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Gattung: Löwenzahn (Leontodon)

Zur Gattung gehören ca. 30 Arten. Einige Autoren beziehen die Arten der Gattung
 Schuppenlöwenzahn (Scorzoneroides) mit in die Gattung ein

Blätter durch Sternhaare graufilzig, Sternhaare 4 - 6 strahlig
> 1

Blätter grün, kahl oder +/- mit 2 - 3- schenkligen Gabelhaaren
> 2

  

 

1        Blätter durch Sternhaare graufilzig


Grauer Löwenzahn
(Leontodon incanus)

V - VI, Felsfluren, Trockenrasen
             Ulm Nordwest, Hurlach
             Wehringer Heide
             Flugplatz Lechfeld
             Falkenstein

Synonyme:
Graues Milchkraut
Leontodon glabrescens (Posp.) Fritsch; Apargia incana Scop.; Hieracium incanum L.; Leontodon alpinus Vill.; Leontodon spatulifolius Schloss. & Vuk.; Virea incana S. F. Gray

English name:
Grey Hawkbit

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Alpen, zerstreut Frankenalb, Schwäbische Alb, selten Wutachtal 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Montenegro, 
Liechtenstein, Poland, Slovakia, Hungary, Romania

 

 

 

Pflanze 15 - 45 cm groß
unverzweigt, einköpfig

Krone goldgelb

Stiele nach oben etwas verdickt, Zunge der Randblüten unterseits nicht rötlich gestreift
Hüllblätter mit Sternhaaren

Pappus federig, schmutzigweiß

Blätter in Rosetten

Blätter ganzrandig bis entfernt gezähnt,
graufilzig

mit 4 - 6- strahligen Sternhaaren

Stängel ohne Blätter, mit 4 - 6-strahligen Sternhaaren

 

 

2    Blätter grün, ohne Sternhaare

Pflanze 3 - 30 cm groß, Körbchen 12 - 20 mm im Durchmesser
Hüllblätter schwarzrandig
Randblüten unterseits bläulich oder grünlich
> 3


Photo und copyright Paul Busselen

Pflanze 30 - 70 cm groß, Körbchen 25 - 40 mm im Durchmesser
Hüllblätter nicht schwarzrandig
Randblüten unterseits meist  gelb
> 4

 

3      Hüllblätter schwarzrandig


Nickender Löwenzahn
(Leontodon saxatilis
Lam.)

V - VI, Rasen, Grünflächen, Straßenränder
             Günzburg, Straßenrand B10 bei Opel Zimmermann (08.08.2017)
             Augsburg, Mering
             Heidelberg

Synonyme:
Nickendes Milchkraut, Zinnensalat
Crepis nudicaulis auct. non L., Hyoseris taraxacoides Vill., Leontodon hirtus Roth, Leontodon leysseri (Wallr.) Beck, Leontodon nudicalyx (Lag.) H. P. Fuchs, Leontodon nudicaulis ssp. taraxacoides (Vill.) Schinz & Thell., Leontodon taraxacoides (Vill.) Mérat non Hoppe & Hornsch., Thrincia hirta Roth, Thrincia saxatilis (Lam.) Holub & Moravec, Thrincia saxatilis ssp. taraxacoides (Vill.) Holub & Moravec 

English name:
Lesser Hawkbit, Hairy Hawkbit

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Nordrhein-Westfalen (niedrige Lagen), Niedersachsen, Schleswig-Holstein, S-Brandenburg/N-Sachsen; sehr zerstreut Saarland, S-Pfalz, Rhein-Main; Restgebiet selten bis sehr selten, fehlt Südosten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Albania, Greece, Greek Aegaean Isl., 
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Sweden, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, European Turkey, Belarus, Crimea,

Eingebürgert in:
*Japan, *Australia, *Tasmania, *New Zealand, *Niue, *Auckland Isl., *Chile, *Haiti, *Argentina, *Canada, *USA

 

 

 

Pflanze 3 - 30 cm groß
unverzweigt, immer einköpfig, Stängel dünn


Photo und copyright Michael Hassler

Körbchen 12 - 20 mm im Durchmesser, Krone goldgelb, mit 20 - 30 Zungenblüten

Ungeöffnete Köpfchen oft nickend
Hüllblätter 7 - 11 mm lang, Korbhals mit 0 - 2 Hochblättern


Photo und copyright Paul Busselen

Stiele nach oben kaum verdickt, äußere Hüllblätter viel kleiner als die inneren
Hülle kahl oder behaart

Randblüten unterseits bläulich oder grünlich


Photo und copyright Paul Busselen

Innere Hüllblätter schwarzrandig


Photo und copyright Michael Hassler

Randfrüchte (oft hinter den Hüllblättern verborgen!) ohne Pappus, 
sondern mit zerschlitzten Krönchen

Pappus gefiedert, schmutzigweiß, Pappushaare am Grund verbreitert
Innere Früchte mit zweireihigem Pappus: außen borstig, innen fedrig
Frucht mit kleinen Widerhaken


Photo und copyright Paul Busselen

Blätter seicht gezähnt bis buchtig fiederspaltig, 

 

beiderseits mit sehr rauen einfachen oder gegabelten weißen Haaren oder kahl

 

 

4        Hüllblätter nicht schwarzrandig


Rauer Löwenzahn
(Leontodon hispidus)

VI - X, Halbtrockenrasen, Wiesen, Ruderalstellen
             Wehringer Heide
             Günzburg

Zu den Unterarten

Synonyme:
Wiesen- Löwenzahn, Steifhaariger Löwenzahn, Raues Milchkraut
Leontodon danubialis Jacq.,  Leontodon hastilis L., Leontodon pseudocrispus Bisch., 

English name:
Rough Hawkbit

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber Norden zerstreut, Nordwesten selten oder fehlend 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Andorra, France, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
England, Channel Isl., Ireland, Ireland/Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland,  Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Anatolia, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus,
*Falkland Isl., *Canada, *USA

 

 

 

 

Pflanze 30 - 70 cm groß
unverzweigt, immer einköpfig

Köpfchen vor dem Blühen nickend

Krone hellgelb bis goldgelb

Körbchen 12 - 20 mm im Durchmesser, Hüllblätter 7 - 11 mm lang, Korbhals mit 0 - 2 Schuppenblättern (Beim ähnlichen Scorzonerides helvetica: mit 3 - 6 Hochblättern)

Stiele nach oben etwas verdickt, Randblüten unterseits gelb
Hüllblätter mit rauen, weißen Haaren oder fast kahl

  

Pappus schmutzigweiß

zweireihig: außen borstig, innen fedrig

Blätter seicht gezähnt bis buchtig fiederspaltig
mit 2 - 3 -schenkligen Gabelhaaren oder kahl

  

Stängel rauhaarig oder kahl