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Orobanchen mit gelben Narben, Blütenstand dicht

Stängel meist mit weniger als 15 Schuppenblättern
Rückenlinie der Blüte mit deutlichem Knick
Blühbeginn Mai - Anfang Juni
Wirte: Luzerne und andere Fabaceae
> 1

Stängel meist mit mehr als 15 Schuppenblättern
Rückenlinie der Blüte gleichmäßig gebogen
Blühbeginn: frühestens Mitte Juni
> 2

 

1       Rückenlinie der Blüte mit deutlichem Knick


Gelbe Sommerwurz
(Orobanche lutea)

V - VI, Trockenrasen
             Reisensburg, Topflet                  
             Teck
             Karlstadt, Saupurzel

Synonyme:
Kleewürger, Kleeteufel, Luzerne- Sommerwurz
Orobanche buekii, Orobanche ritro, Orobanche rubens

English name:
Yellow Broomrape

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut Schwäbische und Fränkische Alb, Thüringen, SW-Sachsen-Anhalt; 
selten Oberrheinebene, Mainfranken, NO-Brandenburg, Kölner Bucht, Nordeifel, Pfalz, Saarland, Niederbayern, Allgäu

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 0 (ausgestorben) [Neophyt], Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 0 (ausgestorben), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
?Belgium, former Czechoslovakia, Netherlands, Hungary, Poland, Romania,  Bulgaria, Crimea, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, C-Asia, Turkey, Iran

Wirtspflanze: 
Luzerne (Medicago)
und anderen Schmetterlingsblütlern (Trifolium, Lotus, Ononis)

 

 

 

Pflanze 30 - 50 cm groß
Stängel meist mit weniger als 15 Schuppenblättern

Stängel braunviolett, dunkler als die Blüten

Ähre meist kürzer als der übrige Stängel

Blüten 12 - 15 mm lang,  weitröhrig

Blüten gelblichbraun, oft rötlich- violett überlaufen
Oberlippe zurückgeschlagen

Krone vorne mit deutlichem Knick

Kronunterseite dreiteilig, unbewimpert

Narbe gelb

Kelchblätter vorne miteinander verwachsen, 
jedes Kelchblätter ist gespalten und hat 2 Kelchblattzipfel

 

 

2      Rückenlinie der Blüte gleichmäßig gebogen

Wirte: Doldenblütler
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Wirte: Skabiosen- Flockenblume oder Besenginster
> 4


Photo und copyright Michael Hassler

 

3       Wirte: Doldenblütler


 Elsässer Sommerwurz
(Orobanche alsatica)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VII, Trockenrasen
                Karlstadt (16.06.07)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Orobanche cervariae 

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten Mainfranken, Thüringen, Bergstraße, Kaiserstuhl 

Gefährdung in Deutschland: 
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, ?Italy, former Yugoslavia, 
?Belgium, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Morocco, Baltic States, European Russia, Ukraine, Crimea, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, Hubei, Sichuan, Kazakstan, Kyrgysztan, Uzbekistan

Wirte:
Doldenblütler (Cervaria, Peucedanum, Seseli, Laserpitium)

 

 

Pflanze 15 - 70 cm groß
Stängel unter der Ähre mit deutlich weniger Schuppen als im unteren und mittleren Teil, meist mit mehr als 15 Schuppenblättern


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand dicht, Blüten 19 - 22 mm lang
Stängel hellgelb bis bräunlich

 
Photo und copyright Michael Hassler

Staubbeutel lang zugespitzt oder stachelspitzig,
Staubfäden oben kahl

Kronröhre bauchig erweitert, Narbe wachsgelb

 

 

 

4      Wirte: Skabiosen- Flockenblume oder Besenginster

Staubfäden 0 - 2 mm über dem Grund der Kronröhre ansitzend
Wirt: Besenginster
> 5


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Staubfäden 3 - 6 mm über dem Grund der Kronröhre ansitzend
Wirt: Skabiosen- Flockenblume
> 6


Photo und copyright Michael Hassler

 

5      Wirt: Besenginster


 Ginster- Sommerwurz
(Orobanche rapum genistae)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VI, Besenginsterheiden
             Nordschwarzwald (Gaggenau)

Synonyme:
Orobanche rapum

English name:
Greater Broomrape

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Eifel, W-Süderbergland, O-Kölner Bucht; 
selten Emsland, Niederrhein, W-Schwarzwald; wenige Altfunde Mitte 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: unbeständig, Thüringen: 0 (ausgestorben)

Weltweite Verbreitung:
Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, 
Algeria, Belgium, England, Ireland, Netherlands

Wirtspflanze:
Besenginster (Cytisus scoparius)
selten Ginster (Genista) oder Stechginster (Ulex)


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

 

Pflanze bis 110 cm groß, am Grund bis 4 cm dick


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstände vielblütig (bis 90 Blüten pro Pflanze!)
Blüten 20 - 27 mm lang, rötlichbraun, gelblichbraun oder rot


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenrücken gleichmäßig gerundet, Mittellappen der Unterlippe größer als die beiden äußeren, Narbe wachsgelb


Photo und copyright Michael Hassler

Staubfäden unten verdickt, am Grund der Kronröhre ansitzend

Staubbeutel beim Trocknen weiß

 

 

6      Wirt: Skabiosen- Flockenblume


 Große Sommerwurz
(Orobanche elatior)

VI - VII, Trockenrasen
                Badberg (Kaiserstuhl)
                Nördlingen, Deiningen
                Mannheim

Synonyme:
Orobanche fragrans W. D. J. Koch, Orobanche kochii F. W. Schultz, Orobanche major auct. non L., Orobanche stigmatodes Wimm. 

English name:
Tall Broomrape

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal Eifel, Süderbergland, Rheinpfalz, Bergstraße; sehr selten S-Sachsen-Anhalt, N-Thüringen, SO-Niedersachsen, Nördlinger Ries, Kaiserstuhl, Rhön; Einzelfunde Mainfranken 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: 0 (ausgestorben), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 4 (potentiell gefährdet), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben), Thüringen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, England, former Czechoslovakia, Denmark, Hungary, Poland, Romania, Sweden, Crimea, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, Gansu, Hubei, Xinjiang, India, Kazakstan, Kyrgysztan, Tajikistan, Turkey, European Turkey, Iran, Syria

Wirtspflanze:
Skabiosen- Flockenblume (Centaurea scabiosa)


Photo und copyright Michael Hassler

 

Pflanze 30 - 70 cm groß
Stängel hellgelb, bis unter die Ähre reich beschuppt

Blüten kleiner und dichter stehend wie bei Orobanche lutea

Blüten 15 - 27 mm lang, rötlichbraun,
gelblichbraun oder rot, Blütenrücken gleichmäßig gerundet, Kronunterlippe unbewimpert

 

Kronröhre wenig erweitert
Narbe wachsgelb

Staubfäden mindestens 3 mm über Grund eingefügt

Staubbeutel beim Trocknen hellbraun