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Gattung: Seifenkraut (Saponaria)

Gattungsmerkmale: Blütenstand rispig oder trugdoldig, vielblütig, 5 Kronblätter, Kelch röhrig, 5 kurze Kelchzipfel, 10 Staubblätter, 2 Griffel, Kronblätter rosa, länger als der Kelch, Kapsel zylindrisch, mit 4 Zähnen aufspringend, Samen nierenförmig, zusammengedrückt, Blätter gegenständig, ganzrandig, den Stängel scheidig umfassend, ohne Nebenblätter

Zur Gattung gehören ca. 40 Arten.

Pflanze groß (bis 80 cm)
Blüten rosa oder weiß 
> 1

Pflanze klein (10 - 30 cm)
Blüten rot
> 2

                                                                                                                                                    

1     Pflanze groß, rosa oder weiß


Echtes Seifenkraut
(
Saponaria officinalis L.)

VI - IX, Wegränder, Bahndämme, Ufer (0 - 1000 m)
               Günzburg, Emausheim, Bayern, ca. 450 m ü.M. (30.07.2008)
               Arnea, Chalkidiki, Griechenland (20.0.2017)

Synonyme:
Saponaria vulgaris Pall.; Silene saponaria Fries ex Willk. & Lange; 

English name:
Common Soapwort

Nom francais:
Saponaire officinale

Nome italiano: 
Saponaria comune

Verbreitung in Deutschland:
Fast flächendeckend verbreitet

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Bosnia & Hercegovina, Macedonia, Montenegro, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades),
Belgium, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Crimea, Iran

Eingebürgert in:
*Madeira, *England, *Denmark, *Finland, *Ireland, *Norway, *Sweden, *Baltic States,  
*Australia, *Tasmania, *Taiwan, *China, *Chile, *Argentina, *Canada, *USA

2n = 28

Etymologie:
- Saponaria: sapo = Seife (die Wurzeln von Saponaria officinalis wurden früher als Waschmittel genutzt)
- officinalis: Arznei (bei Bronchitis)
            

 

 

Pflanze 30 - 80 cm hoch

Blütenstände vielblütig, trugdoldig am Ende des Stängels 
und in den Achseln der oberen Blätter

Blüten 20 - 30 mm im Durchmesser, 5 Kronblättern, Kelch röhrig, mit 5 kurzen Kelchzipfeln
Kronblätter rosa bis weiß, 12 - 15 mm lang, 6 - 7 mm breit, vorne ganzrandig oder schwach ausgerandet

Blüten mit 10 Staubblättern, 2 Griffel, 


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten stieltellerförmig, mit mit kleiner zweizähniger  Nebenkrone

Kelch röhrig verwachsen, 17 - 25 mm lang, 3 - 5 mm breit, grün oder rötlich, behaart, ohne Längsrillen, mit 5 kurzen Kelchzähnen, Blüten kurz gestielt

Kapseln zylindrisch, vom Kelch eingehüllt, 4- zähnig aufspringend

Samen 2 mm lang, nierenförmig, fein warzig


Photo und copyright Jesús Vílchez

Blätter gegenständig, breit lanzettlich, 65 - 110 mm lang, 15 - 30 mm breit

Blätter +/- kahl, unterseits mit 3 - 5 deutlichen parallelen Nerven,
sitzen oder kurz gestielt, den Stängel scheidig umfassend

 

 

2     Pflanze klein, rot


Rotes Seifenkraut
(
Saponaria ocymoides L.)

IV - X, Felsfluren, Ufergeröll (0 - 1500 m)
             Ferrara di Monte Baldo, Italien (25.05.2015)

Synonyme:
Silene ocymoides E. H. L. Krause

English name:
Rock Soapwort

Nom francais:
Saponaire de Montpellier

Nome italiano: 
Saponaria rossa

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal und selten zentrale Bayer. Alpen (nur um Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald); gelegentlich verwildert im Süden und der Mitte Deutschlands

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Bayern: 1 (vom Asusterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Italy,  Sardinia, Slovenia

Eingebürgert in:
*England, *Czech Republic, Slovakia, *Denmark, 
*USA

Auch Zierpflanze mit mehreren Sorten:
'Splendens', 
'Rubra Compacta' 
'Karminkönigin'

Etymologie:
- Saponaria: sapo = Seife (die Wurzeln von Saponaria officinalis wurden früher als Waschmittel genutzt)
- ocymoides: basilikumähnlich (Basilikum = Ocimum basilicum)

Ähnlich ist Silene acaulis (Stängelloses Leimkraut). Bei dieser Art ist der Kelch jedoch kahl und 10- aderig

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß

oft Rasen bildend

Blütenstände meist stark verzweigt, niederliegend, aufsteigend und aufrecht

Blütenstände zusammengesetzt, 2 - 4- fach dichasial verzweigt,
an den Zweigenden büschelig

Blüten mit 5 Kronblättern, 10 Staubblätter, 2 Griffel, mit kleiner, 2- zähniger Nebenkrone,
Kronblätter rot oder rosa, Staubbeutel blau

Sichtbarer Teil der Kronblattzipfel eiförmig, gleichmäßig verschmälert

Kelch röhrig verwachsen, drüsig behaart, ohne Längsrillen,
mit 5 kleinen Kelchzipfeln

Kapsel eiförmig, 5 mm im Durchemsser,
Samen ca. 2 mm lang

 

Stängelblätter eilanzettlich, 7 - 20 mm lang, 3 - 10 mm breit

Blätter einnervig, bewimpert