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Pippau- mit ganzrandigen oder gesägten Blättern

Hülle schwarzzottig oder schwarzdrüsig
Vorkommen: feuchte Wiesen, Moore
> 1

    

Hülle mit langen Kräuselhaaren, nicht oder schwach schwarzzottig
Alpine Pflanzen
> 4

      

 

1     Hülle schwarzzottig oder schwarzdrüsig

Stängelblätter buchtig gezähnt, kahl
Pappus schmutzigweiß
> 2

  

Stängelblätter ganzrandig oder gezähnt, behaart
Pappus schneeweiß
> 3

      

 

2      Stängelblätter buchtig gezähnt, kahl, Pappus schmutzigweiß


Sumpf- Pippau
(Crepis paludosa)

VI - VIII, Nasse Wiesen, Bachufer
                 Waldbergmoor
                 Oberjoch, Moor
                 Großer St. Bernhard

Synonyme:
Hieracium paludosum L. 

English name:
Marsh Hawk's-Beard

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet (Nordwesten und Rheinebene oft nur zerstreut) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: V (Vorwarnliste), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia,
Iceland, England, Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland,  Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary,  Romania, Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Ukraine, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, W-Siberia, Turkey

 

 

 

 

Pflanze 60 - 80 cm groß

Blütenstand verzweigt, meist vielköpfig

Blüten gelb, 2,5 - 3,5 cm im Durchmesser
Griffel schwärzlich- grün

Blütenhülle schwarzzottig, 
Drüsen an der Spitze bräunlich

Pappus schmutzigweiß, zerbrechlich
Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel

Stängelblätter meist buchtig gezähnt, stängelumfassend

Stängelblätter groß, eiförmig bis lanzettlich, kahl, dünn

Grundblätter länglich- eiförmig, buchtig gezähnt

 

 

3     Stängelblätter ganzrandig oder gezähnt, behaart, Pappus schneeweiß


Weicher Pippau
(Crepis mollis)

VI - VIII, Nasse Wiesen
                 Waldberg, Moor
                 Falkenstein, Parkplatz
                 Hechingen

Synonyme:
Crepis hieracioides Waldst. & Kit. ex Willd., Crepis mollis ssp. hieracioides (Waldst. & Kit.) Domin, Crepis mollis ssp. velenovskyi (Domin) Domin, Crepis succisifolia (All.) Tausch, Hieracium molle Jacq., incl. Hieracium succisifolium All., Crepis mollis ssp. succisiifolia (All.) Jáv. 

English name:
Northern Hawk's Beard

Nome italiano:
Radicchiella pubescente

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig südlich Donau; zerstreut Schwarzwald, Schwäbische Alb, S-Neckarbecken, S-Franken, S-Bayerischer Wald, Erzgebirge, Thüringer Wald, N-Franken; lokal Rhön, Vogelsberg, Harz, Hochsauerland

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Hessen: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Albania, 
England, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Ukraine, NEuropean Russia

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß

verzweigt, viel- oder wenigköpfig, Blütenstiele schlank

Blüten dunkelgelb, 2 - 3 cm im Durchmesser

Griffel schwärzlich- grün

Äußere Hüllblätter viel kürzer als die inneren

Blütenhülle schwarzzottig drüsig

Pappus schneeweiß

Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel

 

Blätter länglich eiförmig, behaart, ganzrandig oder etwas gezähnt, sitzend

oder mit abgerundetem Grund ± stängelumfassend

Grundblätter bei der Blüte noch vorhanden

 

 

4     Hülle mit langen Kräuselhaaren, nicht oder schwach schwarzzottig

Äußere Hüllblätter abstehend, so lang wie die inneren
> 5

 Äußere Hüllblätter anliegend, viel kürzer als die inneren
> 6

 

5      Äußere Hüllblätter abstehend, so lang wie die inneren


Schabenkraut Pippau
(Crepis pyrenaica)

VI - VIII, Alpine Matten
                 Rochers de Naye, Schweiz 19.08.2012
                 Feldberg

                 Hindelang, Pfronten

Synonyme:
Pyrenäen- Pippau
Crepis blattarioides (L.) Vill., Hieracium blattarioides L., Hieracium pyrenaicum L

English name:
Pyrenean Hawk's-Beard

Verbreitung in Deutschland:
Alpen zerstreut; Einzelfunde Südschwarzwald, Vorderpfalz, Mosel 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Baden-Württemberg: R (sehr selten), Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, Andorra, France, Liechtenstein, Italy, Slovenia, Croatia

 

 

 

Pflanze 30 - 70 cm groß
verzweigt, 2 - 6- köpfig, bis oben dicht beblättert

Blüten dunkel gelb, 2 - 3 cm im Durchmesser
Griffel gelb

Blütenhülle hell borstig behaart, nicht schwarzdrüsig
Alle Hüllblätter etwa gleich lang, schmaler als bei C. conyzifolia, äußere Hüllblätter abstehend

Pappus schneeweiß

Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel

Obere Stängelblätter sitzend, mit spitzen Öhrchen stängelumfassend

Blätter breit eiförmig, buchtig gezähnt, behaart


Photo und copyright Julia Kruse

Grundständige Blätter zur Blütezeit verwelkt

 

 

 

6      Äußere Hüllblätter anliegend, viel kürzer als die inneren


Großköpfiger Pippau
(Crepis conyzifolia)

VII - IX, Subalpine Magerrasen, Ruderalstellen
               Walmendinger Horn
               Hinterstein, Unterammergau

Synonyme:
Dürrwurzblättriger Pippau, 
Hieracium conyzifolium Gouan 

English name:

Nome italiano: 
Radicchiella a foglia di cespica

Verbreitung in Deutschland:
Selten westliche (Allgäuer) Alpen, sehr selten höheres Alpenvorland, östliche Alpen ausgestorben, Einzelvorkommen bei Augsburg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Albania, Greece, 
Poland, Czech Republic, Slovakia, Romania, Bulgaria, Anatolia, Ukraine, Transcaucasus

 

 

 

Pflanze 20 - 60  cm groß, 
kräftig, sparrig verzweigt, mit 2 - 9 jeweils 1- köpfigen Ästen

Blütenstand sparrig, kandelaberähnlich verzweigt

Griffel gelb

Kopfstiele oberwärts etwas verdickt
Äußere Hüllblätter viel kürzer als die inneren, meist anliegend

Hülle schwärzlich, oft etwas schwarzdrüsig, innere Hüllblätter im unteren Teil verwachsen,
kantig geflügelt, äußere Hüllblätter oft abfallend

Hülle mit hellen krausen Haaren

Pappus schneeweiß
Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel

Stängel borstig behaart

Obere und mittlere Stängelblätter mit pfeilförmigem Grund stängelumfassend, behaart