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Gattung:  Gilbweiderich (Lysimachia)

Zur Gattung gehören ca. 150 Arten.

Blüten in kugeligen,  achselständigen Trauben
mit 6 - 7 schmal lanzettlichen Kronblättern, Kronblätter kürzer als die Staubblätter
> 1

Blüten einzeln, in Rispen oder Ähren
mit 5 breiteren Kronblättern, Kronblätter länger als die Staubblätter 
> 2

   

                                                        

1     Blüten in kugeligen, achselständigen Trauben


Strauß- Gilbweiderich
 (Lysimachia thyrsiflora)

V - VII, Ried, Ufer, Moore, auch Zierpflanze
              Weiher beim KKH Günzburg
              Pfronten Moor
              Ursee
              Illertissen, Staudengärtnerei Gaißmayer

Synonyme:
Naumburgia thyrsiflora (L.) Rchb. 

English name:
Tufted Loosestrife, Water Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Norden, Brandenburg, N-Sachsen; zerstreut Alpenvorland, Oberschwaben; selten Erzgebirge, Vogtland, Oberpfalz, Pfälzerwald, Niederrhein; Einzelfunde anderswo 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 0 (ausgestorben), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France, former Yugoslavia, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland,  Netherlands, Norway, Poland, Romania, Sweden, Bulgaria, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Heilongjiang, Jilin, Nei Mongol, Shaanxi, Yunnan, Mongolia, Japan, Alaska, USA, Canada

 

 

Pflanze 25 - 70 cm groß,
aufrecht, unverzweigt

Blüten in blattachselständigen, kugeligen Trauben

Kronblätter schmal lanzettlich, zu 6 - 7, gelb, kürzer als die Staubblätter

Abgeblühtes Köpfchen

Früchte rundlich


Photo und copyright Ursula Burri

Blätter kreuzweise gegenständig, schmal lanzettlich

 

 

2     Blüten einzeln, in Rispen oder Ähren

Pflanze zierlich, 10 - 30 cm groß, aufsteigend
Blüten klein (1 - 1,5 cm im Durchmesser), einzeln, lang gestielt
> 3

Pflanze kräftig, 10 - 150 cm groß, kriechend oder aufrecht
Blüten groß (2 - 3 cm im Durchmesser)
> 4 

   

                                                                                               

3     Blüten klein (1 - 1,5 cm im Durchmesser), einzeln, lang gestielt


Hain- Gilbweiderich
 (Lysimachia nemorum)

V - VII, Wälder, Quellsümpfe
              Waldweg Tussenhausen             
              Ottobeuren, Nagelfluh- Schluchtwald

Synonyme:
Wald- Gilbweiderich
Anagallis nemorum (L.) Büscher & G. H. Loos 

English name:
Yellow Pimpernel

Verbreitung in Deutschland:
Alpen, Alpenvorland und Mittelgebirge verbreitet (Süden in tiefen Lagen selten oder fehlend), Nordrhein-Westfalen und SO-Niedersachsen verbreitet, restliches Niedersachsen und Schleswig-Holstein zerstreut; fehlt bis auf Einzelfunde Thüringer Becken, Brandenburg, O-Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 4 (potentiell gefährdet), Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, France, Sicily, Italy, former Yugoslavia
Ukraine, Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Faroe Isl., Ireland,  Netherlands, Norway, Poland, Romania, Sweden,

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß, aufsteigend
meist verzweigt

Blüten 5- zählig, einzeln, 1 - 1,5 cm im Durchmesser
Staubblätter am Grund nicht verwachsen

Kelchblätter pfriemlich, zugespitzt

Blätter eiförmig, gegenständig

 

 

    Blüten groß (2 - 3 cm im Durchmesser)

Stängel kriechend
> 5

Stängel aufrecht
> 6

 

5     Stängel kriechend


Pfennig- Gilbweiderich
 (Lysimachia nummularia)

V - VII, Wälder, Ufer
              Waldweg bei Glöttweng
              Kleiner Lutzenberger See Günzburg
              Hammerstetten
             Offingen Straßenrand
             Günzburg, Schurrsee

Synonyme:
Pfennigkraut
Ephemerum nummularia Schur; Lysimachia nemorum Geners.; Lysimachia repens S. F. Gray; Lysimachia repens Stokes; Lysimachia rotundifolia F. W. Schmidt; Lysimachia suaveolens Schoenh. ex Garcke; Lysimachusa nummularia Pohl; Nummularia centimorbia Fourr.; Nummularia prostrata Opiz; Nummularia repens Gilib.; Lysimachia nummularia subf. longipes David; Lysimachia nummularia L. f. longipes (David) Nikolic

English name:
Creeping Jenny

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Bulgaria, Crimea, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, Turkey, European Turkey, 

Eingebürgert in:
*Corsica, 
*Tasmania, 
*Finland,  *USA, *Canada

 

 

Pflanze 10 - 50 cm groß, kriechend

Blüten 5- zählig, zu 1 -2 blattachselständig

Kronblätter 9 - 16 mm, Kronränder gefranst

Blüten mit 5 am Grund verwachsenen Staubblätter

Kelchblätter +/- rötlich punktiert

Stängel kahl

Blätter rundlich, gegenständig

 

 

6     Stängel aufrecht

Blütenstand wenigblütig, Blätter oft bronzefarben überlaufen, 
Stängel +/- kahl, Blattstiele und Blattränder bewimpert
Staubblätter am Grund nicht verwachsen
7

Blütenstand vielblütig, Blätter meist grün
Stängel behaart
Staubblätter am Grund verwachsen
> 8

 

7         Stängel +/- kahl, Staubblätter am Grund nicht verwachsen


 Bewimperter Gilbweiderich
(Lysimachia ciliata)

VII - VIII, Zierpflanze, Wälder, Ufer
                   Botanischer Garten Chitelet, Vogesen

Synonyme:
Steironema ciliatum (L.) Baudo; Steironema pumilum Greene 

English name:
Fringed Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA, Canada

Mehrere Sorten:
'Firecracker': mit bronzefarbenen Blättern

 

Pflanze 50 - 120 cm groß

Blütenstand meist nur aus 1 - 3 lang gestielten Blüten, 
die aus den Blattachseln der oberen Blattpaare entspringen

 

Blüten 5- zählig, am Grund oft mit rotem Fleck
Staubblätter am Grund nicht verwachsen

Kelchblätter linealisch, kahl, ohne roten Rand

Blätter gegenständig

Stängel aufrecht, kahl, Blattstiele gewimpert

Blätter unterseits kahl, nicht dunkel punktiert, am Rand bewimpert

 

 

8     Stängel behaart, Staubblätter am Grund verwachsen

Kelchblätter nicht drüsig behaart, mit rotem Rand
> 9

Kelchblätter drüsig behaart, ohne roten Rand
> 10

                                                                                                

9      Stängel verzweigt


Gewöhnlicher Gilbweiderich
 (Lysimachia vulgaris)

VI - VIII, Wälder, Ufer
                 Glöttweng B 10 am Waldrand
                 Gennacher Moos

Synonyme:
Lysimachia elata Salisb.; Lysimachia fauriei Leveille ex Hand.-Mazz.; Lysimachia glauca Adams; Lysimachia guestphalica Weihe ex Reichb.; Lysimachia lutea Jiraseck ex Mert. & Koch; Lysimachia paludosa Baumg.; Lysimachia paniculata Gilib.; Lysimachia thyrsiflora Geners.; Lysimachia tomentosa Presl; Lysimachia vulgaris ssp. davurica (Ledeb.) Tatew.; Lysimachia vulgaris var. davurica (Ledeb.) Knuth; Lysimachia westphalica Weihe; Lysimachusa vulgaris Pohl

English name:
Yellow Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, France, Corsica, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece,
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland,  Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Bulgaria,  Crimea, Algeria, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, Xinjiang, Kazakstan,  Turkey, E-Aegaean Isl., Iran, Iraq, 

Eingebürgert in:
*Austarlia, *Jammu & Kashmir,*USA, *Canada

 

 

Pflanze 40 - 150 cm groß,
meist verzweigt

Blüten 5- zählig

Kronblätter 9 - 16 mm, ohne Wimpern
Staubblätter am Grund verwachsen

Kelchblätter nicht drüsig behaart, mit rotem Rand

Früchte kugelig

Stängel aufrecht, im oberen Teil verzweigt, stark behaart

Blätter gegenständig 

oder zu 3 - 4 quirlständig, 2 - 5 mal so lang wie breit

Blätter unterseits nicht dunkel punktiert

Vor der Blüte (Mai)

 

 

10     Stängel unverzweigt


Drüsiger Gilbweiderich
 (Lysimachia punctata)

VI - VIII, Wälder, Ufer, Zierpflanze
                  Wiese bei Nornheim
                  Goldsee Burgau
                  Wäldchen oberhalb der Muna
                  Günzburg, gegenüber Autohaus Zimmermann

Synonyme:
Nummularia punctata (L.) Büscher & G. H. Loos 

English name:
Large yellow loosestrife, Dotted Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt
Zerstreut Mitte, Westen, Sachsen; sehr zerstreut Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern; fehlt Nordosten und Schleswig-Holstein bis auf Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: evtl. zu erwarten [Neophyt], Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: unbeständig 

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece,
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, Ukraine, Crimea, European Russia, Turkey, European Turkey, 

Eingebürgert in:
*Germany, *Switzerland, 
*France, 
*Belgium, *England, *Denmark, *Finland, *Netherlands, *Norway, *Sweden, *Baltic States, 
*USA, *Canada

Mehrere Sorten:
'Alexander': mit panaschierten Blättern


 

 

Pflanze 50 - 100 cm groß,
meist unverzweigt

Gartenformen auch +/- verzweigt, vielblütig

Blüten 5- zählig, in Ähren, blattachselständig

Kronblätter 10 - 16 mm, drüsig bewimpert, am Grunde orange

Kelchblätter drüsig behaart, ohne roten Rand

Stängel aufrecht, unverzweigt, stark behaart

Blätter zu 3 - 6 quirlständig, 2 - 3 mal so lang wie breit

Blätter unterseits dunkel punktiert, bei Gartenformen auch ohne Punkte