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Arten der Artengruppe Arenaria serpyllifolia agg.

Die Abtrennung der beiden Arten ist schwierig, besonders weil die Angaben in der Literatur sich widersprechen.
 So z.B. sind die Angaben bezüglich der Kelchblattlänge in der Flora von Österreich und im Rothmaler (2011) genau umgekehrt! 

Pflanze graugrün, Blüten 5 - 8 mm im Durchmesser, Blütenstiel dick (0,15 - 0,25 mm)
Kapsel unten bauchig erweitert, beim Zerdrücken knackend
> 1

Pflanze hellgrün, Blüten 3 - 5 mm im Durchmesser, Blütenstiel dünn (0,10 - 0,12 mm)
Kapsel unten nicht bauchig, beim Zerdrücken nicht knackend
> 2

 

 

1      Kapsel beim Zerdrücken knackend


Thymianblättriges Sandkraut
(Arenaria serpyllifolia)

V - IX, Äcker, Trockenrasen
             Garten Feuerbachstr
            Dettenhart
            Demmingen

Zu den Unterarten

Synonyme:
Quendel- Sandkraut

English name:
Thyme-leaved Sandwort

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, Z-Hessen und Voralpenland selten, Nordosten nur Einzelfunde

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, E-Aegaean Isl., 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Sweden, European Turkey, Baltic States, European Russia, Crimea, European Russia, Ukraine, Tunisia, Algeria, Morocco, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, Ethiopia, Eritrea, Turkey, Egypt, Iran, Iraq, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Yemen, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir,China, Taiwan, Japan, Ryukyu Isl., Korea, India, Sikkim, Rajasthan, Nepal

Eingebürgert in:
*Russian Far East, *New Zealand, *Haiti, *Chile, *Uruguay, *Argentina, *Lord Howe Isl., *Hawaii, *St. Pierre and Miquelon, *Canada, *USA, *Australia, *Tasmania

Weitere Unterscheidungsmöglichkeit Arenaria serpyllifolia - Arenaria leptoclados:
www.flora-deutschlands.de/Dateien/Dateien_2011/Arenaria.pdf

 

Pflanze 2 - 15 cm groß


Photo und copyright Peter Emrich

Blütenstiel dick (0,15 - 0,25 mm)

Kelchblätter eiförmig mit Hautrand

Kelchblätter relativ breit, oft kürzer als die reife Kapsel
Fruchtstiele 1 - 2 mal so lang wie der Kelch

Kapsel unten bauchig erweitert, ca. 1,5 mal so lang wie breit

Hält man eine Frucht zwischen Daumen und Zeigefinger ans Ohr und drückt sie zusammen, so geben ihre dicken und ziemlich starren Wände mit deutlich hörbarem Knacken nach

Stängel kahl, behaart oder drüsig
Blätter 1 - 2,5 mal so lang wie breit

Blätter eiförmig, die oberen sitzend, die unteren in einen Stiel verschmälert

Pflanze im vegetativen Zustand

 

 

2       Kapsel unten nicht bauchig, beim Zerdrücken nicht knackend


Dünnstängliges Sandkraut
(Arenaria leptoclados)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

V - IX, Trockenrasen
             Mannheim

Synonyme:
Arenaria serpyllifolia ssp. leptoclados (Rchb.) Nyman, 
Arenaria serpyllifolia ssp. tenuior (Mert. & W. D. J. Koch) Arcang., Arenaria serpyllifolia var. leptoclados Rchb., Arenaria serpyllifolia var. tenuior Mert. & W. D. J. Koch, Arenaria tenuior (Mert. & W. D. J. Koch) Gürke 

English name:
Slender Sandwort

Verbreitung in Deutschland:
Oberrheinebene und Nordrhein-Westfalen in tiefen Lagen zerstreut, restliche Mitte selten, fehlt Norden, Nordosten, südlich Donau 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: D (Datenlage unzureichend), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: D (Datenlage unzureichend), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany,Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, E-Aegaean Isl., 
Belgium, England,  Ireland, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Netherlands,  Hungary, Malta, Norway, Romania, Spitsbergen, Sweden, Ukraine, Crimea, Algeria, Morocco, Caucasus / Transcaucasus, C-Asia, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, Somalia, Ethiopia, Kenya, Tanzania, Sudan, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Oman, Saudi Arabia, Syria, Madeira, Salvajes Isl., Canary Isl., Cape Verde Isl. (Santo Antao Isl., Ilha de Sao Nicolau),
*Queensland, *New South Wales,  *USA

Weitere Unterscheidungsmöglichkeit Arenaria serpyllifolia - Arenaria leptoclados:
www.flora-deutschlands.de/Dateien/Dateien_2011/Arenaria.pdf


             

 

Pflanze 5 - 15 cm groß
gelbgrün, zart, meist drüsig behaart

Kelchblätter lang, schmal, spitzig, hautrandig


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blütenstiel dünn (0,10 - 0,12 mm)

Kelchblätter lang und schmal, oft länger als die reife Kapsel
Kapsel unten geradlinig erweitert, doppelt so lang wie breit

Fruchtstiele 2 - 3 mal so lang wie der Kelch

Frucht 2 - 3 mm lang, 1,3 mm breit, nicht so bauchig wie bei A. serpyllifolia
beim Zerdrücken, wegen der weichen Wände nicht knackend

Blätter 2 - 3,5 mal so lang wie breit