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Weiße Fingerkräuter

Früher wurde das Steinfingerkraut Drymocallis rupestris zu dieser Gattung gerechnet.

Grundblätter 3- zählig
 > 1

Grundblätter gefingert, mit 5 oder mehr Blättchen
> 4

                                                                          

1     Grundblätter 3- zählig

Kelchblätter innen am Grund grün
> 2


Photo und copyright  Robert Flogaus-Faust

Kelchblätter innen am Grund dunkelrosapurpurn
> 3

              

2      Kelchblätter innen am Grund grün


Erdbeer- Fingerkraut
(Potentilla sterilis)

III - V, Eichen- Wälder
             Pfänder
             Burgau, Giengen

Synonyme:
Comarum fragarioides Roth; Dactylophyllum fragariastrum Spenn.; Fraga micrantha Fourr.; Fraga sterilis Lapeyr.; Fragaria praecox Salisb.; Fragaria sicca Gilib.; Fragaria sterilis L.; Fragariastrum sterile (L.) Schur; Tormentilla fragaroides Rafin.; Fragariastrum sterile Schur; Potentilla bogenhardiana F. Schultz; Potentilla emarginata Desf.; Potentilla fragaria Poir.; Potentilla fragariifolia C. C. Gmel.; Potentilla fragariastrum Ehrh. ex Hall. f.; Potentilla fragarifolia St. Lag.; Potentilla fragarioides Vill.; Potentilla fraterna Wallr.; Potentilla hybrida Wallr.; Potentilla prostrata Moench; Potentilla sicca Sampaio; Potentilla sterilis Garcke; Potentilla sterilis Richt.; Potentilla villosa Dulac; Potentilla wolnyi Kit. ex Rochel; Tormentilla obovatifolia Stokes

English name:
Strawberryleaf Cinquefoil

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Baden-Württemberg, Mitte, Westen; zerstreut Alpenvorland und O-Schleswig-Holstein; nur Einzelfunde W-, Z-Niedersachsen, Sachsen, O-Bayern; fehlt Nordosten

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Italy, ?Sardinia, ?Sicily, former Yugoslavia, ?Albania, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, France, Ireland, Netherlands, Poland, Sweden, Caucasus, *Canada

 

 

Pflanze 5 - 15 cm groß

Kronblätter im Gegensatz zu den Erdbeeren nicht überlappend, kürzer als die Kelchblätter


Photo von  Robert Flogaus-Faust

Kronblätter weiß, ca. so lang wie die Kelchblätter, Kelchblätter innen am Grund grün, Staubfäden fädlich, schmäler als der Staubbeutel

Blätter denen der Erdbeeren ähnlich, wenig behaart
Mittelzahn kleiner als die beiden umgebenden

 

 

3        Kelchblätter innen am Grund dunkelrosapurpurn


Kleinblütiges Fingerkraut
(Potentilla micrantha)

IV - VI, Wälder
               Botanischer Garten Tübingen
               Orto Botanico del Monte Baldo 18.08.2011

               Gottmadingen (Hegau)              

Synonyme:
Potentilla breviscapa Vest; Fragaria breviscapa Tratt.; Fragaria micrantha Tratt.; Fragaria sterilis Bieb.; Fragariastrum micranthum (Ram. ex DC.) Schur; Fragariastrum micranthum Schur; Potentilla fragaria Lang ex Tenore; Potentilla parviflora Desf.; Potentilla prostrata Baumg.

English name:
Pink Barren Strawberry

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal und zerstreut Mittelrhein, S-Hunsrück/Z-Pfalz, isoliert um Schaffhausen und Karwendel; Einzelfund NW-Hessen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 2 (stark gefährdet), Hamburg: unbeständig, Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Italy, Sicily, Sardinia, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Romania, Crimea,  Caucasus / Transcaucasus, Algeria, Turkey, Iran, Lebanon

 

Pflanze 5 - 10 cm groß

Kronblätter im Gegensatz zu den Erdbeeren nicht überlappend, 
Kronblätter weiß, ca. so lang wie die Kelchblätter, Kelchblätter innen am Grund dunkelrosapurpurn, Staubfäden bandförmig, so breit wie der Staubbeutel

Blätter denen der Erdbeeren ähnlich, stark behaart

 

 

4       Grundblätter gefingert, mit 5 oder mehr Blättchen

Grundblätter fast ganzrandig
> 5 

Grundblätter gesägt
> 6

                                                                                                                                                                                                                       

5      Grundblätter fast ganzrandig


Weißes Fingerkraut
(Potentilla alba)

IV - VI, Wälder
              Osterseen
              Garchinger Heide

Synonyme:
Dasiphora alba (L.) Rafin.; Fragaria alba Crantz; Fragariastrum album (L.) Schur; Potentilla alba f. obovata (Th. Wolf) N. Diklic; Potentilla alba var. obovata Th. Wolf; Potentilla clusiana Geners.; Potentilla cordata Schrank; Potentilla nitida Scop.; Trichothalamus albus Fourr.

English name:
White Cinquefoil

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal und zerstreut Thüringen, Sachsen-Anhalt, NO-Brandenburg, Mainfranken, N-Franken, SO-Frankenalb, Z-Alpenvorland, S-Neckarbecken; selten Schwäbische Alb; Einzelfunde Sachsen, Schleswig-Holstein, Süderbergland; verschollen Pfalz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, former Yugoslavia,
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary,  Poland, Romania, European Russia, Ukraine, *USA

 

 

Pflanze 10 - 20 cm groß

Blüten in lockeren 1 - 5-blütigen Trugdolden

Kronblätter 6 - 8 mm lang, weiß, rundlich
 20 weiße, kahle Staubfäden

Grundblätter handförmig 5- zählig

Blätter unterseits silberweiß seidenhaarig

 

 

6     Grundblätter gesägt

Kronblätter länglich, nicht überlappend
Staubblätter behaart, ein "Krone" bildend, Griffel und Kelchblätter nicht rot
> 9

Kronblätter rundlich, meist überlappend
Staubblätter kahl, Griffel und Kelchblätter meist intensiv rot
> 10


Photo und copyright Rolf Marschner

                                         

9         Kronblätter länglich, nicht überlappend


Stängel- Fingerkraut
(Potentilla caulescens)

VII - IX, Felsspalten
                Pfronten, Ruine Falkenstein
                Untersberg bei Berchtesgaden

                Orto Botanico del Monte Baldo
                Grigna, Italien

Synonyme:
Dasiphora jaquini Rafin.; Fragariastrum caulescens (L.) Schur; Potentilla alba Cav. & Pourr. ex Willk. & Lange; Potentilla corymbosa Pourr.; Potentilla nebrodensis Strobl ex Zimm.; Potentilla caulescens L. ssp. nebrodensis (Strobl ex Zimm.) P.V. Arrigoni; Potentilla petiolulata Gaudin; Potentilla sororia Wender.; Trichothalamus caulescens Spreng.; Trichothalamus petiolulatus Fourr.

English name:
Lax Cinquefoil

Verbreitung in Deutschland:
Alpen mäßig häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria,  Germany, Switzerland, 
Spain, Baleares, France, Italy, Sicily, former Yugoslavia, 
Algeria

 

Pflanze 10 - 30 cm groß

Blüten zu 3 - 7 in Trugdolden

Kronblätter länglich, Staubblätter behaart, ein "Krone" bildend

Grundblätter gesägt, handförmig 5- zählig

Blättchen mit mehr als 5 Zähnen 

Blattstiel und Blattunterseite mit langen seidigen Haaren

 

 

10        Kronblätter länglich, meist überlappend


Ostalpen- Fingerkraut
(Potentilla clusiana)


Photo und copyright Rolf Marschner

VII - IX, Felsspalten
                Watzmann

Synonyme:
Clusius-Fingerkraut
Fragaria caulescens Crantz; Fragariastrum clusianum (Jacq.) Schur; Fragariastrum clusianum Schur; Potentilla caulescens Scop.; Trichothalamus clusianus Spreng.

English name:
Clusius Cinquefoil

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten zentrale und östliche Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: R (sehr selten), Bayern: 4 (potentiell gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Italy, W-former Yugoslavia, Albania

             

 

Pflanze 5 - 10 cm groß


Photo und copyright Harry Berger

Kronblätter rundlich, meist überlappend, Kelchblätter meist rot


Photo und copyright Harry Berger

Staubfäden kahl, Griffel purpurrot


Photo und copyright Rolf Marschner

Grundblätter  5- zählig, vorne mit 5 Zähnchen, seidig behaart


Photo und copyright Harry Berger