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Gattung: Pfeilkraut (Sagittaria)

Zur Gattung gehören 25 Arten.

Überwasserblätter pfeilförmig
> 1

  

Überwasserblätter linealisch, lanzettlich oder elliptisch
> 4

  
Photo und copyright Michael Hassler

 

1     Oberste Blätter aus dem Wasser ragend, pfeilförmig

Kronblätter am Grund mit purpurfarbenem Fleck
Staubbeutel purpurn
> 2

Kronblätter am Grund ohne purpurfarbenem Fleck
Staubbeutel gelb
> 3


Photo und copyright Harald Geier

                        

2    Krone am Grund mit purpurfarbenem Fleck


Gewöhnliches Pfeilkraut
(Sagittaria sagittifolia)

VI - VIII, Ttehende oder langsam fließende
                 Gewässer
                 Donaustaustufe Offingen
                 Donaustaustufe Günzburg

Synonyme:
Sagittaria alpina Willd., Sagittaria aquatica var. minor (Mill.) Gray, Sagittaria heterophylla Schreb., Sagittaria minor Mill., Sagittaria natans Pallas, Sagittaria sagittifolia var. stratiotoides Bolle, Sagittaria sagittifolia var. vallisneriifolia Coss. & Germ., Salicornia gracillima (Towns.) Moss., Salicornia herbacea L. 

English name:
Arrowhead

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut bis mäßig häufig Norden, Osten, Franken, größere Flußauen; Restgebiet sehr zerstreut bis selten, fehlt Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Sardinia, Italy, former Yugoslavia, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sweden, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, *New South Wales, China, *Cook Isl. (*Rarotonga), *Society Isl. (*Tahiti, *Huahine, *Raiatea), *Austral Isl. (*Tubuai), Turkey, European Turkey, Iraq

 

 

 

Pflanze 20 - 100 cm groß

Die Pflanze ist einhäusig:
Am oberen Ende der Blütentraube befinden sich die größeren und länger gestielten männlichen Blüten

Männliche Blüten mit purpurfarbene Staubbeutel aufweisen, Kronblätter am Grund mit rotem Fleck

Am unteren Ende der Blütentraube befinden sich die kurz gestielten, kleineren weiblichen Blüten

 Früchte in rundlichen Kolben, mit leicht hakigem Schnabel

Obere Blätter aus dem Wasser ragend, pfeilförmig, Blattzipfel spitz, untere Blattzipfel länger als der nach oen zeigende

Mittlere Blätter schwimmend, mit elliptischer bis pfeilförmiger Spreite

Untere Blätter bandförmig, flutend

 

 

3     Krone am Grund ohne purpurfarbenem Fleck


Veränderliches Pfeilkraut
(Sagittaria latifolia)


Photo und copyright Harald Geier

VI - VIII, Stehende oder langsam fließende Gewässer
                 Aquarienpflanze, häufig angesalbt
                 Botanischer Garten München
                 Langenau

Synonyme:
Breitblättriges Pfeilkraut
Sagittaria gracilis Pursh, Sagittaria hastata Pursh, Sagittaria latifolia var. glabra Buch., Sagittaria obtusa H. L. Mühl. ex Willd., Sagittaria planipes Fernald, Sagittaria sagittifolia var. latifolia (Willd.) Muhl., Sagittaria variabilis Engelm. 

English name:
Duck Potato, Broadleaf Arrowhead

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt
Einzelfunde Mitte, Süden und Niedersachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: mit Einbürgerungstendenz, Berlin: R (sehr selten), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
USA, Canada, Mexico, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Colombia, Ecuador, Venezuela, Panama, 

Eingebürgert in:
?Austria, *Germany, *Switzerland, 

*France, *Italy, 
*former Czechoslovakia, *Romania, *European Russia, *Hawaii (*Kauai, *Oahu, *Maui, *Hawaii Isl. (*Waipi`o Valley))

Im Internet werden die beiden Arten Sagittaria latifolia und Sagittaria platyphylla oft synonym gesetzt, da sich die deutschen Namen entsprechen und die im Aquarienhandel verkauften Unterwasserblätter +/- identisch sind. Die beiden Arten unterscheiden sich aber deutlich in den Überwasserblätter.

Herkunft:
Nordamerika

 

 

Pflanze 30 - 150 cm groß

in allen Teilen größer als S. sagittifolia


Photo und copyright Harald Geier

Krone weiß, am Grund ohne purpurfarbenem Fleck, Staubbeutel gelb


Photo und copyright Harald Geier

Kelchblätter zurückgeschlagen


Photo und copyright Harald Geier

Frucht mit rechtwinklig abstehendem Schnabel

Die beiden unteren Blattzipfel kürzer als der mittlere

Blätter 30 cm lang und 20 cm breit


Photo und copyright Harald Geier

 

 

4     Überwasserblätter fehlend oder länglich bis elliptisch

Überwasserblätter flutend, max. 1,5 cm breit
> 5


Photo und copyright Michael Hassler

Überwasserblätter aus dem Wasser stehend, bis 10 cm breit
> 6


Photo und copyright Michael Hassler

 

5     Überwasserblätter flutend, max. 1,5 cm breit


Pfriemenblättriges Pfeilkraut
(Sagittaria subulata)


Photo und copyright Michael Hassler

V - X, Klärwassergraben, Aquarienpflanze
           Berlin
           Botanischer Garten München
           Botanischer Garten Mainz

Synonyme:
Kleines Pfeilkraut
Flutendes Pfeilkraut
Alisma subalatum, Sagittaria natans, Sagittaria pusilla

English name:
Narrow Leaf Arrowhead
Awl leaf Arrowhead

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig vorkommender Neophyt
Berlin

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA (Südstaaten)
evt. Nordküste Südamerikas

Eingebürgert in:
*Germany,
*England, *France
*Romania, *Hungary
*New Guinea, *Java

Es sind mehrere Variationen im Handel

Vorkommen von Sagittaria subulata in Berlin

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

Blütenstand unter der Wasseroberfläche flutend, mit 4 - 6 dreiblütigen Quirlen, jeweils 1 Blüten während 8 Stunden auf dem Wasser auftauchend, nur  1 - 2 weibliche Blüten im untersten Quirl

Wasserblätter schmal linealisch, ca. 1 cm breit
(ähnlich Vallesneria, aber Blattrand nicht gezähnt)
, Überwasserblätter fehlend oder länglich bis elliptisch, flutend


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

6     Überwasserblätter aus dem Wasser stehend, bis 20 cm breit


Breitblättriges Pfeilkraut
(Sagittaria platyphylla)


Photo und copyright Michael Hassler

V - X, Zierpflanze
           Bruchsal (Michael Hassler cult.)

Synonyme:
Sagittaria graminea var. platyphylla, 
Sagittaria mohrii

English name:
Delta arrowhead

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Aquarienpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Östliches Texas und südliches Mississippi-Einzugsgebiet
in Ohio adventiv

Eingebürgert in:
*N-Italy, 
*Panama, *Caucasus / Transcaucasus, *Java, *New South Wales, *Victoria

Im Internet werden die beiden Arten Sagittaria latifolia und Sagittaria platyphylla oft synonym gesetzt, da sich die deutschen Namen entsprechen und die im Aquarienhandel verkauften Unterwasserblätter ähnlich sind. Die beiden Arten unterscheiden sich aber deutlich in den Überwasserblätter.

"Die als Sagittaria graminea bezeichneten Aquarien- und Gartenteichpflanzen passen nicht zur Beschreibung von Sagittaria graminea in der Flora of North America (Online-Version, www.efloras.org), sondern eher zu Sagittaria platyphylla, da die amerikanische Sagittaria graminea wesentlich schmalere, linealisch- lanzettliche Überwasserblätter haben müsste". (Aus: Flowgrow). Wahrscheinlich befindet sich deswegen Sagittaria graminea in Deutschland nicht in Kultur und kann somit auch adventiv nicht vorgefunden werden. 
Zum Vergleich:
- Sagittaria graminea in "Go Botany New England"
- Sagittaria platyphylla in "Wildflowers of Texas"

 

 

 

 

Pflanze 30 - 150 cm groß
nur in tieferen Wasser winterhart

Blütenstand über Wasser, in 3 - 9 Quirlen,
bei männlichen Blüten sind die Staubbeutel gelb


Photo und copyright Michael Hassler

Überwasserblätter eiförmig, lang gestielt
Blattspreite 8 bis 15 cm lang und 2,5 bis 10 cm breit


Photo und copyright Michael Hassler

3 große Blattnerven der Überwasserblätter entspringen an der Basis und verlaufen bogig nach oben


Photo und copyright Michael Hassler

Unterwasserblätter schmal linealisch, 0,5 - 3 cm breit und ca. 25 cm lang, (ähnlich Vallesneria, aber Blattrand nicht gezähnt)