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Gattung: Alraune (Mandragora)

Zur Gattung gehören 3 Arten.


Echte Alraune
(Mandragora officinarum)


Photo und copyright Michael Hassler

IV - V bzw. IX - XI, Wege, Olivenhaine, Ruinen
                                    Rhodos

Zu den Variationen

Synonyme:
Erdmännlein, Galgenmännchen, Heckenmännchen, Mandragora, Zauberwurzel
Atropa acaulis Stokes; Atropa humilis Salisb.; Atropa mandragora L.; Mandragora acaulis Gaertner; Mandragora mas Garsault; Mandragora neglecta G. Don ex Loud.; Mandragora officinalis Mill.; Mandragora praecox Sweet; Mandragora vernalis Bertol.

English name:
Mandrake

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Heil- und Kulturpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Alabania, Greece, Crete, E-Aegaean Isl., 
Turkey, Cyprus, Israel, Jordania, Lebanon

Die Alraune wurde schon seit dem Mittelalter als Zauberpflanze geschätzt, aber auch als Mordmittel eingesetzt. Die Ähnlichkeit der gespaltenen Wurzel mit dem menschlichen Körper führte dazu dieser Wurzel Zauberkräfte zuzuschreiben. Die Menschen damals glaubten, dass die Pflanze nur unter dem Galgen eine gehängten Jünglings wuchsen und dass jeder, der sie mit bloßen Händen pflückt, stirbt oder verflucht wird. Deshalb musste die Wurzel von einem Hund ausgegraben werden. Manchmal wurde dem armen Hund sogar ein Seil um seine Rute gebunden, um die Alraune aus der Erde zu ziehen – sollte sie doch lautes Wehklagen von sich geben, wenn man sie aus der Dunkelheit des Erdreichs barg. Auch in den Harry Potter- Büchern lernen Harry, Ron und Hermine im Kräuterkundeunterricht die Wirkung der Alraune kennen.
Die Pflanze wurde als Aphrodisiakum, schmerzstillendes Mittel und als Droge eingesetzt. Eine Vergiftung zeigt sich durch Hautrötung, trockenen Mund, Unruhe, Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen, Verwirrtheit, Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen sowie komatöse Zustände und Bewusstlosigkeit bis hin zu Tod durch Atemlähmung.

 

              

 

 

Pflanze 10 - 20 cm groß
Blätter in grundständigen Rosetten, Blütenstiel entspringen in den Achsel der Blätter


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter grünlich- weißlich hellblau oder violett


Photo und copyright Michael Hassler

Krone 2 - 4 cm im Durchmesser


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blüten mit 5 Staubblättern, die im unteren Teil verwachsen sind, Narbe kopfig


Photo und copyright Michael Hassler

Kelchblätter ein Drittel bis der Hälfte ihrer Länge verwachsen,
Kelchzipfel sind 3 bis 15 mm lang, spitz zulaufend, oft gewellt


Photo und copyright Michael Hassler

Früchte 5 - 40 mm lang, kugelig bis elliptisch, gelb oder orange


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blätter in grundständigen Rosetten, runzlig- nervig, bis 45 cm lang, gestielt
am Rand gewellt, kahl oder behaart


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Wurzeln oft 2- geteilt, dem Körper eines Menschen manchmal ähnlich