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Artengruppe Valeriana officinalis agg.

Zur Bestimmung sind die größten Stängelblätter mit dem längsten Blattstiel und den meisten Fiedern und von diesen die breitesten mit den meisten Zähnen an einer Blättchenhälfte zu untersuchen. Die Behaarung des Stängels wird im unteren Teil geprüft.

Mittlere Stängelblätter mit 2 - 8 Fiederpaaren
höchstens die obersten etwas herablaufend
Endfieder meist breiter als die Seitenfiedern
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Mittlere Stängelblätter mit 6 - 11 Fiederpaaren
meist an der Blattspindel herablaufend
Endfieder höchstens so breit wie die Seitenfiedern
> 2

 

1       Endfieder breiter als die Seitenfiedern                                     


Kriechender Arznei- Baldrian
(Valeriana excelsa)

VII - VIII, Wälder, feuchte Wiesen
                 verbreitet z.B.
                 Reisensburg, Herrnholz
                 Vollmer- See 31.07.2010

Zu den Unterarten

 

 

 

Pflanze 30 - 160 cm groß
mit ober- oder unterirdischen Ausläufern

Kronröhre 4- 8 mm lang

Frucht 3 - 5,5 mm lang, kahl 

Mittlere Stängelblätter  mit 2 - 8 Fiederpaaren, höchstens die oberen Fiedern etwas herablaufend, Endfieder breiter als die Seitenfiedern, Seitenfiedern elliptisch bis schmal lanzettlich

 

 

2      Endfieder höchstens so breit wie die Seitenfiedern

Pflanze spätblühend (VII - VIII)
Seitenfiedern +/- elliptisch, 2 - 8 mal so lang wie breit, 
7 - 12 mm breit, gewöhnlich stark und tief gezähnt, 
Frucht kahl, Fruchtstand 15 - 50 cm lang
> 3

Pflanze frühblühend (V - VI)
Seitenfiedern lanzettlich, 3 - 15 mal so lang wie breit, 
2 - 8 mm breit, ganzrandig oder wenig gezähnt
Frucht behaart, Fruchtstand 10 - 30 cm lang
> 4

 

3     Seitenfiedern +/- elliptisch, gewöhnlich stark und tief gezähnt


Echter Arznei- Baldrian
(Valeriana officinalis)

VII - VIII, Wälder, feuchte Wiesen, Bäche, Gräben, Heilpflanze
                   Ruderalstellen
                   Günzburg, an der Günz
                   Schwarzenwang
                   Bubesheim, Haage

Synonyme:
Valeriana exaltata
Valeriana nitida Kreyer
Valeriana palustris Wibel
Valeriana wolgensis Kazak.
Valeriana grossheimii Vorosch

English name:
Common Valerian

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: R (sehr selten), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: evtl. zu erwarten [Neophyt], Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
E., S.E. and E.C. Europe, extending to S. Sweden and the S. Alps and perhaps locally further west

 

 

 

Pflanze 60 - 200 cm, wuchtig,
Blütenstand stark verzweigt, 15 - 50 cm lang

Frucht kahl

Mittlere Stängelblätter mit 6 - 11 Fiederpaaren, Fiedern am Stängel herablaufend
Endfieder höchstens so breit wie die Seitenfiedern

Seitenfiedern 2 - 8 mal so lang wie breit, meist tief gezähnt, mit 3 - 10 Zähnen je Fiederhälfte

Fiederunterseite kahl oder nur auf den Nerven behaart

Längster Blattstiel 2 - 19 cm

Stängel meist kahl, mit 5 - 10 Stängelgliedern

 

 

4     Seitenfiedern lanzettlich, ganzrandig oder wenig gezähnt


Wiesen- Arznei- Baldrian
(Valeriana pratensis)

V - VI, Wälder, feuchte Wiesen
                Mannheim
                Lonetal

Zu den Unterarten

 

 

Pflanze 50 - 100 cm, einstängelig, frühblühend

Fruchtstand 10 - 30 cm lang

Frucht meist behaart

Stängelblätter  mit 6 - 12 Fiederpaaren
Fiedern am Stängel herablaufend
Endfieder höchstens so breit wie die Seitenfiedern
Seitenfiedern 3 - 15 mal so lang wie breit