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Habichtskräuter mit behaarten Grundblättern und wenigen Stängelblättern, Köpfchen mit langen, weißen Haaren

Stängel meist einköpfig mit 0 - 1 schuppenähnlichen Stängelblättern
> 1


Photo und copyright Andrea Moro

Stängel meist mehrköpfig, mit 1 - 8 Stängelblättern
> 4

 

1     Stängel meist einköpfig, mit 0 - 1 schuppenähnlichen Stängelblättern

Grundblätter helllauchgrün
Hülle weich seidig, zottig
> 2


Photo und copyright Andrea Moro

Grundblätter dunkelgrün
Hülle borstig grauhaarig, Haare unten schwarzfüßig, etwas schwarzdrüsig
> 3

 

2     Grundblätter helllauchgrün, Hülle weich seidig, zottig


Grauzottiges Habichtskraut
(Hieracium piliferum)


Photo und copyright Andrea Moro

VII - VIII, Alpine Felsfluren, 
                   Hinterstein
                   Einödsbach
                   Botanischer Garten Tübingen

Synonyme:
Hieracium glanduliferum ssp. piliferum Näg. & Peter
Hieracium amphigenum Arv ex Briq.; Hieracium anadenium Arv.; Hieracium fuliginatum Huter ex Nym.; Hieracium glabratum Schleich. ex Koch; Hieracium glanduliferum Hoppe; Hieracium hololeptum Zahn; Hieracium leucopsis Arv.; Hieracium mairanum Manuel ex Nym.; Hieracium schraderi Schleich. ex DC.; Hieracium subnivale Gren. & Godron; Hieracium ustulatum Arv.; Hieracium villosum Monn.

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut hohe Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: R (sehr selten), 
Bayern: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, France, Italy, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, 
Liechtenstein, Poland, Romania, Slovakia, 

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 15 cm groß
Blütenstand meist 1- köpfig


Photo und copyright Oswald Gabathuler

Krone gelb, Zungenblüten ungewimpert


Photo und copyright Andrea Moro

Haare der Hülle sehr reichlich,  weich seidig und zottig, weiß bis dunkelgrau, drüsen- und flockenlos


Photo und copyright Günther Blaich

0- 1 Stängelblatt, schuppenförmig

 

Grundblätter hell lauchgrün, lanzettlich bis lanzettlich- linealisch, ganzrandig oder leicht gezähnt, behaart

 

 

3     Hülle borstig grauhaarig, Haare unten schwarzfüßig, etwas schwarzdrüsig


Alpen Habichtskraut
(Hieracium alpinum)

VII - VIII, Magerrasen, Heiden, Felsfluren
                   Südtirol, Melag 10.08.2011
                   Großer St. Bernhard 18.08.2012

                   Hindelang, Pfronten

Synonyme:
Hieracium angmagssalikense Omang

English name:
Alpine Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Alpen, selten Harz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 1 (vom Aussterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
France, Italy, former Yugoslavia, 
England, Poland, Czech Republic, Slovakia, Finland, Island, Norway, Sweden, Romania, Russia, 

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß
Stängel meist einköpfig

Krone gelb, Blütenzähne deutlich gewimpert
Griffel gelb

Hülle oval bis kugelig, dicht grau behaart,
Haar unten schwarzfüßig

Stängel mit 0 - 3 kleine Stängelblätter

Grundblätter rosettig

Grundblätter dunkelgrün, spatelig,
ganzrandig bis buchtig spitzzähnig

Grundblätter beiderseits mit langen Haaren

 

 

4       Stängel meist mehrköpfig, mit 1 - 8 Stängelblättern

Stängel und Grundblätter grobzähnig bis fast fiederteilig
> 5

Blätter +/- ganzrandig oder buchtig gelappt
> 6

 

 

5      Stängel und Grundblätter grobzähnig bis fast fiederteilig


 Niedriges Habichtskraut
(Hieracium humile)

V - VIII, Felsspalten, Mauern
               Albstadt
               Bermaringen "Hoher Fels"
               Herrlingen
               Fels zwischen Anhausen und Hayingen

Synonyme:
Hieracium pseudocottetii Dalla Torre & Sarnth.

English name:
Dwarf Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Alpen, Südschwarzwald, Hegau, Schwäbische Alb 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), 
Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro

 

 

 

Pflanze niederwüchsig (10 - 30 cm groß)
Köpfchenstand mit 1 - 3 Ästen, wenigköpfig (4 - 8)

Stängel 10 - 20 cm lang, an den Blattansatzstellen oft zickzackförmig geknickt

Blütenzähne nicht gewimpert

Hüllblätter anliegend, behaart, Köpfchenstiel ohne Sternhaaren, nicht schwarzdrüsig

Stängelblätter 1 - 4, gestielt oder mit verschmälertem Grund sitzend, 
basale Stängelblätter teilweise größer als die Rosettenblätter

Mehrere gestielte Grundblätter, grobzähnig, lappig oder fiederteilig, oft wellig, vorne spitz

vor allem unterseits drüsig

 

 

6      Blätter +/- ganzrandig oder buchtig gelappt

Stängel 2 - 4 köpfig, Hülle zottig weißhaarig
Äußere Hüllblätter sparrig abstehend,
lanzettlich, innere Hüllblätter linealisch
> 7

Stängel 1 - 2- köpfig, Hülle seidig weißhaarig
Äußere Hüllblätter locker angedrückt,
lanzettlich, innere Hüllblätter wie die äußeren
> 8


Photo und copyright Franck Le Driant

 

7       Äußere Hüllblätter sparrig abstehend


Zottiges Habichtskraut
(Hieracium villosum)

VI - IX, Alpine Felsfluren, 
              Iseler
              Fellhorn
              Nebelhorn
              Untersberg bei Berchtesgaden

              Hindelang, Pfronten

Synonyme:
Woll- Habichtskraut
Hieracium acrovillosum Zahn; Hieracium calvifolium Zahn; Hieracium eurybasis Zahn; Hieracium glaucifrons Zahn; Hieracium subovalifolium Zahn; Hieracium undulifolium Zahn; Hieracium villosissimum Näg.; 

English name:
Shaggy Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France,  Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Macedonia, Montenegro, Albania, 
Bulgaria, Czech Republic, Hungary, Liechtenstein, Poland, Romania,  Slovakia, Ukraine

 

Pflanze 15 - 30 cm groß

Ganze Pflanze von 4 - 12 mm langen zottigen, weißen Haaren bedeckt

Blütenstand hoch- bis tiefgabelig mit 1 - 3 Ästen und 2 - 4 Köpfchen

Krone gelb

Hülle kugelig bis bauchig, drüsen- und flockenlos, zottig weißhaarig

Äußere Hüllblätter sparrig abstehend, lanzettlich, innere Hüllblätter linealisch

4 - 8 Stängelblätter, sitzend oder halbstängelumfassend

Stängel abstehend zottig behaart

Grundblätter blaugrün, in den Grund verschmälert, ungestielt, breit lanzettlich ganzrandig bis kurz gezähnt

 

 

8      Äußere Hüllblätter locker angedrückt


Weißhaariges Habichtskraut
(Hieracium pilosum)


Photo und copyright Franck Le Driant

VII - VIII, Steinrasen
                  Hochvogel, Füssen Linderhof

Synonyme:
Hieracium morisianum Rchb.f., Hieracium villosiceps Nägeli & Peter, Hieracium boreale var. platyphyllum Arv.-Touv. 

English name:
Moris' Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
France, Italy, Slovenia, Croatia, Albania, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Macedonia, Montenegro, 
Liechtenstein, Romania

 

 

 

 

 

Pflanze 15 - 30 cm groß,
mit 3 - 4 Stängelblättern


Photo und copyright Johann Schneider

Stängel 1- 2- köpfig, seidiger und zottiger behaart als H. villosum


Photo und copyright Franck Le Driant

Äußere Hüllblätter locker angedrückt, lanzettlich, innere gleich gestaltet


Photo und copyright Franck Le Driant

Grundblätter am Grund lang verschmälert, ungestielt


Photo und copyright Franck Le Driant