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Blauweiderich (Pseudolysimachion)

Rothmaler (20. Auflage 2011) stellt die Gattung Pseudolysimachion wieder zu Veronica = Veronica subg. Pseudolysimachion

Pflanzen < 50 cm, meist nur 1 Blütenstand
Blätter ganzrandig oder schwach gesägt
> 1

Pflanze > 50 cm, mit 3 - 11 Blütenständen
Blätter scharf gesägt
> 4

                                                  

1     Blätter ganzrandig oder schwach gesägt

Pflanze dicht silberweiß- graufilzig behaart
Zierpflanze
> 2

Pflanze nicht graufilzig behaart

> 3

 

2     Pflanze dicht silberweiß- graufilzig behaart


Silbergrauer Blauweiderich
(Pseudolysimachion incanum)

VI - VII, Zierpflanze, Heidegärten, Steppen, trockene Hänge
                Botanischer Garten Heidelberg

Synonyme:
Blasser Ehrenpreis
Veronica incana, Veronica spicata ssp. incana

English name:
Spike Speedwell

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Italy
Hungary, Czech Republic, Poland
Japan, Kazakhstan, Mongolia, Russia
South Korea, China

Mehrere Sorten:
'Silberteppich': Blütenblauviolett, Blätter dicht weißfilzig
'Silbersee': Blüten dunkelviolett
'Rosea': Blüten rosa

 

Pflanze 20 - 40 cm groß

Blüten blauviolett, Blütenstiele und Kelch graufilzig

Blätter und Stängel ganzrandig oder schwach gesägt
dicht silberweiß- graufilzig behaart

 

 

3     Pflanze nicht graufilzig behaart


Ähren- Blauweiderich 

(Pseudolysimachion spicatum)

VI - IX, Trockenrasen
              Königsbrunner Heide
              Garchinger Heide
              Kleinsorheim

Zu den Unterarten

Synonyme:
Heide- Ehrenpreis
Veronica spicata
Veronica glandulifera Opiz,

English name:
Spiked Speedwell

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Brandenburg; sehr zerstreut Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Nordfranken; selten nördliche Oberrheinebene, Niederbayern, S-Frankenalb, Thüringen; Einzelfunde Z-Franken, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, S-Baden-Württemberg 

Gefährdung in Deutschland: 
Deutschland: 3+ (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Geschützte Art!

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, 
England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Crimea, European Russia, Sweden, *Netherlands, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Xinjiang, Kazakstan, Kyrgysztan, Mongolia, *USA, *Canada

 

 

 

 

 

Pflanze 15 - 40 cm groß

Meist nur 1 Blütenstand

Blüten trichterförmig, Blütenröhre länger als breit, mit 4 oder 5 Kronzipfeln, Staubblätter weit aus der Blüte ragend

Kelch drüsenhaarig

Blätter oft wechselständig

Blätter ganzrandig oder schwach gesägt
1 - 5 cm lang, stumpf

Stängel dicht behaart

 

 

4      Blätter scharf gesägt

Außer der endständigen Traube weitere 2 - 3, meist kürzere Trauben in den Achseln der obersten Blätter
Untere Blätter lanzettlich, 5 - 13 cm lang, deultlich gestielt
Stromtäler, auch verwilderte Zierpflanze
> 5

  

Außer der endständigen Traube weitere 5 - 10, meist fast gleich lange Trauben in den Achseln kleinen Deckblättern
Untere Blätter eilanzettlich, 3 - 8 cm lang, kurz gestielt
in Deutschland ausgestorben
> 6

 
Photo und copyright Rolf Marschner

 

5      Außer der endständigen Traube weitere 2 - 3, meist kürzere Trauben


Langblättriger Blauweiderich
(Pseudolysimachion longifolium)

VI - VIII, Sumpfwiesen, Gräben, Zierpflanze
                 Nornheim
                 Feuerbachstr
                 Peterswörth
                 Burgau, Graben beim Silbersee

Synonyme:
Strand- Ehrenpreis
Veronica maritima, Veronica longifolia, Pseudolysimachion maritimum

English name:
Longleaf Speedwell

Verbreitung in Deutschland:
Norden zerstreut (vor allem Flußauen von Oder, Elbe, untere Weser, Ems); N Regensburg, nördliche Oberrheinebene und Niederrhein selten und stark zurückgehend; Restgebiet sehr selten bis Einzelfunde
Als Zierpflanze öfter verwildernd.

Gefährdung in  Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), Thüringen: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
France, Italy, former Yugoslavia, 
Belgium, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sweden, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Java, Sakhalin, Manchuria, Korea, Heilongjiang, Jilin, Nei Mongol, Xinjiang, Kazakstan, Korea, Mongolia, Turkey, European Turkey, 

Eingebürgert in:
*Argentina, *Alaska, *USA, *Canada

Es sind mehrere Sorten im Verkauf:
- 'Lila Karina': Blüten grauviolett

- 'Blauriesin':       Blüten blauviolett
- 'Pink Damask': Blüten pink

Bei der Unterart Veronica longifolia subsp. longifolia ist der Blattgrund gestutzt bis herzförmig; die meist gegenständig angeordneten Blätter sind etwas breiter (bis zu vier Zentimeter) und regelmäßiger gesägt. Bei der Unterart ''Veronica longifolia subsp. maritima sind die Blätter zu 3 oder 4 im Wirtel, eher schmal-lanzettlich, unregelmäßiger gesägt und der Blattgrund ist keilig. Die Unterscheidung der Unterarten ist allerdings taxonomisch umstritten.

 

 Pflanze 60 - 100 cm groß

Außer der endständigen Traube weitere 2 - 3, meist kürzere Trauben in den Achseln der obersten, meist nur wenig verkleinerten Blätter

Staubblätter ragen weit aus der Krone

Kelch auf der Fläche meist kahl, am Rand bewimpert, nie drüsig

Fruchtstiele meist kürzer wie ihr Deckblatt
Deckblätter linealisch, am Rand bewimpert, drüsenlos

Stängel oben dicht, fast filzig mit 0,2 - 0,5 mm langen, 
meist gekräuselten, drüsenlosen Haaren 

Stängel im unteren Teil kahl

Blätter gegenständig oder zu 3 - 4 im Wirtel

Stängelblätter scharf gesägt, 5 - 13 cm lang, spitz

Blattunterseite angedrückt behaart

 

 

6    Außer der endständigen Traube weitere 5 - 10, meist fast gleich lange Trauben


Rispen- Blauweiderich

(Pseudolysimachion spurium)


Photo und copyright Rolf Marschner

VII - VIII, Halbtrockenrasen
                   Rohrbach bei Mattersburg (Österreich)
                   (Rolf Marschner 27.06.2009)

Synonyme:
Unechter Ehrenpreis, Rispiger Ehrenpreis, 
Veronica spuria
Pseudolysimachion paniculatum (L.) Hartl, Pseudolysimachion paniculatum ssp. foliosum (Waldst. & Kit.) Hartl, Pseudolysimachion spurium ssp. paniculatum (L.) Dostál, Veronica foliosa Waldst. & Kit., Veronica paniculata L., Veronica paniculata ssp. foliosa (Waldst. & Kit.) Skalickì,

English name:
Bastard Speedwell

Verbreitung in Deutschland:
Früher Wandersleben in Thüringen sowie bei Freyburg, Halle und Halberstadt in Sachsen-Anhalt

Gefährdung in Deutschland: 
Deutschland: 0 (ausgestorben), 
Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Thüringen: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, +Germany, 
?Italy, former Yugoslavia,
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary,  Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, Xinjiang, Kazakstan, Kyrgysztan, Mongolia, *USA

 

 

 

 Pflanze 50 - 120 cm groß


Photo und copyright Rolf Marschner

Außer der endständigen Traube weitere 5 - 10, meist fast gleich lange Trauben in den Achseln kleinen Deckblättern


Photo und copyright Rolf Marschner

 Fruchtstiele meist mehr als 1,5 mal so lang wie ihr Deckblatt, Deckblätter lanzettlich, meist mit sehr kurzen Drüsenhaaren besetzt (Lupe!)

Stängel oben mäßig dicht, fast filzig mit 0,1 - 0,2 mm langen, 
drüsenlosen und dazwischen mit etwas längeren Drüsenhaaren besetzt 


Photo und copyright Rolf Marschner

Stängel auch im unteren Teil behaart, Blätter gegenständig oder zu 3 - 4 im Wirtel
Stängelblätter scharf gesägt, 5 - 13 cm lang
, spitz


Photo und copyright Rolf Marschner