Klasse: Schachtelhalme (Equisetopsidae)
Zur Klasse gehört weltweit nur 1
Familie (Equisetaceae) mit einer 1 Gattung (Schachtelhalm = Equisetum),
zu
der 15 Arten gehören, von denen
9 auch in Deutschland heimisch sind
Jede Schachtelhalmart besitzt sowohl fruchtbare (fertile), als auch unfruchtbare (sterile) Sprosse:
| Bestimmungsschlüssel
mit Sporenähren (mit Bastarden) Fertile Sprosse des Acker- Schachtelhalmes
Die fertilen Sprosse besitzen eiförmige Sporenähren (Strobili) an der Spitze, in denen sich die Sporen befinden. Die Sporenbehälter (Sporangien) befinden sich zu fünft bis zehnt an der Unterseite der Sporangienträger (Sporophylle), die wie einbeinige Tischchen aussehen.
Bei Bastarden sind die Sporen abortiert d.h. sie sind farblos, unregelmäßig geformt ohne oder nur mit bruchstückhaften Hapterenbändern. Die Sporen von echten Arten dagegen sind sie rund, grün und besitzen 2 Hapterenbänder. Um die Sporen zu gewinnen, müssen die reifen Strobili ausgeklopft werden. Die Hapterenbänder sind im feuchten Zustand eng schraubig um die Spore gewunden, bei Austrocknung breiten sie sich aus
|
Bestimmungsschlüssel
nach vegetativen Merkmalen (ohne Bastarde)
Sterile Sprosse des Acker- Schachtelhalmes
Die sterilen Sprosse können Seitenäste besitzen, die in Quirlen an der Sprossachse sitzen. Folgende morphologische Merkmale sind für die Bestimmung wichtig:
|
Bei einigen Arten erscheinen beide Sprosstypen gleichzeitig und sind gleich gestaltet. Bei anderen wachsen die unfruchtbaren später und sehen aus wie grüne, verzweigte "Bäumchen". Die Verbreitung der Schachtelhalme geschieht entweder über die Sporen, aus denen männliche und weibliche Vorkeime werden oder vegetativ (ungeschlechtlich) über ihre Rhizome (Wurzelstöcke). Das Aussehen der Schachtelhalme kann je nach Alter sehr stark variieren.