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Gattung: Bergminze (Calaminthe)

Zur Gattung gehören 8 Arten.
Einige Autoren rechnen die Arten dieser Gattung jetzt zur Gattung Wirbeldost (Clinopodium).

Blüte bis zu 5 cm lang, Kelch 11- nervig
Blätter 3 - 8 cm lang, grob gesägt
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten 1 - 2 cm lang, Kelch 13- nervig
Blätter 2 - 4 cm lang, fein gesägt
> 2

   

1     Blüte rosa, bis zu 5 cm lang, Kelch 11- nervig


Großblütige Bergminze 
(Calamintha grandiflora)


Photo und copyright Michael Hassler

VII - IX, Zierpflanze, früher: Heilpflanze
                Monte Baldo (Michael Hassler 06.06.2007)
               Weinheim

Synonyme:
Clinopodium grandiflorum
Acinos grandiflorus (L.) G.Don ex Loudon; Calamintha atlantica Coss.; Calamintha mairei Sennen; Calamintha montana Garsault; Faucibarba grandiflora (L.) Dulac; Melissa grandiflora L.; Melissa grandiflora var. micrantha K.Koch; Satureja grandiflora (L.) Scheele; Thymus grandiflorus (L.) Scop.

English name:
Greater Calamint

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, Romania, Crimea, Russia, Caucasus / Transcaucasus, Turkey, European Turkey, Iran, Algeria, Morocco

 

 

 

Pflanze 20 - 60 cm groß
nach Minze riechend


Photo und copyright Andrea Moro

Scheinquirle 3 - 9- blütig
Stiel der Zyme so lang wie der Tragblattstiel


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten rosa, bis 5 cm lang, Kelch 9 - 14 mm lang, 11- nervig


Photo und copyright Andrea Moro

Blüten im Schlund behaart


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter eiförmig, grob gesägt, 3 - 8 cm  lang


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter unterseits heller, behaart


Photo und copyright Andrea Moro

 

 

2     Blüten rot- violett, 1 - 2 cm lang, Kelch 13- nervig

Scheinquirle 3 - 9- blütig, Blüten 14 - 19 mm lang
Untere Kelchzähne doppelt so lang wie die oberen
> 3


Photo und copyright Paul Busselen

Scheinquirle 10 - 20- blütig, Blüten 8 - 12 mm lang
Untere Kelchzähne wenig länger wie die oberen
 > 4

 

3      Untere Kelchzähne doppelt so lang wie die oberen


Wald- Bergminze 
(Calamintha menthifolia)

VII - IX, Waldlichtungen, Waldwege
                Garda, La Rocca
                Auffahrt zum Monte Baldo

               Geislingen
               Hegau
               Mannheim

Synonyme:
Calamintha sylvatica ssp sylvatica
Calamintha officinalis
Clinopodium menthifolium
Clinopodium nepeta ssp. sylvaticum
Satureja menthifolium

English name:
Wood Calamint

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Hochrhein, südliche Rheinebene, Neckarbecken, Kraichgau, Mosel, O-Eifel; selten Schleswig-Holstein, Mainfranken; Einzelfunde Nordrhein-Westfalen, NW-Sachsen, Altfunde Thüringen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: 4 (potentiell gefährdet), Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: R (sehr selten), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, Netherlands, Hungary, Poland, Romania, Russia, England, Ireland, Algeria, Acores, Czech Republic, Slovakia, SW-Ukraine, Turkey, European Turkey, Iran, 
*Belgium, *Canada

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß
nach Minze riechend

Scheinquirle 3 - 9- blütig
Stiel der Zyme länger wie der Tragblattstiel

Blüten 14 - 19 mm lang, rot- violett mit weißer Zeichnung
Oberlippe klein, nicht gewölbt
Mittlere Blüten 0,7 - 2 cm lang gestielt


Photo und copyright Paul Busselen

Kelch 6 - 10 mm lang, seine unteren Zähne mindestens doppelt so lang wie seine oberen
Kelchschlund ohne deutlich herausragende Haare


Photo und copyright Paul Busselen

Blätter eiförmig, schwach gesägt, lang gestielt

Blattnerven unterseits deutlich hervortretend, Stängel behaart


Photo und copyright Paul Busselen

 

 

4     Untere Kelchzähne wenig länger wie die oberen

Zymen ihr Tragblatt in der Mitte des Gesamtblütenstandes
der reifen Pflanze meist deutlich überragend
> 5

Zymen ihr Tragblatt in der Mitte des Gesamtblütenstandes
der reifen Pflanze kaum überragend
> 6


Photo und copyright Günther Blaich

 

5      Zymen ihr Tragblatt meist deutlich überragend


Kleinblütige Bergminze 
(Calamintha nepeta)

VII - IX, Steinschuttfluren, Mauern, Felsen
                Zierpflanze (Staudenbeete)
                Günzburg, Garten beim Hochhaus
                Leipheim, Baumschule Haage

                Erlangen

Zu den Unterarten

Synonyme:
Calamintha nepetoides
Calamintha glandulosa
Clinopodium calamintha
Clinopodium nepeta
Satureja calamintha

English name:
Common Lesser Calamint

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig eingebürgert
Einzelfunde Franken, Niederbayern, Mittelrhein, Altfunde Thüringen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Baden-Württemberg: unbeständig, Bayern: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, *Germany, Switzerland, 
Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, E-Aegaean Isl.,  Crete, 
Hungary, England, Bulgaria, Ukraine, Crimea, Caucasus / Transcaucasus, Algeria, Morocco, Tunisia, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Syria, 
*Southern Australia, *USA

 

 

 

 

Pflanze 30 - 50 cm groß
aufsteigend, nach Minze riechend

im oberen Teil nur noch mit kleinen Tragblättern

Blüten in gestielten gegenständigen Zymen, 
die dadurch entstehenden Scheinquirle sind 
12 - 15- blütig (d.h. auf jeder Seite 6 - 8 Blüten)

Zymen ihr Tragblatt meist deutlich überragend
Stiel der Zyme samt dem Stiel der mittleren Blüten 2 - 5 cm lang

Blüten 8- 12 mm lang, hellviolett bis weiß
Kelch 5 - 7 mm lang, seine unteren Zähne wenig länger wie die oberen, Kelchschlund mit deutlich herausragenden Haare

Blätter im unteren Teil eiförmig, schwach gekerbt bis gezähnt, bis 35 mm lang, gestielt

 

 

6      Zymen ihr Tragblatt kaum überragend


Österreichische Bergminze 
(Calamintha einseleana)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VII - IX, Steinschuttfluren, Mauern, Felsen
                Berchtesgaden

Synonyme:
Einseles Bergminze
Clinopodium foliosum
Calamintha foliosa
Clinopodium einseleana
Calamintha subisodonta Borbás, 
Satureja brauneana Jáv., 
Satureja calamintha ssp. brauneana Gams, 
Thymus brauneanus Hoppe ex Rchb. 

English name:
Einsele's Calamint

Nome italiano: 
Mentuccia di Einsele

Verbreitung in Deutschland:
Berchtesgaden?

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: R (sehr selten), Bayern: R Extrem selten

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Italy (Friaul)

 

 

 

Pflanze 30 - 50 cm groß,
aufsteigend, nach Minze riechend


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Scheinquirle 10 - 20 blütig


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Zymen ihr Tragblatt kaum überragend
Stiel der Zyme samt dem Stiel der mittleren Blüten 2 - 3 cm lang


Photo und copyright Günther Blaich

Blüten 8 - 12 mm lang, hell- violett


Photo und copyright Günther Blaich

Kelch 3 - 5 mm lang, seine unteren Zähne wenig länger wie die oberen, Kelchschlund mit deutlich herausragenden Haare


Photo und copyright Günther Blaich

Blätter rhombisch eiförmig, schwach gekerbt bis gezähnt, mit 1 - 4 unregelmäßigen Kerbzähnen an jeder Randseite, kurz gestielt bis sitzend bis 35 mm lang


Photo und copyright Günther Blaich

Stängel locker weich behaart, am Grund verholzend