, Griffel gelb


Photo und copyright Harald Geier

Hülle 6 - 8 mm lang, schmal, stumpflich, graugrün, meist hellrandig, mit langen, etwas borstlichen Haaren, Hüllblätter +/- zerstreut schwarzdrüsig


Photo und copyright Harald Geier

Stängel mit 4 - 8, im unteren Teil großen Blättern
Stängel graugrün bis weißgrau, mit 2 - 8 mm langen, borstlichen Haaren


Photo und copyright Harald Geier

Grundblattrosette mit 2 - 8 etwas derben, lanzettlichen, +/- spitzen Blättern


Photo und copyright Harald Geier

Blattunterseite oberseits zerstreut, unterseits zerstreut bis reich flockig


Photo und copyright Harald Geier

 

 

5     Köpfchenstand +/- rispig oder doldig, dann aber mit 3 - 4 abgesetzten Ästen


 Roths Habichtskraut
(Pilosella rothiana)


Photo und copyright Michael Hassler

VI- VII, Trockenrasen, Sandrasen, Weinberge, Kiesgruben
                Mücheln, Thüringen (Michael Hassler 02.07.2014)

Zwischenart Pilosella echioides- Pilosella officinarum

Synonyme:
Hieracium rothianum
Pilosella x rothiana

Verbreitung in Deutschland:
Selten Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Osten, 
adventiv Baden-Württemberg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: G (gefährdet, Status unklar), Baden-Württemberg: 0u (unbeständig, nur Altfunde), Brandenburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: D (Datenlage unzureichend), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: G (gefährdet, Status unklar), Thüringen: G (gefährdet, Status unklar) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
France, Serbia & Kosovo, Macedonia, 
Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Anatolia, Estonia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, NEuropean Russia, Transcaucasus

 

 

Pflanze 30 - 65 cm groß, 
meist ohne Läufer, selten mit kurzen dicken Ausläufer


Photo und copyright Michael Hassler

Köpfchenstand locker rispig bis langstrahlig- doldig, Akladium 6 - 50 mm


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten gelb, Griffel gelb


Photo und copyright Michael Hassler

Hülle 7 - 10 mm lang, graugrün, meist hellrandig, meist mit langen, etwas borstlichen Haaren, Hüllblätter +/- zerstreut schwarzdrüsig


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel mit 4 - 10, im unteren Teil großen Blättern
Stängel graugrün bis weißgrau, nicht oder wenig zusammendrückbar, im oberen Teil mäßig, im unteren Teil reichlich mit 2 - 8 mm langen, borstlichen Haaren


Photo und copyright Michael Hassler

Grundblattrosette mit 2 - 6 etwas derben, lanzettlichen, +/- spitzen Blättern


Photo und copyright Michael Hassler

Blattunterseite oberseits zerstreut bis reichlich, unterseits immer  reich flockig

 

 

 

6      Pflanze mit 1 - 3 Stängelblättern

Blätter unterseits auf der Fläche kahl, nur auf dem Mittelnerv behaart, blaugrün, höchstens am Mittelnerv sternhaarig
Blatt unterseits kahl

Blätter unterseits auf der Fläche behaart, dunkel,- gras-, oder blaugrün, unterseits auf der Fläche sternhaarig (= flockig)
> Blatt unterseits flockig