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Nachtkerzen mit rot getupfter Blütenstandsachse, Blüten groß, Narben die Staubblätter deutlich überragend

Kelch leuchtend blutrot
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Kelch blass rot gestreift
> 2

 

1     Kelch leuchtend blutrot


Blutrote Nachtkerze Gates
(Oenothera rubricalyx)


Photo und copyright Michael Hassler

VII - IX, Ruderalstellen, Bahndämme, Flussufer
               
 Rekkem, Belgien (Filip Verloove 11.07.2014)

Synonyme:
Keine

English name:
Bloodsepal Evening- primrose

Verbreitung in Deutschland:
Bisher nur in Belgien, aber Funde in Deutschland wahrscheinlich 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar (Neophyt) 

Weltweite Verbreitung:
USA

Eingebürgert in:
*Belgium

Status unklar, möglicherweise nur extreme Farbform von O. glazioviana 

 

 

Pflanze 80 - 200 cm groß

 

Blütenstandsachse vollständig rot oder rot getupft
Kronblätter 40 - 50 mm lang, breiter als lang, Narben die Staubblätter deutlich überragend, Kelch rötlich, konisch zulaufend, drüsig, Kelchspitzenzipfel 5 - 9 mm lang, nicht spreizend


Photo und copyright Michael Hassler

Hypanthien rot, 35 - 45 mm lang
Kapsel 20 - 32 mm lang, drüsig, rot gestreift, Fruchtzähne gestutzt oder ausgerandet


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter elliptisch, bucklig, Mittelnerv weiß oder rot, ober- und unterseits weich behaart, Haarbasen der Borstenhaare des Stängels deutlich kegel- bis walzenförmig


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

2     Kelch blass rot gestreift

Blüten oft orange
Blätter flach, +/- ganzrandig, bis 25 mm breit, auf der Oberseite dicht kurzhaarig
Kapsel mit langen, drüsenlosen, weißen Haaren, fast ohne Drüsenhaare
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten gelb
Blätter gewellt, gezähnt, bis 40 mm breit, auf der Oberseite +/- kahl
Kapsel dicht drüsenhaarig, fast ohne lange weiße Haare
> 4

 

3     Kapsel mit langen, drüsenlosen, weißen Haaren, fast ohne Drüsenhaare


Weichhaarige Nachtkerze
(Oenothera hirsutissima
(A. Gray ex S. Wats.) de Vries)


Photo und copyright Michael Hassler

VII - IX, Ruderalstellen, Bahndämme, Flussufer
                Antwerpen, Belgien 

Synonyme:
Oenothera elata ssp. hirsutissima (A. Gray ex S. Wats.) Dietrich 

English name:
Hairy Evening- primrose

Verbreitung in Deutschland:
Vorkommen in Deutschland bisher nicht bestätigt (nur Belgien) 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA, Mexico

Eingebürgert in:
*Belgium

 

 

Pflanze 80 - 200 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstandsachse rot getupft
Haarbasen der Borstenhaare des Stängels deutlich kegel- bis walzenförmig


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter 40 - 50 mm lang, breiter als lang
Narben die Staubblätter deutlich überragend


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten oft orange abblühend, Kelch rötlich, konisch zulaufend, drüsig, Kelchspitzenzipfel 5 - 9 mm lang, nicht spreizend, Hypanthien 35 - 45 mm lang


Photo und copyright Michael Hassler

Kapsel mit langen, drüsenlosen, weißen Haaren, fast ohne Drüsenhaare


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter flach, +/- ganzrandig, bis 25 mm breit, auf der Oberseite dicht kurzhaarig


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4     Kapsel dicht drüsenhaarig, fast ohne lange weiße Haare


Rotkelchige Nachtkerze
(Oenothera glazioviana
M. Micheli)

VII - IX, Ruderalstellen, Bahndämme, Flussufer
                 Günzburg, Brenne
                 Lauingen, Schnitzlers Garten
                 Jettingen, Hölldobler

Synonyme:
Oenothera erythrosepala
Oenothera grandiflora
Oenothera vrieseana
Oenothera lamarckiana

English name:
Redsepal Evening- primrose

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Südwesten und Westen, zerstreut Osten 

Gefährdung in Deutschland:
Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: unbeständig, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: unbeständig, Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: evtl. zu erwarten

Weltweite Verbreitung:
Formed by hybridization in the 19th century in Europe, since spreading rapidly:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *Spain, *France, *Corsica, *Sicily, *Italy, 
*S-Brazil, *Chile, *Argentina, *Ecuador, *Colombia, *Uruguay,  *Belgium, *England, *former Czechoslovakia, *Denmark, *Netherlands, *Hungary, *Poland, *Romania, *Western Australia, *South Australia, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *New Zealand, *Azores, *Canary Isl., *Japan, *China, *Taiwan, *Russia, *Caucasus / Transcaucasus, *Java, *Nepal, *India, *Afghanistan, *Iraq, *Transvaal, *Oranje Free State, *Natal, *Cape Prov., *Swaziland, *Réunion, *Burundi, *USA, *Canada

Es gibt mindestens eine schmalblättrige und eine breitblättrige Variante!
Oenothera  glazioviana bildet Zwischenformen mit Oenothera fallax und Oenothera biennis (= Oenthera albivelutina), deren Blütengröße zwischen Oenothera glazioviana und Oenthera biennis/fallax liegt.

 

 

Pflanze 80 - 200 cm groß

Blütenstandsachse rot getupft

Kronblätter 40 - 50 mm lang, breiter als lang
Narben die Staubblätter deutlich überragend

Kelch rötlich, konisch zulaufend, drüsig,
Kelchspitzenzipfel 5 - 9 mm lang, nicht spreizend

Hypanthien 35 - 45 mm lang
(Die Hypanthien sind auf dem Photo rötlich und befinden sich zwischen der Blüte und dem grünen, direkt am Stängel sitzenden Fruchtknoten) 

Kapsel 20 - 32 mm lang, drüsig, Fruchtzähne gestutzt oder ausgerandet

Blätter gewellt, gezähnt, bis 40 mm breit, auf der Oberseite +/- kahl, Mittelnerv weiß oder rot

Haarbasen der Borstenhaare des Stängels deutlich kegel- bis walzenförmig